Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das Fett am Bauch ist kein Schwimmring: Einladung zum 7. Ulmer Adipositastag

07.11.2012
am Mittwoch, den 14. November 2012, um 18 Uhr
Villa Eberhardt, Heidenheimer Str. 80, 89075 Ulm

Jeder fünfte Deutsche ist stark übergewichtig, Tendenz steigend. Neben den offensichtlichen Einschränkungen, die starkes Übergewicht mit sich bringt, entsteht häufig eine Vielzahl von Begleiterkrankungen.

So gibt es Hinweise darauf, dass das Risiko für bestimmte Tumorarten und eine besondere Form der „Vermännlichung“ von Frauen bei starkem Übergewicht steigt.

Welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, erklären Ärzte beim 7. Ulmer Adipositastag. Sie haben auch gute Nachrichten: Das richtige körperliche Training hilft bei der Gewichtsreduktion. Und: Mit jedem Kilo weniger nehmen beispielsweise vorhandene Depressionen ab. Von Adipositas spricht man, wenn der Bodymass-Index über 30kg/m2 liegt (Körpergewicht geteilt durch Körperlänge in Metern zum Quadrat).

Die Fettreserven am Bauch sind nicht einfach ein Schwimmring, sondern arbeiten im Körper wie ein Organ. „Inzwischen gibt es vermehrte Hinweise darauf, dass vor allem die viszerale Adpositas, also das Bauchfett, Einfluss auf die Entstehung von Krebs im Magen-Darmtrakt hat“, erläutert Prof. Dr. Doris Henne-Bruns, Ärztliche Direktorin der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie. Ihre Klinik organisiert den 7. Ulmer Adipositastag für Ärzte und Betroffene.

Vermehrt ist bei stark übergewichtigen Frauen auch eine Stoffwechselstörung zu beobachten, die zu erhöhter Zystenbildung an den Eierstöcken, Zyklus- und Fruchtbarkeitsstörungen (Poly-Cystisches Ovarsyndrom) führen kann. Zudem kann eine vermehrte Produktion des männlichen Sexualhormons eine „Vermännlichung“ mit verstärktem Haarwuchs im Gesicht und am Körper zur Folge haben.

Thema des Adipositastages ist auch, welches körperliche Training Patienten am besten bei der Gewichtsreduktion helfen kann und welche chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten es gibt. „Wir nehmen eine Magenverkleinerung mit verschiedenen Verfahren beispielsweise nur vor, wenn Patienten so schwer sind, dass eine konservative Gewichtsabnahme kaum möglich ist“, erklärt Priv. Doz. Dr. Anna Maria Wolf, Oberärztin der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie.

„Wir schauen außerdem, ob die Patienten bereit sind, ihren Lebensstil zu ändern, die Operation als Chance dafür zu begreifen.“ Gewichtsreduktion, ob durch Diät oder Operation, ist auch für die übergewichtigen Menschen eine Chance, die an Depressionen leiden, die durch ihr Übergewicht hervorgerufen sind: Studien zeigen, dass diese Depression mit jedem Kilogramm weniger deutlich abnimmt.

In Deutschland ist bereits jedes zwölfte Kind viel zu schwer. Dennoch gibt es für ihre gesundheitlichen und sozialen Probleme kein überzeugendes wissenschaftlich basiertes Behandlungs- und Betreuungskonzept. Prof. Dr. Martin Wabitsch von der Ulmer Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin stellt ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Projekt vor, dass das Selbstwertgefühl der Betroffenen steigern will, eine frühzeitige Diagnose und Behandlung von Folgeerkrankungen bietet und die oft schwierige Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt fördert.

Der 7. Ulmer Adipositastag ist eine Fortbildungsveranstaltung für Ärzte, zu der auch interessierte Laien herzlich eingeladen sind. Im Anschluss besteht Gelegenheit zum Gespräch mit Ärzten und Vertretern von Selbsthilfegruppen. Im Anhang finden Sie das Programm. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht notwendig.

