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Katastrophenvorsorge und Industriegesellschaft

07.10.2002


Deutsches Komitee für Katastrophenvorsorge


GeoForschungsZentrum Potsdam


Katastrophenvorsorge und Industriegesellschaft

Am GeoForschungsZentrum Potsdam findet vom 07. bis zum 09. Oktober das "3. Forum Katastrophenvorsorge" statt. In dieser gemeinsamen Veranstaltung des Deutschen Komitees für Katastrophenvorsorge (DKKV) und des GFZ Potsdam stehen die Katastrophenvorsorge unserer Industriegesellschaft und die Möglichkeiten und Verantwortung der Industriegesellschaft für die Katastrophenvorsorge in Entwicklungsländern im Mittelpunkt.


Die Elbe-Flutkatastrophe vom August, der Berliner Gewittersturm vom Juli und das Erdbeben bei Aachen vom Juli dieses Jahres zeigen, dass auch Deutschland von extremen Naturereignissen getroffen werden kann. Entscheidungsträger in Katastrophenschutz und Politik stehen im Ernstfall vor der Aufgabe, schnell und zielgerichtet Maßnahmen einleiten zu müssen.

In der Katastrophenvorsorge und bei der Bewältigung eingetretener Schäden spielt die Wissenschaft eine immer wichtigere Rolle. Die Tagung forciert daher den interdisziplinären Dialog von Wissenschaftlern aus Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften mit Entscheidungsträgern und operativen Führungskräften aus Politik, Katastrophenschutz, Medizin und Versicherungswirtschaft. Ziel ist es, einen Beitrag zum gemeinsamen Verständnis der komplexen Wechselwirkungen zwischen Gefährdung und Vulnerabilität zu leisten, der die Entwicklung nachhaltiger Konzepte für die Katastrophenvorsorge ermöglicht.

Das DKKV als fach- und organisationsübergreifende Plattform für Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Medien zur Verbesserung der Katastrophenvorsorge in Deutschland sieht sich hier in der Verantwortung. Auch das GFZ Potsdam greift diese wichtige gesellschaftliche und wissenschaftliche Aufgabe auf: noch in diesem Jahr wird das GeoForschungsZentrum zusammen mit der Universität Karlsruhe ein gemeinsames Center of Disaster Management and Risk Reduction Technologies gründen.

Am Ende der Tagung (09. 10. 2002) steht der Gefahrentag 2002, die deutsche Beteiligung am weltweiten "International Desaster Reduction Day" der Vereinten Nationen. Das Leitthema dieses Tages in Potsdam ist die Elbeflut. Hier hat sich gezeigt, dass die verschiedenen Flächennutzungen entlang der Gewässer generell schlecht auf ein solches Naturereignis vorbereitet waren. Aufschwimmende Öltanks, untergegangene Notstromaggregate und eine mangelnde Versicherungsdeckung sind hausgemachte Probleme, die eine Lücke in den Vorsorgekonzepten auch in der deutschen Gesellschaft deutlich machen.

In öffentlichen Vorträgen am "Gefahrentag" geben Experten aus unterschiedlichen Perspektiven ihre Antworten darauf, was wir von der Elbeflut im Umgang mit extremen Naturereignissen für die Zukunft lernen können. In einem Forum: "Hochwasserkatastrophe - Was müssen wir ändern?" diskutieren Teilnehmer aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung und betroffene Bürger. Ergänzt werden diese Vorträge durch eine Ausstellung im Freigelände am GeoForschungsZentrum mit Einsatzfahrzeugen und Gerätschaften der Feuerwehr Potsdam sowie des THW Berlin-Brandenburg.

Dipl.Met. Franz Ossing | idw
Weitere Informationen:
http://www.gfz-potsdam.de/forum2002/

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