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Rätselhafte Supernovae: Den Geheimnissen der größten kosmischen Explosionen auf der Spur

28.01.2014
Mit den aufwändigsten Computermodellen und den empfindlichsten, je von Menschen gebauten Messinstrumenten schicken sich Astrophysiker und Teilchenphysiker an, die Vorgänge im Innern der sterbenden Sterne zu enträtseln und die Folgen und Signale von Supernovae vorherzusagen.

In der öffentlichen Vorlesungsreihe „Vom Urknall ins Labor“ hält am Donnerstag (30. Januar) um 19 Uhr Hans-Thomas Janka, Max-Planck-Institut für Astrophysik, einen Vortrag zum Thema „Rätselhafte Supernovae – den Geheimnissen der größten kosmischen Explosionen auf der Spur“.

Im Rahmen der Stiftungsgastprofessur „Wissenschaft und Gesellschaft“ der Deutsche Bank AG gewähren international renommierte Forscher interessierten Laien in diesem Wintersemester einen Blick in die realen und virtuellen Laboratorien der Physik. Zum Abschluss der Reihe kommt am Montag (10. Februar) der aus zahlreichen Fernseh- und Hörfunksendungen bekannte Physiker Prof. Harald Lesch nach Frankfurt.

Bereits im Altertum und bis zu den Anfängen der neuzeitlichen Astronomie galten „neue Sterne“ oder „Gaststerne“ am sonst so unveränderlich erscheinenden Himmelsgewölbe als besonderes Zeichen göttlichen Wohlwollens. Heute wissen wir, dass die als Supernovae bekannten Sternexplosionen zu den gewaltigsten und hellsten kosmischen Erscheinungen zählen, ohne die weder die Erde noch irdisches Leben entstanden wären.

Privatdozent Dr. Hans-Thomas Janka ist Experte für Supernova-Theorie, Gammablitze, Neutrino-Astrophysik, nukleare Astrophysik und numerische Astrophysik. Er studierte Physik und promovierte 1991 mit einer astrophysikalischen Arbeit an der Technischen Universität München. Anschließend forschte er als Otto-Hahn-Fellow an der University of Chicago und am Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching. Seit seiner Habilitation im Jahr 2002 lehrt Janka als Privatdozent an der TU München. Seit 2009 ist er Forschungsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Astrophysik und Teilbereichsleiter in mehreren DFG-Sonderforschungsbereichen sowie beim Excellenzcluster „Origin and Structure of the Universe“.

Die Vorlesung mit anschließender Diskussionsrunde beginnt um 19 Uhr auf dem Campus Riedberg, im Hörsaal 100 des „Frankfurt Institute for Advanced Studies“ (FIAS), Ruth-Moufang-Straße 1. Organisatoren und Veranstalter dieser Reihe sind neben der Goethe-Universität das „Helmholtz International Center for Fair“ (Hic for Fair) und das FIAS. Die Vorlesungen im Rahmen der Stiftungsgastprofessur „Wissenschaft und Gesellschaft“ richten sich an interessierte Bürger und Bürgerinnen sowie an Studierende und Angehörige aller wissenschaftlichen Institutionen im Rhein-Main-Gebiet.

Am Montag (10. Februar) nimmt der aus zahlreichen Fernseh- und Hörfunksendungen bekannte Physiker Prof. Harald Lesch seine Zuhörer mit auf eine Reise an den Rand der Möglichkeiten und legt dar, wie es der Wissenschaft gelingt, in Bereichen weitab von der alltäglichen Erfahrungswelt zu gültigen Erkenntnissen zu gelangen. Wegen des zu erwartenden großen Interesses wird diese Vorlesung im Hörsaal H1 des Otto-Stern-Zentrums auf dem Campus Riedberg,Ruth-Moufang-Straße 2, stattfinden.

Frankfurt ist als Austragungsort einer solchen Ringvorlesung besonders geeignet, da in der Rhein-Main-Region eine Reihe von führenden Forschungsinstitutionen dem Gebiet „Materie unter extremen Bedingungen“ beheimatet ist. Physiker der Goethe-Universität arbeiten eng zusammen mit dem Helmholtzzentrum GSI (Gesellschaft für Schwerionenforschung) in Darmstadt und mit der dort entstehenden Großforschungsanlage FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research). Begleitet werden diese Aktivitäten vom Mitveranstalter der Vortragsreihe, dem Helmholtz International Center for FAIR (HIC for FAIR), das demnächst sein neues Forschungsgebäude auf dem Campus Riedberg beziehen wird, und von dem benachbarten, theoretisch arbeitenden interdisziplinären Forschungsinstitut FIAS (Frankfurt Institute for Advanced Studies).

Informationen: Prof. Dr. Marcus Bleicher, Helmholtz International Center for FAIR, Institut für Theoretische Physik, Campus Riedberg, Tel. (069) 798-47834, contact@hicforfair.de; Dr. Joachim Reinhardt, Frankfurt Institute for Advanced Studies, Institut für Theoretische Physik, Campus Riedberg, Tel. (069) 798-47866, reinhardt@fias.uni-frankfurt.de; fias.uni-frankfurt.de/materie

Ulrike Jaspers | idw
Weitere Informationen:
http://www.fias.uni-frankfurt.de/materie

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