Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zu hohe Arzneimittelrisiken bei Kindern

03.06.2004


Mediziner fordern bessere Kontrollen und genaue Zulassung



Ein Drittel der Arzneimittel im ambulanten Bereich und zwei Drittel der Arzneimittel im stationären Bereich, hier insbesondere in der Neonatologie und Intensivmedizin bei Kindern, werden ohne entsprechende behördliche Zulassung angewandt. Diesen Umstand wollen Mediziner schleunigst ändern. Eine internationale Konferenz an der Philipps-Universität Marburg mit Vertretern der europäischen sowie der US-amerikanischen Zulassungsbehörden befasst sich mit der Anwendung von Medikamenten bei Kindern, die in den vergangenen Jahren hohe Brisanz gewonnen hat.



Noch in diesem Jahr muss das Europäische Parlament Stellung zu einer Verordnung zur Verbesserung der Arzneimittelsicherheit und -anwendung für Kinder nehmen, die von der Europäischen Kommission derzeit vorbereitet wird. Diese aktuelle Entwicklung in der Gesundheitspolitik wird im Rahmen der Konferenz mit führenden internationalen Experten unter anderem aus Europa und den USA diskutiert. Ziel der Konferenz ist es das Risiko bei Arzneimitteltherapien für Schwangere und Frühgeborene, aber auch Kinder und Jugendliche deutlich zu reduzieren.

Der Kongress der European Society for Developmental Perinatal & Paediatric Pharmacology (ESDP) findet vom 16. bis zum 20. Juni statt. Die ESDP wurde 1988 als interdisziplinäre und internationale Fachgesellschaft von Pädiatern, Geburtshelfern, klinischen Pharmakologen und Toxikologen gegründet. Ziel der ESDP ist die Arzneimittelentwicklung und Arzneimittelsicherheit in der Geburtshilfe, Perinatologie sowie Kinder- und Jugendmedizin. Neben Fachwissenschaftlern aus dem Ausland werden Vertreter der Europäischen Kommission, der Europäischen Zulassungsbehörde sowie der europäischen Pharmaindustrie sprechen. Auch Vertreter der amerikanischen Food and Drug Administration FDA sowie dem US-National Institute of Health werden erwartet. Finanziell wird die Konferenz von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.uni-marburg.de
http://www.esdp.procom.futurehosting.at/homeset.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Mobilfunkstrahlung kann die Gedächtnisleistung bei Jugendlichen beeinträchtigen
19.07.2018 | Swiss Tropical and Public Health Institute

nachricht Neue internationale Studie: Immuntherapie für Kinder mit akuter Leukämie
13.07.2018 | Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics