Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Biomaterialien für biomedizinische Anwendungen

23.07.2014

Am 4. und 5. Dezember 2014 findet in Berlin ein trilaterales Symposium zum Thema “Architectured biomaterials, Medical and Tissue Engineering” statt.

Die Abteilung für Wissenschaft und Technologie der Französischen Botschaft in Berlin organisiert dieses Symposium gemeinsam mit den Partnern des Weimarer Dreiecks:

- Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam (Deutschland)

- Universität Grenoble (Frankreich)

- Technische Universität Warschau (Polen) 

Natürliche Materialien, wie Knochen, Knorpel, Seide oder Pflanzengewebe entwickeln sich in einer komplexen mehrschichtigen Struktur, die ihnen außergewöhnliche physikalische und mechanische Eigenschaften verleiht.

Diese innere Architektur ermöglicht es ihnen, sich an unterschiedliche biologische Bedürfnisse (mechanische Stabilität, Resorption und Bio-Integration) anzupassen, wodurch diese Biomaterialien zunehmend an Bedeutung für biomedizinische Anwendungen gewinnen. Sie sind jedoch schwierig zu synthetisieren, charakterisieren und zu modellieren. 

Vor diesem Hintergrund zielt das von der Wissenschaftsabteilung organisierte Symposium darauf ab, diese Themen sowie das Potential der Biomaterialien für die regenerative Medizin und das Tissue Engineering (Gewebezüchtung) [1] zu diskutieren.

Ein weiteres Ziel dieser Veranstaltung ist es, Diskussionen anzuregen und den wissenschaftlichen Austausch zu den jüngsten Forschungsergebnissen zu fördern. Zum Symposium werden Experten aus Wissenschaft, Forschung und Industrie erwartet. 

Wir laden alle interessierten Experten dazu ein, sich noch dem vor 5. November 2014 online zu registrieren unter:

http://www.wissenschaft-frankreich.de/de/formular/ (obligatorische und kostenlose Registrierung) 

Die Teilnehmer dieser Konferenz haben die Möglichkeit, ein A0-Poster zu präsentieren, das die Forschungsaktivitäten ihrer Gasteinrichtung (Team, Abteilung etc.) vorstellt. Bitte senden Sie Ihre Vorschläge (einschließlich Titel, Autoren, Kooperationen und Kurzbeschreibung) bis zum 15. September 2014 an louis.thiebault@diplomatie.gouv.fr. Die Auswahl wird von den wissenschaftlichen Koordinatoren (P. Fratzl, D. Favier, W. Swieszkowski) vorgenommen. Die Ergebnisse werden am 15. Oktober 2014 bekannt gegeben.

Programm:

Grußwort eines Repräsentanten der Französischen Botschaft

Einführung – Staatliche Förderung des Biomaterialien-Sektors in Deutschland

Régis Cartier (VDI Technologiezentrum GmbH – Projektträger im Auftrag des Bundesministerium für Bildung und Forschung – Deutschland)

Struktur der Biomaterialien – Einführung Peter Fratzl (Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam – Deutschland)

Themenrunde 1: Architectured Ceramic Biomaterials (Struktur keramischer Biomaterialien)

Vorsitz: Wojciech Swieszkowski (Technische Universität Warschau – Polen)

Redner: Jérôme Chevalier (INSA Lyon – Frankreich), Aldo Boccaccini (Universität Erlangen-Nürnberg – Deutschland), Witold Lojkowski (Institut für Hochdruckphysik der Polnischen Akademie der Wissenschaften – Polen)

Themenrunde 2: Multiscale Polymeric Biomaterials (Mehrschichtige polymere Biomaterialien)

Vorsitz: Denis Favier (Universität Grenoble – Frankreich)

Redner: Carsten Werner (IPF Dresden – Deutschland), Miroslawa El Fray (Westpommersche Technische Universität Stettin – Polen), Benjamin Nottelet (Universität Montpellier 1 – Frankreich)

Themenrunde 3: Materials for Stem Cell Manipulation or Regeneration (Materialien für die Stammzellmanipulation bzw. –Regeneration)

Vorsitz: Peter Fratzl (Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam – Deutschland)

Redner: Malgorzata Lewandowska-Szumiel (Medizinische Universität Warschau – Polen), Didier Letourneur (Universität Paris 13 – Frankreich), James Kirkpatrick (Universität Mainz – Deutschland)

Themenrunde 4: Architectured Surfaces (Strukturierte Oberflächen)

Vorsitz: Wojciech Swieszkowski (Technische Universität Warschau – Polen)

Redner: Thomas Boudou (Grenoble INP- Frankreich), Aranzazu Del Campo (Max-Planck-Institut für Polymerforschung in Mainz – Deutschland), Tomasz Ciach (Technische Universität Warschau – Polen)

Themenrunde 5: Metallic Biomaterials (Metallische Biomaterialien)

Vorsitz: Denis Favier (Universität Grenoble – Frankreich)

Redner: Frank Witte (Charité – Universitätsmedizin Berlin – Deutschland), Jan Dutkiewicz (Institut für Metallurgie und Materialwissenschaften, Polnische Akademie der Wissenschaften, Krakau – Polen), Thierry Gloriant (INSA Rennes – Frankreich)

Themenrunde 6: Systems Approaches (Systemlösungen)

Vorsitz: Peter Fratzl (Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam – Deutschland)

Redner: Krzysztof Kurzydlowski (Nationales Zentrum für Forschung und Entwicklung, Warschau – Polen), Donald Martin (Universität Grenoble – Frankreich), Thomas Lenarz (Medizinische Universität Hannover – Deutschland)

Themenrunde 7: Round Table discussion on the perspectives of architectured biomaterials (Runder Tisch zu den Perspektiven strukturierter Biomaterialien)

Vorsitz: Yves Brechet (Behörde für Atomenergie und alternative Energien/CEA – Frankreich)

- Maurice Bérenger (CEO PROTIPMEDICAL – Frankreich)

- Heinrich Planck (CEO Polymedics Innovations GmbH – Deutschland)

- Krzysztof Kurzydlowski (Direktor des Nationalen Zentrums für Forschung und Entwicklung – Polen)

- Georg Duda (Direktor des Julius Wolff Instituts der Charité – Universitätsmedizin Berlin – Deutschland)

- Didier Letourneur (Direktor des Labors für translationale vaskuläre Forschung, INSERM Paris – Frankreich)

[1] Ziel der Gewebezüchtung (tissue engineering) ist es, aus körpereigenen Zellen biologische Ersatzgewebe (Haut, Knorpel, Luftröhre etc.) zu entwickeln, um geschädigte oder ausgefallene Gewebe- oder Organfunktionen zu unterstützen oder zu ersetzen. (Quelle: Deutscher Ethikrat – http://www.ethikrat.org/themen/forschung-und-technik/gewebezuechtung)

Kontakt:

-Jolanta Lewandowska, Wissenschaftsattachée an der Französischen Botschaft in Berlin; Jolanta.lewandowska@diplomatie.gouv.fr; Tel.: +49 30 590 03 92 55 

Quelle: Abteilung für Wissenschaft und Technologie in Berlin

Redakteur: Louis Thiebault, louis.thiebault@diplomatie.gouv.fr

Wissenschaft-Frankreich (Nummer 273 vom 22. Juli 2014)
Französische Botschaften in Deutschland und Österreich

Louis Thiebault | Wissenschaft Frankreich
Weitere Informationen:
http://www.wissenschaft-frankreich.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte
13.07.2018 | Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

nachricht Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen
12.07.2018 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Im Focus: Magnetische Wirbel: Erstmals zwei magnetische Skyrmionenphasen in einem Material entdeckt

Erstmals entdeckte ein Forscherteam in einem Material zwei unabhängige Phasen mit magnetischen Wirbeln, sogenannten Skyrmionen. Die Physiker der Technischen Universitäten München und Dresden sowie von der Universität zu Köln können damit die Eigenschaften dieser für Grundlagenforschung und Anwendungen gleichermaßen interessanten Magnetstrukturen noch eingehender erforschen.

Strudel kennt jeder aus der Badewanne: Wenn das Wasser abgelassen wird, bilden sie sich kreisförmig um den Abfluss. Solche Wirbel sind im Allgemeinen sehr...

Im Focus: Neue Steuerung der Zellteilung entdeckt

Wenn eine Zelle sich teilt, werden sämtliche ihrer Bestandteile gleichmässig auf die Tochterzellen verteilt. UZH-Forschende haben nun ein Enzym identifiziert, das sicherstellt, dass auch Zellbestandteile ohne Membran korrekt aufgeteilt werden. Ihre Entdeckung eröffnet neue Möglichkeiten für die Behandlung von Krebs, neurodegenerative Krankheiten, Alterungsprozessen und Virusinfektionen.

Man kennt es aus der Küche: Werden Aceto balsamico und Olivenöl miteinander vermischt, trennen sich die beiden Flüssigkeiten. Runde Essigtropfen formen sich,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

Materialien für eine Nachhaltige Wasserwirtschaft – MachWas-Konferenz in Frankfurt am Main

11.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vertikales Begrünungssystem Biolit Vertical Green<sup>®</sup> auf Landesgartenschau Würzburg

16.07.2018 | Architektur Bauwesen

Feinstaub macht Bäume anfälliger gegen Trockenheit

16.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Krebszellen Winterschlaf halten

16.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics