Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Absatzwirtschaft-Studie Marketing Information Provider 2002

05.03.2002


Im Umgang mit dem Kunden fallen zahlreiche Informationen über seine Wünsche und sein Verhalten an. Doch diese Daten reichen häufig nicht für eine individuellere Ansprache aus. Externe Kundendaten sind von so genannten Marketing Information Providern (MIP) hinzu zu kaufen. Die Studie MIP 2002 macht diesen Markt erstmalig transparent.

Die Spanne der Anzahl der Informationen, die Unternehmen über ihre Kunden speichern, ist sehr breit, wie eine Befragung der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und des Fachmagazins absatzwirtschaft bei 87 großen produzierenden Unternehmen und Dienstleistern zeigt. Ein Drittel der Unternehmen speichert lediglich bis zu 15 Merkmale pro Kunde. Auffallend ist dabei, dass ein Großteil der Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe nur relativ wenige Merkmale (bis 49) pro Kunde pflegt. Spitzenreiter sind Unternehmen aus dem Banken- und Versicherungsbereich, die bis zu 1500 Merkmale pro Kunde erfassen.

Wer die Beziehungen zu seinen Kunden individuell gestalten will, braucht tief reichende Informationen über die Bedürfnisse und das Verhalten seiner Kunden. Im Rahmen aktueller Geschäfte fallen zwar schon zahlreiche Informationen an, doch reichen sie zumeist nicht aus, den Kunden in seiner ganzen Vielfalt zu verstehen. Wem die eigenen Informationen nicht reichen, der kann mit Hilfe von Marketing Information Providern seine Datenbank durch zugekaufte oder gemietete Informationen über Lebensstil oder Wohnumfeld der Kunden anreichern. Ein Investment, das dem Ziel einer individuelleren Kundenansprache und natürlich auch einer Reduzierung von Streuverlusten dient.

Dieser Aufwand für die Datenanreicherung eigener Kundendaten scheint sich zu lohnen. "Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen, die ihre Responsequoten messen, haben bei einer zielgruppenspezifischen Direktmarketingaktion nach der Datenanreicherung höhere Responsequoten im Vergleich zu früheren Aktionen erzielt", resümiert Wirtschaftsinformatiker Prof. Dr. Klaus D. Wilde von der KU Eichstätt-Ingolstadt die Ergebnisse der Anwenderbefragung. Erschreckend findet dagegen Christoph Berdi, Chef-Redakteur der absatzwirtschaft, dass über ein Drittel der Anwender die Veränderung der Responsquoten gar nicht misst. "Angesichts der nicht unerheblichen Kosten für die externe Datenanreicherung sind Kosten/Nutzen-Analysen dringend durchzuführen", empfiehlt der Marketingexperte.

Die gemeinsame Studie "Marketing Information Provider: Professionelle Qualifizierung Ihrer Datenbanken" der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und der absatzwirtschaft gibt einen Überblick über 15 große Marketing Information Provider. Der Marktüberblick bringt Orientierung in diesen Markt und erleichtert die Vorauswahl geeigneter Anbieter. Abgerundet wird die Studie durch eine Anwenderbefragung zum derzeitigen Stand der Datenanreicherung in Deutschland sowie Praxisbeiträgen zum Management von internen und externen Kundendaten.

Die Studie ist bis zum 31.03.2002 zum Subskriptionspreis von 300 Euro erhältlich, danach kostet sie 350 Euro.

absatzwirtschaft - Zeitschrift für Marketing

Die absatzwirtschaft, Deutschlands führende Zeitschrift für Marketing, stellt die gesamte Praxis des modernen Marketing dar. Sie zeigt monatlich die neuesten Entwicklungen und Trends auf und erläutert zukunftssichere Marketinginstrumente verständlich und präzise. Inhaltlich konzentriert sich das Marketing Know-how in den vier Kernrubriken Marketing Leadership, Marketing Business, Marketing Wissen und Maketing Karriere.

Der Internetauftritt www.absatzwirtschaft.de bietet News und Wissen sowie zahlreiche Services rund um das Marketing. So helfen relationale Datenbanken unter anderem bei der Suche nach Dienstleistern, Ansprechpartnern fürs Business, Dissertationen, Jobs. Der Anschluss an Deutschlands führende Wirtschaftsdatenbank GENIOS ermöglicht weiterführende Recherchen. Die Science Factory präsentiert als Online-Zeitschrift aktuelle Forschungsergebnisse für die Marketing-Praxis.

