Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Rapsöl mit Doppelleben - Vom Motoröl zum Treibstoff - Umweltfreundlichkeit inklusive

07.02.2001


... mehr zu:
»FNR
Plantotronic heißt die neue Dieselmotorenschmierung, mit der der Fuchs Dea GmbH ein entscheidender Schritt in Richtung Umweltfreundlichkeit gelungen ist. Das Verfahren macht es erstmals möglich, Pflanzenöl als
Motorenöl einzusetzen. Ein weiterer Clou des mit Unterstützung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) erfolgreich abgeschlossenen Vorhabens: stoffliche und energetische Nutzung eines nachwachsenden Rohstoffs werden erstmals verknüpft.

Plantotronic heißt die neue Dieselmotorenschmierung, mit der der Fuchs Dea GmbH ein entscheidender Schritt in Richtung Umweltfreundlichkeit gelungen ist. Das Verfahren macht es erstmals möglich, Pflanzenöl als Motorenöl einzusetzen. Ein weiterer Clou des mit Unterstützung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) erfolgreich abgeschlossenen Vorhabens: stoffliche und energetische Nutzung eines nachwachsenden Rohstoffs werden erstmals verknüpft.
Unverändert oder zu Biodiesel verestert treibt Rapsöl schon länger Fahrzeuge oder Blockheizkraftwerke an. An seinen Einsatz in der Umlaufschmierung von Motoren war jedoch bislang nicht zu denken, da das Bioöl deutlich schneller altert als Mineralöl. Die Wissenschaftler bei Fuchs fanden mit Plantotronic nun erstmals die Möglichkeit, ein Rapsölprodukt als Motorschmierstoff einzusetzen. Zugleich gelang es Ihnen, zwei bislang völlig voneinander losgelöste Kreisläufe untrennbar zu verknüpfen. Denn hat das Biomotorenöl ausgedient, kann es in Pflanzenöl- und RME-Motoren problemlos dem Treibstoff beigemischt werden.
Das System ist einfach: das gebrauchte Öl wird dem Kraftstoff kontinuierlich zugeführt und treibt die Maschine umweltfreundlich mit an. Dafür wird regelmäßig frisches Rapsöl in die Motorenschmierung eingeleitet. Nicht nur die Motorbauteile müssen daran angepasst werden, auch die Formulierung des Öls ist von entscheidendem Einfluss. Damit es den Motor nicht angreift, sind Zusatzstoffe nötig. Bei der späteren Verbrennung dürfen sie natürlich keine schädliche Abgase erzeugen.
Dass das entwickelte Verfahren in der Praxis auch funktioniert, bewiesen Tests des Rapsmotorenöls in den Dieselmotoren eines Pkws und zweier Blockheizkraftwerke. Der getestete Diesel-Pkw legte in fünf Jahren mittlerweile ohne Probleme 120.000 Kilometer zurück.
Noch effektiver stellt sich Plantotronic im stationären Einsatz dar. Die Ölauffrischung kann hier vollautomatisch erfolgen. Es gelang sogar, die pflanzenölbetriebenen Kraftwerke so umzubauen, dass auch das Motoröl aus dem Kraftstofftank kommen kann. Etwa zwei Prozent des gebrauchten Motoröls werden dann kontinuierlich dem Kraftstoff beigegeben. Eine Weiterentwicklung des Verfahrens für diesen Anwendungsbereich lohnt sich unter dem ökologischen Aspekt also unbedingt. Nähere Auskünfte über das Vorhaben gibt ein Projektblatt, das bei der FNR angefordert werden kann.

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)
Hofplatz 1
18276 Gülzow
Tel.: 03843/69 30-0
Telefax: 03843/69 30-102
E-Mail: info@fnr.de
Internet: http://www.fnr.de

Barbara Wenig | idw

Weitere Berichte zu: FNR

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Vir2Pac®: Konzeptentwicklung für virtuelle Verpackungen
12.06.2019 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Göttinger Forscherteam deckt Stärken und Schwächen von Waldschutz-Konzepten auf
05.06.2019 | Georg-August-Universität Göttingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: MPSD-Team entdeckt lichtinduzierte Ferroelektrizität in Strontiumtitanat

Mit Licht lassen sich Materialeigenschaften nicht nur messen, sondern auch verändern. Besonders interessant sind dabei Fälle, in denen eine fundamentale Eigenschaft eines Materials verändert werden kann, wie z.B. die Fähigkeit, Strom zu leiten oder Informationen in einem magnetischen Zustand zu speichern. Ein Team um Andrea Cavalleri vom Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie in Hamburg, hat nun Lichtimpulse aus dem Terahertz-Frequenzspektrum benutzt, um ein nicht-ferroelektrisches Material in ein ferroelektrisches umzuwandeln.

Ferroelektrizität ist ein Zustand, in dem die Atome im Kristallgitter eine bestimmte Richtung "aufzeigen" und dadurch eine makroskopische elektrische...

Im Focus: MPSD team discovers light-induced ferroelectricity in strontium titanate

Light can be used not only to measure materials’ properties, but also to change them. Especially interesting are those cases in which the function of a material can be modified, such as its ability to conduct electricity or to store information in its magnetic state. A team led by Andrea Cavalleri from the Max Planck Institute for the Structure and Dynamics of Matter in Hamburg used terahertz frequency light pulses to transform a non-ferroelectric material into a ferroelectric one.

Ferroelectricity is a state in which the constituent lattice “looks” in one specific direction, forming a macroscopic electrical polarisation. The ability to...

Im Focus: Konzert der magnetischen Momente

Forscher aus Deutschland, den Niederlanden und Südkorea haben in einer internationalen Zusammenarbeit einen neuartigen Weg entdeckt, wie die Elektronenspins in einem Material miteinander agieren. In ihrer Publikation in der Fachzeitschrift Nature Materials berichten die Forscher über eine bisher unbekannte, chirale Kopplung, die über vergleichsweise lange Distanzen aktiv ist. Damit können sich die Spins in zwei unterschiedlichen magnetischen Lagen, die durch nicht-magnetische Materialien voneinander getrennt sind, gegenseitig beeinflussen, selbst wenn sie nicht unmittelbar benachbart sind.

Magnetische Festkörper sind die Grundlage der modernen Informationstechnologie. Beispielsweise sind diese Materialien allgegenwärtig in Speichermedien wie...

Im Focus: Schwerefeldbestimmung der Erde so genau wie noch nie

Forschende der TU Graz berechneten aus 1,16 Milliarden Satellitendaten das bislang genaueste Schwerefeldmodell der Erde. Es liefert wertvolles Wissen für die Klimaforschung.

Die Erdanziehungskraft schwankt von Ort zu Ort. Dieses Phänomen nutzen Geodäsie-Fachleute, um geodynamische und klimatologische Prozesse zu beobachten....

Im Focus: Determining the Earth’s gravity field more accurately than ever before

Researchers at TU Graz calculate the most accurate gravity field determination of the Earth using 1.16 billion satellite measurements. This yields valuable knowledge for climate research.

The Earth’s gravity fluctuates from place to place. Geodesists use this phenomenon to observe geodynamic and climatological processes. Using...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Doc Data – warum Daten Leben retten können

14.06.2019 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - August 2019

13.06.2019 | Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz in der Materialmikroskopie

13.06.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

German Innovation Award für Rittal VX25 Schaltschranksystem

14.06.2019 | Förderungen Preise

Fraunhofer SCAI und Uni Bonn zeigen innovative Anwendungen und Software für das High Performance Computing

14.06.2019 | Messenachrichten

Autonomes Premiumtaxi sofort oder warten auf den selbstfahrenden Minibus?

14.06.2019 | Interdisziplinäre Forschung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics