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Polymer saugt Quecksilber aus Wasser und Boden

21.10.2015

Günstige Herstellung aus Industrieabfällen, Schwefel und Limonenen

Ein neues, günstiges, ungiftiges Polymer soll zur Waffe im Kampf gegen Quecksilber-Verunreinigung werden. Das Material saugt Metall aus Wasser und Erde auf und besteht aus industriellem Abfall, Schwefel und Limonenen.


Bohrinsel: Abfälle säubern Wasser (Foto: pixelio.de/Katharina Wieland Müller)

Laut den Entwicklern der Flinders University http://flinders.edu.au  verfärbt sich das Material beim Absorbtionsprozess von Quecksilber zudem von dunklem Rot in ein grelles Gelb.

Zuverlässiger Detektor

Das Polymer ist laut den Experten wegen der globalen Überfülle von Schwefel- und Limonenenabfall sehr billig herzustellen. "Großräumige Umweltreinigungen sowie Ummantelungen von Wasserrohren, die regionales beziehungsweise Abwasser transportieren oder auch die Säuberung großer Wasserstellen von Quecksilber, können somit kostengünstig erbracht werden", erläutert Justin Chalker, der Hauptentwickler des neuen "Wundermaterials".

Mehr als 70 Mio. Tonnen Schwefel und 70.000 Tonnen von Limonenen werden jährlich von der Mineralölindustrie erzeugt. "Es ist daher nicht nur das neue Polymer, das das Quecksilberproblem löst, sondern auch die Umwandlung von Abfallstoffen in etwas Sinnvolles", so Chalker.

Ein anderer Zusatznutzen sei der durch die chemische Reaktion entstehende Gelbton, der sich als zuverlässiger Detektor für Quecksilber in Regionen einsetzen lässt, in denen eine Verunreinigung angenommen wird.

Breites Anwendungsfeld

Die Säuberung des Wassers von Quecksilber hat signifikante Implikationen auf die menschliche Gesundheit und das Wohlergehen, nachdem erwiesen ist, dass Quecksilber das zentrale Nervensystem nachhaltig schädigt und vor allem für Schwangere und Kinder eine große Gesundheitsgefahr darstellt. Die Anwendungspalette ist demnach äußerst groß.

Christian Sec | pressetext.redaktion

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