Bettina Schönherr | ots
Weitere Informationen:
http://www.absatzwirtschaft.de
http://www.mip2002.de

Weitere Berichte zu: Anwenderbefragung Datenanreicherung Kundendaten Provider

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Studie „Digital Gender Gap“
06.01.2020 | Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V.

nachricht Studie zeigt, wie Immunzellen Krankheitserreger einfangen
03.01.2020 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler beleuchten aktuellen Stand der Anwendung des Maschinenlernens bei Forschung an aktiven Materialien

Verfahren des Maschinenlernens haben durch die Verfügbarkeit von enormen Datenmengen in den vergangenen Jahren einen großen Zuwachs an Anwendungen in vielen Gebieten erfahren: vom Klassifizieren von Objekten, über die Analyse von Zeitreihen bis hin zur Kontrolle von Computerspielen und Fahrzeugen. In einem aktuellen Review in der Zeitschrift „Nature Machine Intelligence“ beleuchten Autoren der Universitäten Leipzig und Göteborg den aktuellen Stand der Anwendung und Anwendungsmöglichkeiten des Maschinenlernens im Bereich der Forschung an aktiven Materialien.

Als aktive Materialien bezeichnet man Systeme, die durch die Umwandlung von Energie angetrieben werden. Bestes Beispiel für aktive Materialien sind biologische...

Im Focus: Computersimulationen stellen bildlich dar, wie DNA erkannt wird, um Zellen in Stammzellen umzuwandeln

Forscher des Hubrecht-Instituts (KNAW - Niederlande) und des Max-Planck-Instituts in Münster haben entdeckt, wie ein essentielles Protein bei der Umwandlung von normalen adulten humanen Zellen in Stammzellen zur Aktivierung der genomischen DNA beiträgt. Ihre Ergebnisse werden im „Biophysical Journal“ veröffentlicht.

Die Identität einer Zelle wird dadurch bestimmt, ob die DNA zu einem beliebigen Zeitpunkt „gelesen“ oder „nicht gelesen“ wird. Die Signalisierung in der Zelle,...

Im Focus: Bayreuther Hochdruck-Forscher entdecken vielversprechendes Material für Informationstechnologien

Forscher der Universität Bayreuth haben ein ungewöhnliches Material entdeckt: Bei einer Abkühlung auf zwei Grad Celsius ändern sich seine Kristallstruktur und seine elektronischen Eigenschaften abrupt und signifikant. In diesem neuen Zustand lassen sich die Abstände zwischen Eisenatomen mithilfe von Lichtstrahlen gezielt verändern. Daraus ergeben sich hochinteressante Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der Informationstechnologien. In der Zeitschrift „Angewandte Chemie – International Edition“ stellen die Wissenschaftler ihre Entdeckung vor. Die neuen Erkenntnisse sind aus einer engen Zusammenarbeit mit Partnereinrichtungen in Augsburg, Dresden, Hamburg und Moskau hervorgegangen.

Bei dem ungewöhnlichen Material handelt es sich um ein Eisenoxid mit der Zusammensetzung Fe₅O₆. In einem Hochdrucklabor des Bayerischen Geoinstituts (BGI),...

Im Focus: Von China an den Südpol: Mit vereinten Kräften dem Rätsel der Neutrinomassen auf der Spur

Studie von Mainzer Physikern zeigt: Experimente der nächsten Generation versprechen Antworten auf eine der aktuellsten Fragen der Neutrinophysik

Eine der spannendsten Herausforderungen der modernen Physik ist die Ordnung oder Hierarchie der Neutrinomassen. Eine aktuelle Studie, an der Physiker des...

Im Focus: High-pressure scientists in Bayreuth discover promising material for information technology

Researchers at the University of Bayreuth have discovered an unusual material: When cooled down to two degrees Celsius, its crystal structure and electronic properties change abruptly and significantly. In this new state, the distances between iron atoms can be tailored with the help of light beams. This opens up intriguing possibilities for application in the field of information technology. The scientists have presented their discovery in the journal "Angewandte Chemie - International Edition". The new findings are the result of close cooperation with partnering facilities in Augsburg, Dresden, Hamburg, and Moscow.

The material is an unusual form of iron oxide with the formula Fe₅O₆. The researchers produced it at a pressure of 15 gigapascals in a high-pressure laboratory...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

CLIMATE2020 – Weltweite Online-Klimakonferenz vom 23. bis 30. März 2020

26.02.2020 | Veranstaltungen

Automatisierung im Dienst des Menschen

25.02.2020 | Veranstaltungen

Genomforschung für den Artenschutz - Internationale Fachtagung in Frankfurt

25.02.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Riesiger 3D-Drucker soll tonnenschwere Getriebeteile aus Stahl fertigen

27.02.2020 | Maschinenbau

Immunologie - Rachenmandeln als Test-Labor

27.02.2020 | Biowissenschaften Chemie

Pestizide erhöhen Risiko für Tropenkrankheit Schistosomiasis / Belastete Gewässer fördern Zwischenwirt des Erregers

27.02.2020 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics