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’Feuerpflanzen’ und Aliens - offene Türen bei TERRAMARE

05.07.2005


Ankündigungsplakat (Dr. S. Riexinger, TERRAMARE)


Poster Fremdlinge im und am Wattenmeer (Dr. S. Riexinger, TERRAMARE)


Tag der offenen Tür am kommenden Sonntag, dem 10. Juli, am Wilhelmshavener Forschungszentrum TERRAMARE.

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Die Aliens sind unter uns - keine schleimigen grünen Männchen oder oder gar monströse Geschöpfe mit in Science-Fiction-Manier alles verätzendem Blut. Nein, die Fremdlinge, von denen hier die Rede ist, kommen zumeist stiller und oft zunächst unbemerkt. Am kommenden Sonntag, dem 10. Juli, erfährt man mehr, wenn das Wilhelmshavener Forschungszentrum TERRAMARE zwischen 10.00h und 17.00h einmal mehr seine Pforten für Interessierte öffnet. Fremde Pflanzen und Tiere aus dem marinen Bereich und Umfeld sind es, von denen manche zumindest einige heimische Arten der heimischen Flora und Fauna langsam zu unterwandern drohen. Sie werden werden ein Thema dieses Tages der offenen Tür am Forschungszentrum sein

Mit Filmen, Modellen, Postern, Computerpräsentationen und über die Vorstellung wissenschaftlichen Geräts erhält der Besucher einen Eindruck sowohl von den abwechslungsreichen Aufgaben TERRAMAREs als auch von der Vielgestaltigkeit des Lebens im Meer. Selbstverständlich stehen TERRAMARE-Mitarbeiter Rede und Antwort rund um ihre Arbeit und das Thema Meeresforschung.


Mit von der Partie sind darüber hinaus Mitgliedseinrichtungen des Forschungszentrums: Das ICBM der Universität Oldenburg, die beiden Abteilungen des Wilhelmshavener Senckenberg-Instituts (Meeresforschung und Deutsches Zentrum für marine Biodiversitätsforschung), die Nationalparkverwaltung, das Institut für Vogelforschung und auch das Niedersächsische Landesamt für Bodenforschung in Hannover werden Einblicke in ihre wissenschaftliche Arbeit geben. - ,’Mitgliedseinrichtungen’, ein wichtiges Stichwort: TERRAMARE ist keine typische Meeresforschungseinrichtung, sondern unterstützt vorrangig seine Mitglieder auf verschiedene Weise. Dazu erfährt der Besucher am Sonntag ebenfalls mehr.

Etwas zu gewinnen gibt es auch: Wer einen kleinen Fragebogen zu ’Fremdlingen im und am Wattenmeer’ richtig beantwortet (und die Antworten findet man spätestens an verschiedenen Stationen im Forschungszentrum), der kann ein Poster zum Thema mit nach Hause nehmen. In diesem Zusammenhang gehen Forscher des Wilhelmshavener Forschungsinstituts Senckenberg momentan der Frage nach, ob zukünftig anstelle der Miesmuschel eher die Pazifische Auster auf dem Teller des Meeresfrüchteliebhabers landet. Das Schalentier aus dem Stillen Ozean besiedelt zur Zeit zunehmend Miesmuschelbänke. - Darüber hinaus erfährt man etwas über die Spurensuche der Wissenschaftler, um zum Beispiel Schadstoffe von deren Einleitung in einen Fluß bis zum Transport ins Meer zu verfolgen. Relativ einfach gebaute chemische Verbindungen, wie sie etwa in Maggi-Würze vorkommen, können genutzt werden, um zum Beispiel das Alter von Muschelschalen zu bestimmen. Wie? Und was sind Feuerpflanzen? Antworten erhält der Besucher am Sonntag. - Was passiert, wenn man einen lange eingedeichten Inselpolder dem Meer zurückgibt? Welche Auswirkungen haben Massenentwicklungen von Quallen? Kann man das Lebensmittel Meeresfisch wirtschaftlich an Land heranziehen, um die Meere zu entlasten? Wie die Forscher diesen Fragen nachgehen, auch dazu gibt es Informationen.

Dabei sind ebenfalls Firmen mit maritimen Produkten, teils wegen ihre Nähe zu den Meereswissenschaften, teils um den Besuchern einen Eindruck zu vermitteln, das Meeresforschung auch in Produkte des alltäglichen Bedarfs münden kann. Meeresüberwachung (Optimare GmbH) spielt hier genauso eine Rolle wie etwa antibakterielle Substanzen aus Krabbenschalen in einer neuartigen Zahnpasta (Chitodent Vertriebs-GmbH i.G.), Wellness-Produkte aus Seegras (Aquazosta GmbH) oder eine Algenextrakt-haltige Salbe (O’Well), die die Symptome von Neurodermitis lindern kann.

Auch das Wilhelmshavener Wattenmeerhaus wird TERRAMARE mit weiteren Mitmachaktionen und Wattenprodukten dabei unterstützen, den kommenden Tag der offenen Tür zu einer gelungenen Veranstaltung für Jung und Alt werden zu lassen. An Familien mit kleinen Kindern ist ebenso gedacht - es gibt ein Kinderkarussell - wie an das leibliche Wohl: Ein Fischimbiss hält maritime Leckereien bereit.

Die Mitarbeiter des Forschungszentrums TERRAMARE freuen sich auf viele interessierte Besucher und einen ereignisreichen Sonntag. Geöffnet ist das Haus in der Wilhelmshavener Schleusenstraße 1 (Wegweisung Richtung Helgolandkai) in der Zeit zwischen 10.00h und 17.00h.

Dr. Sibet Riexinger | idw
Weitere Informationen:
http://www.terramare.de

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