Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Europäischen Autoherstellern droht Konkurrenz aus China

06.09.2007
Accenture-Studie ermittelt hohes Interesse deutscher Kunden an chinesischen Autos

Jeder vierte Deutsche kann sich vorstellen, ein Auto eines chinesischen Herstellers zu kaufen (25 Prozent). Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleisters Accenture hervor. 28 Prozent der befragten Führerscheinbesitzer glauben, dass chinesische Automobilproduzenten innerhalb der nächsten fünf Jahre hierzulande so erfolgreich sein werden wie koreanische Hersteller.

Konkurrenz besonders im unteren bis mittleren Preissegment 63 Prozent der Befragten sagen, für sie sei Fahrzeug- und Insassensicherheit das wichtigste Kriterium beim Kauf eines chinesischen Autos. Für beinahe jeden zweiten Autofahrer (48 Prozent) wäre der Preis ausschlaggebend - die zu erwartende größte Stärke chinesischer Hersteller.

"Ab 2009 werden chinesische Hersteller versuchen, neue Modelle auf den deutschen Markt zu bringen", sagt Andreas Baier, Geschäftsführer im Bereich Automotive bei Accenture. "Bis dahin haben sie auch ihre Hausaufgaben in Sachen Sicherheit gemacht und könnten besonders im unteren bis mittleren Preissegment zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz werden."

In den Jahren 2005 und 2007 hatten chinesische Hersteller bereits versucht, mit dem Geländewagen "Landwind" beziehungsweise der Limousine "Brilliance" in den deutschen Markt einzusteigen. In beiden Fällen führten die Ergebnisse von Sicherheitstests dazu, dass die Modelle zurückgezogen wurden.

Etablierte Hersteller sollten Schonfrist nutzen Trotzdem: "Die Schonfrist, bis chinesische Autos zur Konkurrenz auf dem deutschen Markt werden, ist kürzer, als viele Hersteller annehmen", schätzt Andreas Bayer. "Aber noch haben sie eine Reihe von Möglichkeiten, ihre Position zu stärken." Ihr großer Vorteil sei die wesentlich höhere Marktbekanntheit. Den chinesischen Hersteller "Geely", der jüngst ankündigte, 2009 zwei Modelle in Deutschland vermarkten zu wollen, kennen laut der Accenture-Studie gerade einmal zwei Prozent der hiesigen Autofahrer.

Einen weiteren wichtigen Vorsprung sieht Baier in der Kenntnis des Markts. "Viele Hersteller agieren hier seit langem und kennen die Strukturen und Verbraucher. Sie haben zum Teil ein sehr differenziertes Bild davon, welche Kunden was von ihren Marken erwarten." Dieses Wissen sei jedoch noch signifikant ausbaufähig, so Andreas Baier.

Weitere Ergebnisse der Studie:

Chinesische Autos müssten umweltverträglich sein. Auf Platz drei der Kaufkriterien für chinesische Autos landet die Umweltverträglichkeit (46 Prozent). Design (elf Prozent), Motorleistung (neun Prozent) und Markenimage (zwei Prozent) spielen für die meisten Verbraucher dagegen kaum eine Rolle.

Chinesische Autos sind weitgehend unbekannt. Den"Landwind" kennen immerhin zwölf Prozent der Befragten, "Chery" und "Brilliance" sind gerade einmal neun Prozent der deutschen Autofahrer ein Begriff. Mit einer Bekanntheit von zwei Prozent landet "Geely" abgeschlagen auf dem letzten Platz.

Über die Studie

Im Auftrag von Accenture befragte TNS Infratest im Juli 2007 1.268 Führerscheinbesitzer in Deutschland. Über Accenture Accenture ist ein weltweit agierender Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister. Mit dem Ziel, Innovationen umzusetzen, hilft das Unternehmen seinen Kunden durch die gemeinsame Arbeit, leistungsfähiger zu werden. Umfangreiches Branchenwissen, Geschäftsprozess-Know-how, internationale Teams und hohe Umsetzungskompetenz versetzen Accenture in die Lage, die richtigen Mitarbeiter, Fähigkeiten und Technologien bereit zu stellen, um so die Leistung seiner Kunden zu verbessern. Mit rund 158.000 Mitarbeitern in 49 Ländern erwirtschaftete das Unternehmen im vergangenen Fiskaljahr (zum 31. August 2006) einen Nettoumsatz von 16,65 Milliarden US-Dollar.

Jens Derksen | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.accenture.de

Weitere Berichte zu: Accenture-Studie Preissegment

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wasserelektrolyse hat Potenzial zur Gigawatt-Industrie
18.09.2018 | Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

nachricht Was ist Asthma – und wenn ja wie viele?
12.09.2018 | Deutsches Zentrum für Lungenforschung e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Im Focus: Bio-Kunststoffe nach Maß

Zusammenarbeit zwischen Chemikern aus Konstanz und Pennsylvania (USA) – gefördert im Programm „Internationale Spitzenforschung“ der Baden-Württemberg-Stiftung

Chemie kann manchmal eine Frage der richtigen Größe sein. Ein Beispiel hierfür sind Bio-Kunststoffe und die pflanzlichen Fettsäuren, aus denen sie hergestellt...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

Gesundheitstipps und ein virtueller Tauchgang zu Korallenriffen

20.09.2018 | Veranstaltungen

Internationale Experten der Orthopädietechnik tagen in Göttingen

19.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bei Depressionen ist Hirnregion zur Stresskontrolle vergrößert

20.09.2018 | Biowissenschaften Chemie

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Was Einstein noch nicht wusste

20.09.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics