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Gefahren von Mikroplastik im Meer

30.07.2018

Ankündigung des nächsten „Warnemünder Abends“ am 2. August 2018 am Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW)

Der IOW-Mikrobiologe PD Dr. Matthias Labrenz stellt neueste Erkenntnisse zu den von Mikroplastik im Meer ausgehenden Gefahren vor und geht speziell auf Ergebnisse von Studien in der Warnow-Mündung ein.


Allgegenwärtig nicht nur an unseren Stränden - Mikroplastik verschmutzt die Umwelt. Ob und wie gefährlich das ist, beleuchtet der kommende "Warnemünder Abend" am IOW.

IOW / B. Hentzsch

Beginn ist 18:30 Uhr, der Eintritt ist frei.

Laut aktuellen Zahlen des Umweltbundesamtes fallen in Deutschland pro Kopf und Jahr im Schnitt gut 220 Kilogramm Verpackungsmüll an, das meiste davon ist Plastik. Damit belegen wir Deutschen in Europa einen traurigen Spitzenplatz. Weltweit liegt die Produktion von Kunststoffen bei geschätzten 311 Millionen Tonnen (nach Zahlen von 2014).

Der Löwenanteil wird für Verpackungen (z.B. Getränkeflaschen) verwendet, wobei jedoch nur ca. 14 % recycelt werden. Problematisch ist dies deswegen, weil sehr große Mengen dieser biologisch praktisch nicht abbaubaren Kunststoffe in die Umwelt gelangen. Dies hat bereits zu einer erheblichen Verunreinigung der Weltmeere mit größeren Plastikfragmenten (Makroplastik) geführt.

Seit etwa 10 Jahren wird verstärkt auch Mikroplastik, Plastikpartikel mit einer Größe kleiner als 5 Millimeter, in der marinen Umwelt erforscht. Es entsteht vor allem durch Zerfall größerer Plastikteile und erweist sich zunehmend als Gefährdungsfaktor für die Umwelt. Studien aus allen Teilen der Welt belegen, dass Meereslebewesen wie Fische, Vögel, Muscheln, Schnecken, Würmer und Zooplankton Mikroplastikpartikel unterschiedlichster Art mit der Nahrung aufnehmen.

Während einige Organismen das Mikroplastik ohne sichtbare Schäden wieder ausscheiden, kann es bei anderen vom Körper absorbiert werden und eine heftige Immunantwort auslösen oder zu anderen Problemen führen. Zudem reichern sich Mikroorganismen und Schadstoffe auf Mikroplastik an. Diese können auf den Partikeln weltweit verdriftet werden und vorher unbelastete Ökosysteme kontaminieren.

In seinem Vortrag gibt Matthias Labrenz einen Überblick darüber, was die Wissenschaft über das Mikroplastikproblem im Meer und speziell in der Ostsee weiß. Veranstaltungsort ist der große Saal des IOW, Seestraße 15, in Warnemünde. Diesen erreichen Sie über den Haupteingang des Instituts am Kurpark.

Wir wünschen einen interessanten Abend und spannende Diskussionen!

Kontakt IOW Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Dr. Barbara Hentzsch, 0381 – 5197 102 | barbara.hentzsch@io-warnemuende.de
Dr. Sandra Kube, 0381 – 5197 104 | sandra.kube@io-warnemuende.de

Das IOW ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, zu der zurzeit 93 Forschungsinstitute und wissenschaftliche Infrastruktureinrichtungen für die Forschung gehören. Die Ausrichtung der Leibniz-Institute reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften. Bund und Länder fördern die Institute gemeinsam. Insgesamt beschäftigen die Leibniz-Institute etwa 19.100 MitarbeiterInnen, davon sind ca. 9.900 WissenschaftlerInnen. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,9 Mrd. Euro.

http://www.leibniz-gemeinschaft.de

Dr. Kristin Beck | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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