Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BfN startet neue Schriftenreihe "Naturschutz und Biologische Vielfalt"

23.09.2004


Mit einer Veröffentlichung zur Agro-Gentechnik startet das Bundesamt für Naturschutz (BfN) heute seine neue Schriftenreihe "Naturschutz und Biologische Vielfalt". Sie löst die bisherigen Schriften des BfN - "Schriftenreihe für Vegetationskunde", "Schriftenreihe für Landschaftspflege und Naturschutz", "Angewandte Landschaftsökologie" ab. "Künftig werden wir alle wissenschaftlichen Arbeitsergebnisse aus Fremd- und Eigenforschung in einer einzigen Schriftenreihe publizieren. Damit tragen wir auch in diesem Bereich dem integrativen Naturschutzverständnis, das wir als Amt konsequent verfolgen, Rechnung", sagte BfN-Präsident, Professor Dr. Hartmut Vogtmann.


Der Erhalt der biologischen Vielfalt - auch als Biodiversität bezeichnet - , ist spätestens seit der UN-Konferenz von Rio de Janeiro das Ziel von Naturschutzmaßnahmen. Dazu gehören der Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenarten, Biotoptypen und Landschaftsbestandteile ebenso wie z.B. die nachhaltige Nutzung genetischer Ressourcen, eine nutzungs- und schutzorientierte Zusammenarbeit mit Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Jagd, Fremdenverkehr, Sport, Straßenbau oder Wasserwirtschaft und die Integration von Naturschutzaspekten in gesellschaftliches Handeln. Dieser breiten Themenpalette wird mit der neuen Schriftenreihe "Naturschutz und Biologische Vielfalt" ein gemeinsames Publikationsmedium zur Verfügung gestellt .

Bei der aktuellen Diskussion um Risiken der Agro-Gentechnik werden mögliche Gefahren für die Biologische Vielfalt noch zu wenig beachtet. Das BfN beginnt daher die neue Schriftenreihe sehr bewusst mit dem Thema "Naturschutz und Gentechnik", zu dem auch künftig regelmäßig Beiträge erscheinen werden. Dem BfN kommt im Rahmen des Gentechnikgesetzes die Aufgabe zu, Auswirkungen der Freisetzung und des Inverkehrbringens von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) naturschutzfachlich zu bewerten.


Für die Einschätzung der Nutzung von gentechnisch veränderten Organismen sind standardisierte Bewertungsgrundlagen und eine einheitliche Definition des Begriffs "Ökologischer Schaden" notwendig. Hierzu werden im vorliegenden Werk Anregungen aus internationaler Sicht gegeben. In die Beiträge sind Ergebnisse aus unterschiedlichen Forschungsrichtungen - wie beispielsweise der Risikoforschung und der Ethik - eingeflossen. Somit liefert diese Zusammenstellung von Beiträgen eine gute Grundlage für die Erarbeitung von Bewertungskriterien für gentechnisch veränderte Organismen aus Naturschutzsicht.

Bezugsquelle:
Broder Breckling & Richard Verhoeven: Risk Hazard Damage - Specification of Criteria to Assess Environmental Impact of Genetically Modified Organisms.
2004, 256 Seiten, Euro 20,- Landwirtschaftsverlag (Münster) ISBN 3-7843-3901-8

Franz August Emde | idw
Weitere Informationen:
http://www.bfn.de

Weitere Berichte zu: Agro-Gentechnik BfN Biologische Organismus Schriftenreihe

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Das Hochwasserrisiko besser abschätzen
17.09.2018 | Ruhr-Universität Bochum

nachricht Pflanzensamen überstehen Maschinenwäsche - Ausbreitung invasiver Arten an Kleidung
11.09.2018 | Gesellschaft für Ökologie e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Im Focus: Bio-Kunststoffe nach Maß

Zusammenarbeit zwischen Chemikern aus Konstanz und Pennsylvania (USA) – gefördert im Programm „Internationale Spitzenforschung“ der Baden-Württemberg-Stiftung

Chemie kann manchmal eine Frage der richtigen Größe sein. Ein Beispiel hierfür sind Bio-Kunststoffe und die pflanzlichen Fettsäuren, aus denen sie hergestellt...

Im Focus: Patented nanostructure for solar cells: Rough optics, smooth surface

Thin-film solar cells made of crystalline silicon are inexpensive and achieve efficiencies of a good 14 percent. However, they could do even better if their shiny surfaces reflected less light. A team led by Prof. Christiane Becker from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) has now patented a sophisticated new solution to this problem.

"It is not enough simply to bring more light into the cell," says Christiane Becker. Such surface structures can even ultimately reduce the efficiency by...

Im Focus: Mit Nano-Lenkraketen Keime töten

Wo Antibiotika versagen, könnten künftig Nano-Lenkraketen helfen, multiresistente Erreger (MRE) zu bekämpfen: Dieser Idee gehen derzeit Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen (UDE) und der Medizinischen Hochschule Hannover nach. Zusammen mit einem führenden US-Experten tüfteln sie an millionstel Millimeter kleinen Lenkraketen, die antimikrobielles Silber zielsicher transportieren, um MRE vor Ort zur Strecke zu bringen.

In deutschen Krankenhäusern führen die MRE jährlich zu tausenden, teils lebensgefährlichen Komplikationen. Denn wer sich zum Beispiel nach einer Implantation...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Experten der Orthopädietechnik tagen in Göttingen

19.09.2018 | Veranstaltungen

Von den Grundlagen bis zur Anwendung - Internationale Elektrochemie-Tagung in Ulm

18.09.2018 | Veranstaltungen

Unbemannte Flugsysteme für die Klimaforschung

18.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Fester Platz im Unternehmen - 36 Auszubildende und Studierende der Friedhelm Loh Group erhalten Zeugnisse

19.09.2018 | Unternehmensmeldung

Virtual Reality ohne Kopfschmerz oder Simulationsübelkeit

19.09.2018 | Informationstechnologie

Kaiserslauterer Architekten setzen Holzkuppel dank Software einfach wie Puzzle zusammen

19.09.2018 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics