Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wüsten entstehen durch das Pflanzen von Bäumen

01.08.2005


Studie stellt bisherige Lehrmeinung in Frage



Das Pflanzen von Bäumen kann Wüsten erschaffen, den Wasserspiegel senken und Flüsse entwässern. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der britischen Regierung gekommen. Sie präsentiert einen neuen Konsens zwischen Wald- und Wasserexperten. "Verbreitete aber fehlgeleitete Sichtweisen über das Wassermanagement führen weltweit zur Verschwendung von mehreren Zehnmillionen Pfund jährlich. Wälder, die mit der Absicht gepflanzt wurden Feuchtigkeit zu binden, leeren die Wasserreservoirs und trocknen die Erde aus." Zusammengefasst werden Studien, die innerhalb der letzten vier Jahre vom Forestry Research Programme in Auftrag gegeben wurden. Die Finanzierung erfolgte durch das Department for International Development.

... mehr zu:
»Feuchtigkeit


In manchen Regionen funktioniere die bisher praktizierte Patentlösung für die Umwelt. Bäume binden Feuchtigkeit aus der Luft und binden das Erdreich. Dadurch werden Flutkatastrophen verhindert, Wasser gespeichert und die Umwelt erhalten. Die möglichen negativen Auswirkungen kommen laut dem leitenden Wissenschafter John Palmer vom Natural Resources Institute vor allem dann zum Tragen, wenn Bäume extra zum Schutz der Wasserversorgung gepflanzt werden. Vielfach würden durch derartige Projekte in den Entwicklungsländern große Geldmengen verschwendet. Panama fordert derzeit laut New Scientist von der Weltbank Hunderte Millionen Dollar für das Anpflanzen von Bäumen. Sie sollen der Sicherung der Reservoirs dienen, die den Panamakanal speisen. Palmer argumentiert, dass es dafür keine wissenschaftliche Grundlage gebe.

Robert Stallard vom Smithsonian Tropical Research Institute befürwortet die Aufforstung des Wassereinzugsgebietes des Kanals. Bepflanzte Einzugsgebiete lieferten möglicherweise weniger Wasser, dafür sei aber eine größere Beständigkeit gewährleistet. Die Studien ergaben, dass in den indischen Bundesstaaten Himachal Pradesh und Madhya Pradesh die Umwandlung von Felder in Wälder zu einer Verringerung des gewonnen Wassers um 16 respektive 26 Prozent geführt hat. In Südafrika hat die Ausbreitung der zuvor nicht vorkommenden Kiefern und Eukalyptusbäume zu einer Verringerung der Strömung der Flüsse um drei Prozent geführt. Derzeit beschäftigt die Regierung 40.000 Menschen zur Entfernung zahlreicher ausländischer Bäume. Plantagenbesitzer müssen in der Folge für die angerichteten hydrologischen Schaden Steuern bezahlen. In den Bergen von Costa Rica zeigte sich laut Sampurno Bruijnzeel von der Free University of Amsterdam, dass das Schlägern von Bäumen die Regenmenge vielfach nicht veränderte.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.frp.uk.com
http://www.dfid.gov.uk
http://www.nri.org

Weitere Berichte zu: Feuchtigkeit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Neue internationale Studie: Immuntherapie für Kinder mit akuter Leukämie
13.07.2018 | Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

nachricht Sicherer Auto fahren ohne Grauen Star: Geringeres Unfallrisiko nach Linsenoperation
12.07.2018 | Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vernetzte Beleuchtung: Weg mit dem blinden Fleck

18.07.2018 | Energie und Elektrotechnik

BIAS erhält Bremens größten 3D-Drucker für metallische Luffahrtkomponenten

18.07.2018 | Verfahrenstechnologie

Verminderte Hirnleistung bei schwachem Herz

18.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics