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Experten der Atmosphären- und Laserforschung treffen sich zu einem internationalen Arbeitstreffen

06.03.2003


Treffen des Expertennetzwerkes "Lidarforschung Wasserdampf und Wind" am 10. und 11. März 2003



Experten aus den Gebieten der Laserentwicklung und der Atmosphärenforschung werden in der kommenden Woche wieder zu einem Arbeitstreffen zusammen kommen, um sich mit der Laserfernerkundung von Wasserdampf und Wind zu befassen. Prof. Dr. Volker Wulfmeyer vom Institut für Physik und Meteorologie der Universität Hohenheim hat 30 anerkannte Spezialisten eingeladen, um die Wetter- und Klimaforschung durch den Einsatz neuartiger Laserfernerkundungssysteme voranzutreiben.

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In der Atmosphärenforschung klaffen gerade da erhebliche Wissenslücken, wo es um das wichtigste Treibhausgas geht: Der Wasserdampf ist in seiner vierdimensionalen Verteilung noch immer ungenügend erforscht. Gleiches gilt für eine weitere atmosphärische Schlüsselkomponente, den Wind. Entscheidende Fortschritte sowohl in der Klima- als auch in der Wetterforschung können nur dann erzielt werden, wenn es gelingt, mehr Licht in die Strukturen des Wasserdampf- und Windfeldes zu bringen. Erforderlich hierfür sind Messgeräte einer neuen Generation, die genauere und höher aufgelöste Messungen beider Komponenten ermöglichen.

In ganz Deutschland, besonders aber am Institut für Physik und Meteorologie der Univer-sität Hohenheim, herrscht zurzeit Aufbruchstimmung unter den Atmosphärenforschern. In den letzten Jahren wurden durch Verbesserungen in der La-sertechnologie gewaltige Fortschritte bei der aktiven Fernerkundung von Wasserdampf und Wind erzielt. Faszinierende Projekte, die noch vor kurzem wie Science Fiction anmuteten, sind nun in greifbare Nähe gerückt. Dazu gehört unter anderem die Entwicklung eines Wasserdampf-Fernerkundungssystems aus dem Weltall, das sogenannte WALES (Water Vapour Lidar Experiment in Space)-Projekt, das von der Europäischen Weltraumbehörde ESA gegenwärtig evaluiert wird. Über Prof. Wulfmeyer, der als einer von mehreren Experten in das internationale Beraterteam der ESA berufen wurde, fließen die Forschungsergebnisse der Universität Hohenheim unmittelbar in dieses wissenschaftliche Pionierprojekt ein.

Im letzten Jahr hat Prof. Wulfmeyer erstmalig die führenden Experten Deutschlands aus Wissenschaft und Industrie an einem transdisziplinären Arbeitstreffen nach Hohenheim eingeladen. Der intensive zweitägige Erfahrungsaustausch zwischen Spezialisten auf den Gebieten der Hochleistungslasertechnik, der Entwicklung aktiver Fernerkundungssysteme und der theoretischen Meteorologie war ein Novum in der deutschen Forschungslandschaft. Angeregt durch die fruchtbaren Diskussionen in kleinen Gruppen schlossen sich die Teilnehmer zu dem Expertennetzwerk "Lidarforschung Wasserdampf und Wind" zusammen, das inzwischen schon viele Forschungsinitiativen gestartet hat. Längst ist das Netzwerk über die deutschen Grenzen hinausgewachsen, so dass am zweiten Arbeitstreffen amerikanische, italienische, schottische und französische Wissenschaftler teilnehmen werden.

Die Veranstaltung beginnt am Montag, dem 10. März 2003, mit Vorträgen über aktuelle Entwicklungen in den verschiedenen Forschungssparten.

Am Dienstag, dem 11. März 2003, werden zusammen mit Vertretern potenzieller Drittmittelgeber in kleinen Gruppen konkrete Konzepte für Forschungsinitiativen ausgearbeitet. Nach dem vielversprechenden Auftakttreffen darf erwartet werden, dass die Universität Hohenheim auch mit diesem zweiten Arbeitstreffen neue Impulse in die Forschungslandschaft bringen wird.

Klaus H. Grabowski | idw

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