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2012 mehr Fische in deut­scher Aqua­kul­tur

08.07.2013
Im Jahr 2012 wurden in rund 5 300 deutschen Betrieben etwa 19 600 Tonnen Fische in Aquakulturen erzeugt.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ist damit die Erzeugung von Fischen in Aquakultur im Vergleich zu 2011 um rund 7,3 % gestiegen.

Die Anzahl der Fisch erzeugenden Betriebe hat sich um gut 600 (+ 12,9 %) erhöht. Die Zuwächse in der Fischerzeugung lassen sich hauptsächlich auf eine Steigerung der Erzeugung in bayerischen Aquakulturbetrieben zurückführen.

Bislang wurde davon ausgegangen, dass die Betriebe in Bayern im Jahr 2011 noch nicht vollständig erfasst worden seien. Die nun festgestellten Zuwächse resultieren aber hauptsächlich aus den Angaben bereits 2011 erfasster Betriebe und nicht in 2012 erstmalig befragter Betriebe.

Den Großteil der Produktionssteigerung machen dabei Zuwächse bei der Erzeugung von forellenartigen und karpfenartigen Fischen aus. Insgesamt wurden 2012 etwa 11 800 Tonnen forellenartige Fische, wie etwa Regenbogenforellen und verschiedene Saiblingsarten, in circa 2 600 Betrieben erzeugt – das waren rund 800 Tonnen (+ 7,5 %) mehr als noch ein Jahr zuvor.

Die Zahl der Betriebe stieg um rund 390 (+ 17,2 %). Die Menge an karpfenartigen Fischen, wie Gemeinem Karpfen oder Schleie, erhöhte sich um 9,4 % auf knapp 6 000 Tonnen. Insgesamt circa 3 400 Betriebe produzierten diese Fischart, ein Plus von etwa 370 Betrieben (+ 12,0 %).

Die deutsche Muschelerzeugung ging im Gegensatz zur Fischerzeugung stark zurück. 2012 wurden lediglich rund 6 900 Tonnen Muscheln geerntet – das entspricht etwa einem Drittel der Muschelproduktion des Jahres 2011. Die Muschelerzeugung unterliegt starken Schwankungen: hier erfolgt keine Zucht wie zum Beispiel bei Fischen, stattdessen hängt die Produktion stark vom natürlichen Brutfall der Muscheln und anderen Umweltfaktoren ab.

Darüber hinaus wurden in Deutschland im Jahr 2012 knapp 51 Tonnen Rogen und Kaviar erzeugt. Gut ein Fünftel hiervon ist Störkaviar.

Weitere Auskünfte gibt:
Judith Schiela,
Telefon: +49 611 75 8835

Judith Schiela | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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