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Unfreiwillige Schläfchen tagsüber erhöhen Schlaganfall-Gefahr

22.02.2008
Risiko kann bis auf das Vierfache ansteigen

Regelmäßiges unbeabsichtigtes Schlafen während des Tages könnte bei älteren Menschen ein frühes Warnzeichen für einen drohenden Schlaganfall sein.

Wissenschaftler der Columbia University haben herausgefunden, dass bei jenen, die diese Angewohnheit hatten, das Risiko eines Schlaganfalles zwei bis vier Mal höher war als bei jenen, die tagsüber nie einschliefen. Anlässlich der International Stroke Conference forderte das Team die Ärzte auf, auf diese Risikogruppe ein verstärktes Augenmerk zu legen.

Für die Studie wurden 2.000 Menschen befragt, wie oft sie in verschiedenen Situationen einnickten. Dazu gehörte das Fernsehen, Gespräche im Sitzen, ruhiges Sitzen nach einem Mittagessen ohne Alkohol und ein kurzer Halt mit dem Auto. Das Risiko in den nächsten zwei Jahren war bei Menschen, die ab und zu einnickten, 2,6 Mal höher als bei jenen, denen das nie passierte.

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Bei jenen, die immer wieder einschliefen, war das Risiko sogar 4,5 Prozent höher. Das Risiko eines Herzanfalls oder eines Todes durch eine kardiovaskuläre Erkrankung war bei der ersten Gruppe 1,6 Prozent, bei der zweiten 2,6 Prozent höher. Die leitende Wissenschaftlerin Bernadette Boden-Albala betonte, dass es sich dabei um maßgebliche Zahlen handle. "Wir waren überrascht, dass die Auswirkungen so groß waren."

Frühere Studien hatten laut BBC ergeben, dass Menschen die unter Schlaf-Apnoe leiden, über ein erhöhtes Schlaganfall-Risiko verfügen. Es ist möglich, dass die Schläfrigkeit tagsüber ein Hinweis auf einen durch diese Krankheit bedingten schlechten Schlaf während der Nacht ist. Laut Boden-Albala mache der derzeitige Wissensstand es notwendig, dass Ärzte Schlafproblemen ihrer Patienten mehr Aufmerksamkeit schenkten.

"Wenn Patienten tagsüber immer wieder einnicken, sollte man über eine genauere Untersuchung nachdenken." Die Neurologin fügte hinzu, dass andere Studien ergeben hätten, dass diese Menschen nicht genug Schlaf bekämen und daher dauern müde seien. "Die entscheidende Frage ist aber: Was tun wir unseren Körpern an? Schläfrigkeit erhöht das Risiko eines Schlaganfalles offensichtlich." Allein in Großbritannien erleiden jährlich rund 150.000 Menschen einen Schlaganfall.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.columbia.edu
http://strokeconference.americanheart.org/portal/strokeconference/sc

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