Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutschsprachige Audiologen, Neurootologen und Otologen treffen sich in Greifswald

09.11.2017

Zuverlässige Test- und Messverfahren bei der Qualitätssicherung von Cochlea-Implantat-Systemen im Fokus

Wer schwer oder gar nicht mehr hören kann, verliert den Kontakt zu seinen Mitmenschen. Diese soziale Komponente wiegt oft schwerer als die körperliche Einschränkung. Mit dem medizinischen Fortschritt gibt es aber zunehmend gute Möglichkeiten, die Schwerhörigkeit zu überwinden.


Der Audiologe Oliver C. Dziemba an einem Ohrmodell.

Foto: UMG/Hans-Werner Hausmann

Allerdings werden die Hörersatzsysteme immer filigraner und somit anfälliger. Wie kann man Fehlerquellen analysieren, eine einheitliche Qualitätssicherung garantieren und welche Erfolgskontrolle gibt es bei Patienten, die sich noch nicht oder nicht mehr ausreichend verständlich machen können, also beispielsweise Kleinkinder und ältere Menschen?

Das ist das Spezialgebiet der Audiologen, Neurootologen und Otologen, die am 17. und 18. November in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald (s. Programmlink) aus ganz Deutschland zu ihrer 39. Arbeitstagung zusammenkommen.

Die Audiometrie befasst sich mit dem Vermessen der menschlichen Hörfähigkeit, die Neurootologie ist das medizinische Spezialgebiet von der gesunden und der krankhaft gestörten Funktion der Kopfsinne und HNO-Ärzte, die sich überwiegend mit Ohrerkrankungen beschäftigen, werden als Otologen bezeichnet.

Experten sprechen von ca. 16 Millionen Menschen mit einer Hörminderung in Deutschland. Dabei sind auch Babys betroffen. Ein bis zwei von 1.000 Neugeborenen kommen mit einem Hörverlust auf die Welt. In Deutschland leben geschätzte 30.000 Menschen mit einem sogenannten Cochlea-Implantat, einer elektronischen Hörprothese für Kinder und Erwachsene mit hochgradigem Hörverlust.

„Auf unserer Arbeitstagung stehen objektive Messmethoden zur Diagnostik von Hörstörungen und bei der Hörprothesenversorgung im Vordergrund“, kündigte der Tagungsleiter Diplomingenieur Oliver C. Dziemba an. Die kontinuierlich steigende Anzahl von Patienten mit einem Cochlea-Implantat stellt eine große Herausforderung für die Sicherung der Versorgungsqualität dar.

„Die Qualitätssicherung vor, während und nach der Operation, aber auch im Rahmen der Anpassung und Kontrolle von Cochlea-Implantat-Systemen ist auch ein Forschungsschwerpunkt in Greifswald“, betonte der Leiter der Audiologischen Abteilung an der universitären HNO-Klinik. „Aktuelle Ergebnisse der wissenschaftlichen Studien sollen auf der zweitägigen Tagung vorgestellt werden.“

Tagungsprogramm: https://goo.gl/7PzHjP
39. Jahrestagung der Arbeitsgruppe ERA der Arbeitsgemeinschaft Deutschsprachiger Audiologen, Neurootologen und Otologen (ADANO) am 17./18. November 2017, Unimedizin Greifswald, Sauerbruchstraße, Hörsaal Nord

Weitere Informationen: http://www.adano.hno.org und http://www.ag-era.de

Foto: UMG/Hans-Werner Hausmann
Der Audiologe Oliver C. Dziemba an einem Ohrmodell - in der Hand hält er das Innenohr, das auch das Aushängeschild der ADANO ist, die die deutschsprachigen Audiologen, Neurootologen und Otologen vereint.

Tagungsleitung: Dipl.-Ing. Oliver C. Dziemba
Audiologe/Medizinphysiker (DGMP)
T +49 3834 86-62 89
E oliver.dziemba@uni-greifswald.de

Universitätsmedizin Greifswald
Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenkrankheiten, Kopf- und Halschirurgie
Ferdinand-Sauerbruch-Straße, 17475 Greifswald
Direktor: Prof. Dr. med. Werner Hosemann
T +49 3834-86 62 02
E hnosekr@uni-greifswald.de
http://www.medizin.uni-greifswald.de
http://www.facebook.com/UnimedizinGreifswald
Twitter @UMGreifswald

Constanze Steinke | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Personalisierte Implantologie – 32. Kongress der DGI
19.11.2018 | Deutsche Gesellschaft für Implantologie im Zahn-, Mund- und Kieferbereich e. V.

nachricht Internationale Konferenz diskutiert digitale Innovationen für die öffentliche Verwaltung
19.11.2018 | Universität Vechta

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nonstop-Transport von Frachten in Nanomaschinen

Max-Planck-Forscher entdecken die Nanostruktur von molekularen Zügen und den Grund für reibungslosen Transport in den „Antennen der Zelle“

Eine Zelle bewegt sich ständig umher, tastet ihre Umgebung ab und sendet Signale an andere Zellen. Das ist wichtig, damit eine Zelle richtig funktionieren kann.

Im Focus: Nonstop Tranport of Cargo in Nanomachines

Max Planck researchers revel the nano-structure of molecular trains and the reason for smooth transport in cellular antennas.

Moving around, sensing the extracellular environment, and signaling to other cells are important for a cell to function properly. Responsible for those tasks...

Im Focus: InSight: Touchdown auf dem Mars

Am 26. November landet die NASA-Sonde InSight auf dem Mars. Erstmals wird sie die Stärke und Häufigkeit von Marsbeben messen.

Monatelanger Flug durchs All, flammender Abstieg durch die Reibungshitze der Atmosphäre und sanftes Aufsetzen auf der Oberfläche – siebenmal ist das Kunststück...

Im Focus: Weltweit erstmals Entstehung von chemischen Bindungen in Echtzeit beobachtet und simuliert

Einem Team von Physikern unter der Leitung von Prof. Dr. Wolf Gero Schmidt, Universität Paderborn, und Prof. Dr. Martin Wolf, Fritz-Haber-Institut Berlin, ist ein entscheidender Durchbruch gelungen: Sie haben weltweit zum ersten Mal und „in Echtzeit“ die Änderung der Elektronenstruktur während einer chemischen Reaktion beobachtet. Mithilfe umfangreicher Computersimulationen haben die Wissenschaftler die Ursachen und Mechanismen der Elektronenumverteilung aufgeklärt und visualisiert. Ihre Ergebnisse wurden nun in der renommierten, interdisziplinären Fachzeitschrift „Science“ veröffentlicht.

„Chemische Reaktionen sind durch die Bildung bzw. den Bruch chemischer Bindungen zwischen Atomen und den damit verbundenen Änderungen atomarer Abstände...

Im Focus: Rasende Elektronen unter Kontrolle

Die Elektronik zukünftig über Lichtwellen kontrollieren statt Spannungssignalen: Das ist das Ziel von Physikern weltweit. Der Vorteil: Elektromagnetische Wellen des Licht schwingen mit Petahertz-Frequenz. Damit könnten zukünftige Computer eine Million Mal schneller sein als die heutige Generation. Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) sind diesem Ziel nun einen Schritt nähergekommen: Ihnen ist es gelungen, Elektronen in Graphen mit ultrakurzen Laserpulsen präzise zu steuern.

Eine Stromregelung in der Elektronik, die millionenfach schneller ist als heutzutage: Davon träumen viele. Schließlich ist die Stromregelung eine der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Personalisierte Implantologie – 32. Kongress der DGI

19.11.2018 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz diskutiert digitale Innovationen für die öffentliche Verwaltung

19.11.2018 | Veranstaltungen

Naturkonstanten als Hauptdarsteller

19.11.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Für eine neue Generation organischer Leuchtdioden: Uni Bayreuth koordiniert EU-Forschungsnetzwerk

20.11.2018 | Förderungen Preise

Nonstop-Transport von Frachten in Nanomaschinen

20.11.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie sich ein Kristall in Wasser löst

20.11.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics