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China wird Top-Technologiestandort

21.04.2008
Deutschland wird bis 2020 seine Spitzenposition in der Elektrotechnik, Automation und Medizintechnik behaupten. Die größten Innovationsimpulse gehen von den Mikro- und Nanotechniken aus. Hier liefern sich Europa, USA und China in den nächsten Jahren ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Zwar verteidigt die Bundesrepublik ihren Spitzenplatz als führender Mikroelektronik-Standort in Europa. Das Gravitationszentrum der Chip-Produktion verlagert sich jedoch nach Asien. 74 neue Chipfabriken sind derzeit in Asien geplant, EU-weit sind es nur fünf, davon zwei in Deutschland.

Insbesondere China und Indien holen in wichtigen Technologiebereichen auf und verschärfen den weltweiten Standortwettbewerb. Wenn die Fabriken abwandern, werden Forschung und Design folgen. Der VDE fordert daher eine europäische konzertierte Industriepolitik pro Mikroelektronik. Im Cluster Dresden, wo jeder zweite Chip aus europäischer Produktion hergestellt wird, wurden circa 2 Milliarden Euro Strukturfondmittel investiert, die bisher zu circa 10 Milliarden Euro Einnahmen für die öffentliche Hand führten.

Stärken des Standortes Deutschland liegen vor allem in der mittelständischen Unternehmens-Infrastruktur, im Know-how von Elektroingenieuren und in der engen Kooperation von Hochschulen und Wirtschaft. 87 Prozent der VDE-Mitgliedsunternehmen planen derzeit keine Verlagerung von Kapazitäten ins Ausland, in der Forschung und Entwicklung sind die Werte noch besser. 39 Prozent wollen 2008 mehr in Forschung und Entwicklung investieren, nur vier Prozent erwarten eine Verringerung. Das F+E-Engagement am und für den Standort erhöht sich damit deutlich (+12 Prozent) gegenüber dem Vorjahr.

Problematisch bleibt der Expertenmangel, der von rund der Hälfte der Unternehmen konstatiert wird. Das sind Ergebnisse des VDE-Innovationsmonitors 2008, einer Umfrage unter den rund 1.250 Mitgliedsunternehmen des Verbandes sowie Forschungseinrichtungen.

Der Verband der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik
(VDE) ist mit 34.000 Mitgliedern, davon 1.250 Unternehmen, und 700 Mitarbeitern einer der großen technisch-wissenschaftlichen Verbände Europas. Sein System ist weltweit einmalig: Der VDE vereint Wissenschaft, Normung und Produktprüfung unter einem Dach.

VDE-Tätigkeitsfelder sind der Technikwissenstransfer, die Forschungs- und Nachwuchsförderung der Schlüsseltechnologien Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik und ihrer Anwendungen. Die Sicherheit in der Elektrotechnik, die Erarbeitung anerkannter Regeln der Technik als nationale und internationale Normen, Prüfung und Zertifizierung von Geräten und Systemen sind weitere Schwerpunkte.

Das VDE-Zeichen, das zwei Drittel der Bundesbürger kennen, gilt als Synonym für höchste Sicherheitsstandards. Die Technologiegebiete des

VDE: Informationstechnik, Energietechnik, Medizintechnik, Mikroelektronik, Mikro- und Nanotechnik sowie Automation.

Melanie Mora | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.vde.com

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