Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hoffnungsschimmer für die Armleuchteralgen

18.10.2000


... mehr zu:
»Wasserqualität
Ökologen bewerten Wasser und ihre Pflanzen in Bodden und Haffs 

Die Flüsse, Seen, Teiche und Tümpel in Europa sollen nach dem Willen aller Mitglieder der Europäischen Gemeinschaft wieder die Wasserqualität haben, die sie noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts hatten. Dazu wurde die Wasserrahmenrichtlinie, kurz EU-WRRL, geschaffen. In 16 bis maximal 34 Jahren sollen die Gewässer Europas wieder einen ökologischen, guten Zustand erreichen. Dies bedeutet, dass die Wasserqualität den Ansprüchen des Menschen an sein Trink- und Badewasser entsprechen muss und dass in unseren Gewässer wieder in dem Maße Pflanzen und Tiere wachsen und siedeln, wie sie das noch in den 20er und 30er Jahren unseres Jahrhunderts konnten.

Doch welche Pflanzen und Tiere lebten zu Beginn des 20. Jahrhunderts in unseren Gewässern? Diese Frage ist z. B. für die Bodden und Haffs an der deutschen Ostseeküste, die einen ökologisch besonders wertvollen Lebensraum darstellen, schwierig zu beantworten, da manches Wissen verloren gegangen und vieles nicht bekannt ist.

Die Arbeitsgruppe Pflanzenökologie an der Universität Greifswald unter der Leitung von Prof. Hendrik Schubert will jedoch genau das wissen. Hierzu rekonstruieren sie mit wissenschaftlichen Methoden, u. a. der Datierung und Bestimmung alter Samen im Sediment die damalige Zusammensetzung der Pflanzengemeinschaften. Diese Ergebnisse werden mit den heutigen Verbreitungsgebieten der Wasserpflanzen in den Bodden verglichen. Mit diesem Wissen können Empfehlungen ausgesprochen und Pläne entwickelt werden, um Wasserpflanzen wie z. B. die immer seltener werdenden »Armleuchteralgen«, in unseren Gewässern wieder heimisch werden zu lassen.

Das Projekt wird vom Bundesforschungsministerium gefördert und nennt sich »Entwicklung von leitbildorientierten Bewertungsgrundlagen für Übergangsgewässer nach der EU-Wasserrahmenrichtlinie: Übergangsgewässer der deutschen Ostseeküste«, kurz: ELBO

Alles über dieses Langzeitprojekt mit dem kurzen Titel finden Sie auch unter http://www.uni-greifswald.de/~botanik/elbo.htm. Auskunft gibt Ihnen auch Christian Blümel, Tel. 03834-86-4123.

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Dr. Edmund von Pechmann | idw

Weitere Berichte zu: Wasserqualität

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Umweltressourcen nachhaltig nutzen
17.07.2018 | Leibniz Universität Hannover

nachricht Mikroplastik – überall und in großen Mengen
12.07.2018 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Optische Kontrolle von Herzfrequenz oder Insulinsekretion durch lichtschaltbaren Wirkstoff

17.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Umweltressourcen nachhaltig nutzen

17.07.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Textilien 4.0: Smarte Kleidung und Wearables als Innovation

17.07.2018 | Innovative Produkte

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics