Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Heuschnupfen bei Kindern

14.04.2008
Studienteilnehmer für neue Therapie gesucht

Tropfen statt Spritzen zur Desensibilisierung, damit in der Pollensaison die Nase nicht läuft.

Eine klinische Studie am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Heidelberg soll zeigen, ob Tropfen einer Allergenlösung, die unter die Zunge gegeben werden, bei Kindern mit Heuschnupfen eine Besserung oder sogar Heilung der Allergie bewirken.

Bei der so genannten Desensibilisierung werden die Substanzen gezielt in den Körper eingeschleust - meist per Spritze unter die Haut. Die Desensibilisierung ist weltweit als einzige Therapieform anerkannt, die eine Allergie langfristig bessern oder sogar heilen kann. Da für viele Patienten die Spritzenkur umständlich ist, weil nur ein Arzt sie vornehmen darf, entwickelten Wissenschaftler in den letzten Jahren Alternativen. Unter die Zunge gegebene Tropfen oder Tabletten, die der Patient zu Hause einnehmen kann, stellen nachgewiesenermaßen eine sichere und wirksame Alternative für die Spritzen dar. Besonders für Kinder eignen sich die Alternativen zur Spritze.

Durchgeführt wird die Studie in der Allergologischen Ambulanz des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin Heidelberg. Teilnehmen können Kinder zwischen vier und elf Jahren, die unter einer Gräserpollenallergie leiden, und zwar an allergischem Schnupfen mit oder ohne allergiebedingtem Asthma bronchiale. Getestet wird die Wirksamkeit von Tropfen, die unter die Zunge gegeben werden.

Der Einschluss von Patienten in diese Studie hat bereits begonnen. Bevor jedoch ein Heuschnupfen-Patient in die Studie aufgenommen wird, führen die Ärzte Standarduntersuchungen und einen Lungenfunktionstest durch. Auch während des Studienzeitraums werden die Teilnehmer umfassend medizinisch betreut inklusive kostenloser antiallergischer Medikamente. Zudem erhalten sie für die Teilnahme eine angemessene Aufwandsentschädigung.

Mehr als 40 Prozent der Bevölkerung leidet an Heuschnupfen

Mehr als 40 Prozent der Bevölkerung leidet an Heuschnupfen, der durch Pollen verschiedener Pflanzen (vor allem Bäume, Gräser, Getreide, Kräuter) hervorgerufen wird. Gräserpollen sind die häufigste Ursache für einen Heuschnupfen. Eine Pollenallergie äußert sich vor allem mit Nasen-, Augensymptomen und/oder asthmatischen Beschwerden in der entsprechenden Pollensaison.

Kontakt und Terminvereinbarung:
Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin
am Universitätsklinikum Heidelberg
Allergologische Ambulanz
Oberarzt PD Dr. Olaf Sommerburg
Tel.: 06221 / 56 8345 oder -2311
Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

Dr. Annette Tuffs | idw
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse

Weitere Berichte zu: Desensibilisierung Heuschnupfen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Neue internationale Studie: Immuntherapie für Kinder mit akuter Leukämie
13.07.2018 | Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

nachricht Sicherer Auto fahren ohne Grauen Star: Geringeres Unfallrisiko nach Linsenoperation
12.07.2018 | Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Im Focus: Magnetische Wirbel: Erstmals zwei magnetische Skyrmionenphasen in einem Material entdeckt

Erstmals entdeckte ein Forscherteam in einem Material zwei unabhängige Phasen mit magnetischen Wirbeln, sogenannten Skyrmionen. Die Physiker der Technischen Universitäten München und Dresden sowie von der Universität zu Köln können damit die Eigenschaften dieser für Grundlagenforschung und Anwendungen gleichermaßen interessanten Magnetstrukturen noch eingehender erforschen.

Strudel kennt jeder aus der Badewanne: Wenn das Wasser abgelassen wird, bilden sie sich kreisförmig um den Abfluss. Solche Wirbel sind im Allgemeinen sehr...

Im Focus: Neue Steuerung der Zellteilung entdeckt

Wenn eine Zelle sich teilt, werden sämtliche ihrer Bestandteile gleichmässig auf die Tochterzellen verteilt. UZH-Forschende haben nun ein Enzym identifiziert, das sicherstellt, dass auch Zellbestandteile ohne Membran korrekt aufgeteilt werden. Ihre Entdeckung eröffnet neue Möglichkeiten für die Behandlung von Krebs, neurodegenerative Krankheiten, Alterungsprozessen und Virusinfektionen.

Man kennt es aus der Küche: Werden Aceto balsamico und Olivenöl miteinander vermischt, trennen sich die beiden Flüssigkeiten. Runde Essigtropfen formen sich,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

Materialien für eine Nachhaltige Wasserwirtschaft – MachWas-Konferenz in Frankfurt am Main

11.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vertikales Begrünungssystem Biolit Vertical Green<sup>®</sup> auf Landesgartenschau Würzburg

16.07.2018 | Architektur Bauwesen

Feinstaub macht Bäume anfälliger gegen Trockenheit

16.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Krebszellen Winterschlaf halten

16.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics