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Hochschulpatente auf neuen Wegen in die Wirtschaft

30.05.2007
TechnologieAllianz – Aktiv für eine erfolgreiche Patentverwertung auf vielen Kanälen

Teilnahme an Intellectual Property Auction München, European BioPerspectives 2007 Köln und 7. ASTP-Jahreskonferenz Heidelberg

Der Verband der deutschen Technologie- und PatentVerwertungsAgenturen TechnologieAllianz e.V. erschließt neue Verwertungskanäle für Hochschulpatente und baut sein Netzwerk zur Optimierung der Verwertungsinfrastruktur sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene aus.

Fünf Mitglieder der TechnologieAllianz loteten kürzlich das Potenzial einer Live-Auktion für Patente, Lizenzen und Markenrechte aus. Als Auktionäre traten sie mit insgesamt 11 Schutzrechten auf der ersten in Europa stattfindenden Patentbörse in München auf und versteigerten attraktive Neuerungen aus den Bereichen Medizin/-technik, Informationstechnologie, Werkstoffe & Werkstofftechnik sowie Prozess- & Automatisierungstechnik.

Die Verwertung von Lizenzen und Schutzrechten in Form einer Auktion ist eine relativ junge Idee. Auf der Suche nach Strategien und Maßnahmen, die dazu beitragen, den Transfer von Erfindungen und Know-how aus den Hochschulen in die Wirtschaft noch schneller und effizienter zu erreichen, lassen die TechnologieAllianz und ihre Mitglieder keine Möglichkeit ungenutzt und sind für neue und innovative Wege im Technologietransfer offen. Die mit der ersten europäischen Patentbörse gemachten Erfahrungen bestätigen für TA-Geschäftsstellenleiterin Stefanie Zenk das Potenzial dieses neuen Verwertungswegs. "Es hat sich gezeigt, dass eine Patentauktion für bestimmte Erfindungen ohne Weiteres eine probate Vermarktungsvariante und damit eine brauchbare Ergänzung der bisher bestehenden Verwertungsformen sein kann. Die TechnologieAllianz wird die zukünftige Entwicklung dieses noch sehr jungen Verwertungskanals daher mit entsprechendem Interesse begleiten."

Mit einem eigenen Stand wird die TechnologieAllianz zudem vom 31. Mai bis 1. Juni auf der in Köln stattfindenden dritten BioPerspectives Konferenz vertreten sein. Diese wird heute durch die im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft stattfindende Konferenz "En Route To The Knowledge-Based Bioeconomy" eröffnet. Ein besonderer Schwerpunkt der von der Dechema veranstalteten European BioPerspectives 2007 liegt auf dem Technologietransfer und dem Partnering im Bereich der Life Sciences. Auf der im Rahmen der Konferenz stattfindenden Industrieausstellung wird die Kaiserslauterer IMG u.a. eine neuartige Wirkstoffklasse mit entzündungshemmenden Eigenschaften sowie neue Therapieansätze für Lungenmelanome und Asthma präsentieren. Die Göttinger Patentverwertungsagentur MBM ScienceBridge stellt u.a. ein Verfahren zur Antikörper-Therapie für Multiple Sklerose und einen neuartigen Früherkennungsmarker für die Tumordiagnose vor. Die Rostocker PVA Mecklenburg-Vorpommern tritt u.a. mit neuen Arzneimitteln zur Prophylaxe und Therapie einer Immunparalyse (z.B. einer Blutvergiftung) sowie einem Zytotoxizitätstest an. Und die Potsdamer ZAB Brainshell bietet u.a. ein Verfahren zur Minimierung von Pflanzenschäden und ein Sauerstoffmangelmesssystem zur Überwachung der Pflanzenvitalität an.

Darüber hinaus wird der Vorstandsvorsitzende der TechnologieAllianz, Alfred Schillert, auf der ebenfalls vom 31. Mai bis 1. Juni in Heidelberg stattfindenden ASTP-Jahreskonferenz der Association of European Science & Technology Transfer Professionals einen Vortrag über Outsourcing im Technologietransfer halten. Seine Beteiligung an der unter das Motto "Best Practices in Transfer of Science and Technology" gestellten Veranstaltung sieht Schillert als einen Beitrag, "mit dem sich die TechnologieAllianz auch im internationalen Rahmen für eine Steigerung der Verwertungsqualität sowie eine Intensivierung der Zusammenarbeit bei der Entwicklung neuer Ansätze im Technologietransfer engagiert."

Über die TechnologieAllianz

Die TechnologieAllianz ist der Verband deutscher Technologie- und PatentVerwertungsAgenturen. 1994 von acht Forschungs- und Technologieeinrichtungen als Kooperationsverbund zur Verwertung von Technologien gegründet, führt das bundesweite Netzwerk seit 1999 die Rechtsform eines eingetragenen Vereins. Die 26 Mitglieder der TechnologieAllianz vertreten über 200 wissenschaftliche Einrichtungen mit mehr als 100.000 patentrelevanten Wissenschaftlern und erschließen Unternehmen das gesamte Spektrum innovativer Forschungsergebnisse deutscher Hochschulen und außeruniversitärer Forschungsstätten. Kooperationen mit Partnerverbänden, wie dem Verband der Innovations- und Technologieberatungs-Organisationen Deutschlands VITO e.V., der Deutschen Gesellschaft zur Zertifizierung von Management Systemen DQS oder dem in Brüssel ansässigen Verband der europäischen Wissenstransfereinrichtungen ProTon Europe dienen der Optimierung der Verwertungsinfrastruktur. Im Rahmen der Patentverwertungsoffensive wurden die Patent- und VerwertungsAgenturen zwischen 2002 und 2006 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt. Im März 2006 ging die Federführung des Projekts auf das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie über. Eine Auswahl von Technologieangeboten kann unter www.technologieallianz.de eingesehen beziehungsweise auf Nachfrage bei der TechnologieAllianz-Geschäftsstelle angefordert werden.

Weitere Informationen:

TechnologieAllianz e.V.
Stefanie Zenk
c/o ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH
Steinstraße 104-106
14480 Potsdam
Tel.: +49 (0) 331 660-38 16
Fax: +49 (0) 331 660-32 02
E-Mail: zenk@technologieallianz.de

Stefanie Zenk | TechnologieAllianz e.V.
Weitere Informationen:
http://www.technologieallianz.de

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