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Kekse und medizinische Geräte: Grundverschiedene Produkte mit ähnlichen Herausforderungen bei der Fabrikplanung

09.08.2012
„Praxisseminar Fabrikplanung“ am 8./9. Oktober 2012 im Produktionstechnischen Zentrum der Leibniz Universität Hannover
Wenn produzierende Unternehmen ihre Produktionsstätten reorganisieren möchten, ist vieles zu beachten. Die wichtigsten Schritte können die Verantwortlichen in zwei Tagen erlernen: Das IPH und das Institut für Fabrikanlagen und Logistik (IFA) richten auch in diesem Jahr wieder ihr Praxisseminar Fabrikplanung aus. In Theorieblöcken, Praxisworkshops und anhand von Praktikervorträgen vermitteln die Ingenieure der Forschungsinstitute am 8. und 9. Oktober 2012 die Grundlagen einer systematischen Fabrikplanung.

Nahrungsmittel und medizinische Geräte haben auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam. Und auch die Herstellungsprozesse sind grundverschieden. Bei der Planung der Produktionsstätten ähneln sich die Herausforderungen allerdings branchenübergreifend: Wenn eine bestehende Fabrik bei laufender Produktion reorganisiert werden soll, stehen Keksfabrikanten und Hersteller von medizinischen Geräten plötzlich vor vergleichbaren Aufgaben. Wie sie ihre Fabrikplanungsprojekte erfolgreich umgesetzt haben, berichten Dr. Uwe Bretschneider, Leiter Engineering & Technology bei der Bahlsen GmbH & Co. KG, und Dr. Christoph Heger-Bismark, Director Production bei der BrainLAB AG. Ihre Vorträge sind Teil des Praxisseminars Fabrikplanung, das am 8. und 9. Oktober 2012 am Produktionstechnischen Zentrum Hannover (PZH) in Garbsen stattfindet.

Das Familienunternehmen Bahlsen hat vor einer Weile eine Fabrik am Standort Barsinghausen durch einen modernen Neubau ersetzt. Während die Herstellung von Süßgebäck weiterlief, führten die Keksfabrikanten mit Unterstützung des IPH die Modernisierungsarbeiten durch. Um für zukünftige Veränderungen gerüstet zu sein, wurde dabei vor allem auf die Wandlungsfähigkeit der Produktion gesetzt. Die detaillierte Planung hat sich gelohnt: Die Umstellung verlief reibungslos, und jüngst wurde das Bahlsen-Werk in Barsinghausen sogar als „Fabrik des Jahres“ in der Kategorie „hervorragende Standortentwicklung“ ausgezeichnet.

Auch die BrainLAB AG aus Feldkirchen bei München hat ihre Produktionsstätten reorganisiert. Der Anbieter computergestützter Medizintechnik für minimal-invasive Eingriffe musste kürzlich den zeitversetzten Auslauf alter Produkte und den Anlauf neuer Produkte koordinieren. Die Reorganisation der Fabrik erfolgte systematisch anhand eines mehrstufigen Plans. Auch hier stand die Wandlungsfähigkeit auf der Prioritätenliste ganz oben.

Neben den beiden Praktikervorträgen stehen Theorieblöcke und Praxisworkshops auf der Agenda. Die Teilnehmer erfahren, wie sie eine Fabrik sinnvoll strukturieren und Schritt für Schritt ein Layout entwickeln. In Praxisworkshops werden die Themen Layoutplanung, Materialflussplanung, Lagerdimensionierung, Strukturplanung und die Bewertung von Fabriklayouts vertieft. Das Seminar orientiert sich an der VDI-Richtlinie 5200 zur Fabrikplanung, die federführend am IFA entwickelt wurde.

Das Praxisseminar Fabrikplanung findet am Produktionstechnischen Zentrum Hannover (PZH) in Garbsen statt. Das Weiterbildungsangebot richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus produzierenden Unternehmen und wird von dem Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) und dem Institut für Fabrikanlagen und Logistik (IFA) der Leibniz Universität Hannover organisiert. Anmeldungen zum Praxisseminar sind bis zum 24. September 2012 möglich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Meike Wiegand | idw
Weitere Informationen:
http://www.iph-hannover.de/
http://www.ifa.uni-hannover.de/
http://www.praxisseminar-fabrikplanung.de/

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