Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weltweit mehr als 350 Scanner vom Typ Somatom Sensation 64 installiert

31.08.2005


Studien stellen Leistungsfähigkeit der 64-Schicht-CTs von Siemens unter Beweis

Führende medizinische Experten und Kliniken haben den 64-Schicht- Computertomographen von Siemens in umfangreichen Studien Bestnoten ausgestellt. Dank ihrer brillanten Bildqualität und bisher unerreichten Rotationsgeschwindigkeit verbesserten die Systeme die Diagnosequalität insbesondere bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen in erheblichem Maße, so der Tenor. Dies gelte vor allem für die Bildgebung des schlagenden Herzens, der Königsdisziplin in der Computertomographie (CT). Mit mehr als 350 Installationen ist der Somatom Sensation 64 von Siemens der erfolgreichste 64-Schicht-Scanner der Welt.

Über 40 Prozent der Systeme – dazu zählt vor allem der Somatom Sensation Cardiac 64 – stehen heute bereits in klinischen Abteilungen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder in anderen Einrichtungen, die auf Diagnose und Behandlung solcher Krankheiten spezialisiert sind. Die klinischen Partner von Siemens, darunter unter anderem das Klinikum Großhadern, haben in den vergangenen zwölf Monaten intensive Studien zum Einsatz dieser Geräte in der kardiovaskulären Bildgebung betrieben. Die ersten dieser Arbeiten sind jetzt in international anerkannten medizinischen Fachzeitschriften erschienen.

In allen Studien wurden die Ergebnisse der Computertomographie mit dem als Goldstandard betrachteten Verfahren, der invasiven Katheterangiographie, bzw. mit dem intravaskulären Ultraschall (IVUS) verglichen. Alle Autoren hoben dabei besonders die ausgezeichnete Bildqualität des Somatom Sensation 64 mit seiner isotropen räumlichen Auflösung von weniger als 0,4 Millimetern in allen routinemäßigen und kardiologischen Scanmodi hervor. Gemeinsam mit der Rotationsgeschwindigkeit von 0,33 Sekunden biete das System eine hohe Genauigkeit bei der nicht-invasiven Beurteilung von Stenosen der Koronararterien sowie bei der Analyse koronarer Plaque. Damit sei die diagnostische Sicherheit so hoch wie nie zuvor, hieß es in den Studien. Die Ergebnisse der Studien im Detail:

In einer an der Universitätsklinik Zürich durchgeführten Studie1 befassten sich Leschka et al. mit den Fähigkeiten des Somatom Sensation 64 bei der Beurteilung von hämodynamisch signifikanten Stenosen der Koronararterien in einer konsekutiven Folge von Patienten. Die enorme Leistung des Systems ließ eine Untersuchung dieser Patienten ohne zusätzliche Betablocker zur Senkung der Herzfrequenz zu. Alle Koronargefäße und -segmente konnten detailliert dargestellt und gründlich evaluiert werden. Nach Ansicht der Autoren lasse der Somatom Sensation 64 – im Vergleich zur konventionellen invasiven Angiographie – sichere diagnostische Aussagen bei der Bewertung derartiger Stenosen zu.

Diese Ergebnisse wurden von der Gruppe um Gilbert Raff vom William Beaumont Hospital in Royal Oak/USA, bestätigt2. Die Autoren verglichen die Ergebnisse des Somatom Sensation Cardiac 64 mit jenen der konventionellen Angiographie einschließlich der quantitativen Koronaranalyse (QCA) zur Detektion und genauen Dimensionsbestimmung von Koronarläsionen. Die Ergebnisse unterstreichen den hohen diagnostischen Wert der 64-Schicht-CT in einem breiten Patientenspektrum, zu dem auch adipöse Patienten und Patienten mit stark verkalkten Koronararterien zählten.

Eine andere Forschungsgruppe am Klinikum Großhadern der Universität München3 (LMU) untersuchte unter Leitung von Alexander W. Leber die Genauigkeit des Somatom Sensation 64 bei der Erkennung und Differenzierung von verschiedenen Arten koronarer Plaques sowie der Bestimmung der Plaque-Belastung im Vergleich mit IVUS. Nach Ansicht der Autoren bestehe eine sehr hohe Übereinstimmung der Ergebnisse, dies gelte auch für die Bestimmung des Lumendurchmessers.

Hintergrund Somatom Sensation 64:

Der Somatom Sensation 64 arbeitet mit der von Siemens entwickelten z-Sharp- Technologie. Sie erzeugt auf jedem Detektorelement zwei wechselnde, einander überlappende Röntgenprojektionen. Dies verdoppelt die Scaninformationen ohne Erhöhung der Dosis und führt zu einer wesentlich höheren isotropen Bildauflösung von weniger als 0,4 Millimetern. Damit setzt der CT Maßstäbe in der Diagnostik. Durch die Kombination aus Speed4D-Technologie und der weltschnellsten Gantry- Rotationszeit von bis zu 0,33 Sekunden bietet der Somatom Sensation 64 auch die höchsten Scangeschwindigkeiten mit einer zeitlichen Auflösung von bis zu 83 Millisekunden. Damit sind selbst Untersuchungen von Patienten mit höheren Herzfrequenzen möglich; die Herzbewegung wird sozusagen eingefroren. Dadurch ermöglicht die 64-Schicht-CT eine EKG-gestützte Erfassung des gesamten Brustkorbs in einer nur 15 Sekunden dauernden Atemanhaltephase. Diese leistungsfähige Technologie erlaubt es erstmals, den häufigsten Ursachen von akutem Brustschmerz in nur einem Scan nachzugehen. Ein Routinescan der Koronararterien dauert lediglich neun Sekunden.

Holger Reim | Siemens AG
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/medical

Weitere Berichte zu: Koronararterie Sensation Somatom Stenose

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Mobilfunkstrahlung kann die Gedächtnisleistung bei Jugendlichen beeinträchtigen
19.07.2018 | Swiss Tropical and Public Health Institute

nachricht Neue internationale Studie: Immuntherapie für Kinder mit akuter Leukämie
13.07.2018 | Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics