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Rückgang der Bauinvestitionen in 2004 verlangsamt

16.03.2005

Die Bauinvestitionen haben sich im Jahr 2004 preisbereinigt um 2,6% verringert. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Rahmen des Bruttoinlandsprodukts gehen die Bauinvestitionen seit 1995 zurück, lediglich im Jahr 1999 nahmen sie zu. Seitdem verminderte sich die Baunachfrage um jährlich bis zu 5,8%, also deutlich stärker als im Jahr 2004.

Während die Investitionen in Wohnbauten in 2004 nur vergleichsweise gering um 1,6% zurückgingen, waren die Investitionen in Nichtwohnbauten zum Teil recht stark von der nachlassenden Baukonjunktur betroffen: Die Investitionen in öffentliche Hochbauten verminderten sich um 8,7%, in gewerbliche Hochbauten um 4,5%. Die Nachfrage nach öffentlichen und gewerblichen Tiefbauten ging weniger stark zurück, nämlich um 2,9 bzw. 1,5%.

Mit 1,3% für das Jahr 2004 war die seit 1995 höchste Preissteigerung bei den Bauinvestitionen zu verzeichnen, die insbesondere auf die stark gestiegenen Stahlpreise zurückzuführen war.

Während im Jahr 1991 49,6% der Bauinvestitionen in jeweiligen Preisen Wohnbauten waren, stieg dieser Anteil bis 2004 auf 58,8%. Entsprechend fiel der Anteil der Investitionen in Nichtwohnbauten von 50,4% in 1991 auf 41,2% in 2004. 2004 gingen 25,4% aller Bauinvestitionen in Hochbauten, die nicht Wohnzwecken dienen, 15,8% flossen in den Tiefbau. Im Jahr 1991 waren beide Anteile noch deutlich höher, nämlich 31,8 bzw. 18,6%.

Die Baunachfrage des Staates in jeweiligen Preisen ist von 1991 bis 2004 um 18,7% zurückgegangen: Die Investitionen des Staates in neue Bauten einschließlich Wohnbauten betrugen im Jahr 1991 32,59 Mrd. Euro und damit 17,1% der gesamten Bauinvestitionen; im Jahr 2004 waren es nur noch 26,48 Mrd. Euro (12,9% der Bauinvestitionen). Dagegen wurde im Jahr 2004 mit 178,99 Mrd. Euro 13% mehr in gewerbliche Bauten investiert als in 1991 mit 158,33 Mrd. Euro. Der Rückgang der öffentlichen Bauinvestitionen wird sich mit der zunehmenden privaten Finanzierung öffentlicher Bauvorhaben fortsetzen.

Alfons Herzog | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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