Petra Schultze

Universitätsklinikum Ulm
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Albert-Einstein-Allee 29
D - 89081 Ulm
Tel.: +49 - (0)731 – 500 43025
Fax: +49 - (0)731 – 500 43026
Mail: petra.schultze@uniklinik-ulm.de

Petra Schultze | idw
Weitere Informationen:
http://www.uniklinik-ulm.de
http://www.uniklinik-ulm.de/allgemeinchirurgie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Natürlich intelligent
19.10.2018 | Technische Universität Chemnitz

nachricht Rettungsdienst und Feuerwehr - Beschaffung von Rettungsdienstfahrzeugen, -Geräten und -Material
18.10.2018 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Auf dem Weg zu maßgeschneiderten Naturstoffen

Biotechnologen entschlüsseln Struktur und Funktion von Docking Domänen bei der Biosynthese von Peptid-Wirkstoffen

Mikroorganismen bauen Naturstoffe oft wie am Fließband zusammen. Dabei spielen bestimmte Enzyme, die nicht-ribosomalen Peptid Synthetasen (NRPS), eine...

Im Focus: Größter Galaxien-Proto-Superhaufen entdeckt

Astronomen enttarnen mit dem ESO Very Large Telescope einen kosmischen Titanen, der im frühen Universum lauert

Ein Team von Astronomen unter der Leitung von Olga Cucciati vom Istituto Nazionale di Astrofisica (INAF) Bologna hat mit dem VIMOS-Instrument am Very Large...

Im Focus: Auf Wiedersehen, Silizium? Auf dem Weg zu neuen Materalien für die Elektronik

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz haben zusammen mit Wissenschaftlern aus Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgarien) und Madrid (Spanien) ein neues, metall-organisches Material entwickelt, welches ähnliche Eigenschaften wie kristallines Silizium aufweist. Das mit einfachen Mitteln bei Raumtemperatur herstellbare Material könnte in Zukunft als Ersatz für konventionelle nicht-organische Materialien dienen, die in der Optoelektronik genutzt werden.

Bei der Herstellung von elektronischen Komponenten wie Solarzellen, LEDs oder Computerchips wird heutzutage vorrangig Silizium eingesetzt. Für diese...

Im Focus: Goodbye, silicon? On the way to new electronic materials with metal-organic networks

Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) in Mainz (Germany) together with scientists from Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgaria) and Madrid (Spain) have now developed and characterized a novel, metal-organic material which displays electrical properties mimicking those of highly crystalline silicon. The material which can easily be fabricated at room temperature could serve as a replacement for expensive conventional inorganic materials used in optoelectronics.

Silicon, a so called semiconductor, is currently widely employed for the development of components such as solar cells, LEDs or computer chips. High purity...

Im Focus: Blauer Phosphor – jetzt erstmals vermessen und kartiert

Die Existenz von „Blauem“ Phosphor war bis vor kurzem reine Theorie: Nun konnte ein HZB-Team erstmals Proben aus blauem Phosphor an BESSY II untersuchen und über ihre elektronische Bandstruktur bestätigen, dass es sich dabei tatsächlich um diese exotische Phosphor-Modifikation handelt. Blauer Phosphor ist ein interessanter Kandidat für neue optoelektronische Bauelemente.

Das Element Phosphor tritt in vielerlei Gestalt auf und wechselt mit jeder neuen Modifikation auch den Katalog seiner Eigenschaften. Bisher bekannt waren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Natürlich intelligent

19.10.2018 | Veranstaltungen

Rettungsdienst und Feuerwehr - Beschaffung von Rettungsdienstfahrzeugen, -Geräten und -Material

18.10.2018 | Veranstaltungen

11. Jenaer Lasertagung

16.10.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Ultraleichte und belastbare HighEnd-Kunststoffe ermöglichen den energieeffizienten Verkehr

19.10.2018 | Materialwissenschaften

IMMUNOQUANT: Bessere Krebstherapien als Ziel

19.10.2018 | Biowissenschaften Chemie

Raum für Bildung: Physik völlig schwerelos

19.10.2018 | Bildung Wissenschaft

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics