Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Leibniz-IWT an Raumfahrtmission beteiligt: Bremer unterstützen Experimente im All

14.08.2018

Leibniz-IWT an Grundlagen-Experiment im Weltraum beteiligt. Metallografinnen und Metallografen unterstützen Vorbereitung der Proben für Planetenlabor der Raumfahrtmission "Horizons" des deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst.

Die unendlichen Weiten des Weltraums üben von jeher eine Faszination auf den Menschen auf. Auch die Wissenschaft wird durch das Weltall vor große Herausforderungen gestellt.


Eingebettete Gesteinsprobe: Für das Experiment MagVector/MFX-2 auf der Mission "Horizons" des deutschen ESAAstronauten Alexander Gerst bettete das Leibniz-IWT verschiedene Gesteinsproben ein.

Leibniz-IWT

Metallografinnen und Metallografen des Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien - IWT (Leibniz-IWT) unterstützten nun das Experiment MagVector/MFX-2 auf der Mission "Horizons" des deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst. Bei dem Experiment handelt es sich um ein Grundlagen-Experiment, welches von AIRBUS im Auftrag des DLR Raumfahrtmanagements entwickelt wurde.

Gefördert wird das Experiment durch das Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Für das Experiment betteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung „Metallografische Analytik“ des Leibniz-IWT bereits im Vorfeld verschiedene Gesteinsproben ein, die vom Museum für Naturkunde Berlin zur Verfügung gestellt wurden. Bei den Proben handelt es sich um unterschiedliche Körper: unter anderem kleine Meteoriten, Magnetit sowie verschiedene Mineralien.

Insgesamt wurden neun Proben für die Experimente vorbereitet. Das Einbetten für die Fahrt ins All erwies sich als schwieriger als zunächst angenommen. Für ihren speziellen Einsatz mussten die Proben nach besonders strengen geometrischen Maßen als Zylinder von 60 mm Durchmesser und 80 mm Höhe in speziellem Zwei-Komponenten-Kunstharz eingebettet werden. „In unserer Abteilung haben wir tagtäglich mit dem Einbetten von Proben zu tun.

Die Bedingungen im Weltraum bringen jedoch spezielle Herausforderungen mit sich, auf die wir uns zunächst einstellen mussten. Wir freuen uns, dass uns das gelungen ist, und wir somit zu einer erfolgreichen Mission beitragen können“, so Herbert Juling, Abteilungsleiter der Metallografischen Analytik am Leibniz-IWT.

Am 6. Juni startete der deutsche ESA-Astronauten Alexander Gerst zur Internationalen Raumstation ISS und bereitete die Proben für die Messungen vor. Seit Ende Juni führten die Forscher dann das Grundlagen-Experiment MagVector/MFX-2 durch, um den Einfluss des Erdmagnetfelds auf die präparierten Proben zu untersuchen.

Die erfassten Daten selbst werden zurzeit durch die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausgewertet. Wenn es die Zeit zulässt, wird Alexander Gerst demnächst einige der Proben erneut einsetzen und die Vermessung wiederholen.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Dr.-Ing. Herbert Juling
Leiter Abteilung Metallografische Analytik
Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien - IWT
Tel.: 0421 218-5370850
E-Mail: juling@mpa-bremen.de

Weitere Informationen:

http://www.iwt-bremen.de

Carolin Haller | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Berichte zu: Analytik IWT Leibniz-Institut Raumfahrtmission Raumstation ISS Weltall Zylinder

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Dem Rätsel der Materie auf der Spur
28.02.2020 | Paul Scherrer Institut (PSI)

nachricht Mär vom „Quantensprung“ widerlegt
28.02.2020 | Universität Siegen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wiegende Halme auf der Handwerksmesse München

Talente-Sonderschau: Architekturstudenten der HTWK Leipzig zeigen filigrane Skulptur aus Strohhalmen – dahinter steckt eine Konstruktionsidee für organisch gekrümmte Fassaden

Swaying Straws (Wiegende Halme) heißt die Skulptur, die die zwei Architekturstudenten Fabian Eidner und Theodor Reinhardt von der Hochschule für Technik,...

Im Focus: Wissenschaftler beleuchten aktuellen Stand der Anwendung des Maschinenlernens bei Forschung an aktiven Materialien

Verfahren des Maschinenlernens haben durch die Verfügbarkeit von enormen Datenmengen in den vergangenen Jahren einen großen Zuwachs an Anwendungen in vielen Gebieten erfahren: vom Klassifizieren von Objekten, über die Analyse von Zeitreihen bis hin zur Kontrolle von Computerspielen und Fahrzeugen. In einem aktuellen Review in der Zeitschrift „Nature Machine Intelligence“ beleuchten Autoren der Universitäten Leipzig und Göteborg den aktuellen Stand der Anwendung und Anwendungsmöglichkeiten des Maschinenlernens im Bereich der Forschung an aktiven Materialien.

Als aktive Materialien bezeichnet man Systeme, die durch die Umwandlung von Energie angetrieben werden. Bestes Beispiel für aktive Materialien sind biologische...

Im Focus: Computersimulationen stellen bildlich dar, wie DNA erkannt wird, um Zellen in Stammzellen umzuwandeln

Forscher des Hubrecht-Instituts (KNAW - Niederlande) und des Max-Planck-Instituts in Münster haben entdeckt, wie ein essentielles Protein bei der Umwandlung von normalen adulten humanen Zellen in Stammzellen zur Aktivierung der genomischen DNA beiträgt. Ihre Ergebnisse werden im „Biophysical Journal“ veröffentlicht.

Die Identität einer Zelle wird dadurch bestimmt, ob die DNA zu einem beliebigen Zeitpunkt „gelesen“ oder „nicht gelesen“ wird. Die Signalisierung in der Zelle,...

Im Focus: Bayreuther Hochdruck-Forscher entdecken vielversprechendes Material für Informationstechnologien

Forscher der Universität Bayreuth haben ein ungewöhnliches Material entdeckt: Bei einer Abkühlung auf zwei Grad Celsius ändern sich seine Kristallstruktur und seine elektronischen Eigenschaften abrupt und signifikant. In diesem neuen Zustand lassen sich die Abstände zwischen Eisenatomen mithilfe von Lichtstrahlen gezielt verändern. Daraus ergeben sich hochinteressante Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der Informationstechnologien. In der Zeitschrift „Angewandte Chemie – International Edition“ stellen die Wissenschaftler ihre Entdeckung vor. Die neuen Erkenntnisse sind aus einer engen Zusammenarbeit mit Partnereinrichtungen in Augsburg, Dresden, Hamburg und Moskau hervorgegangen.

Bei dem ungewöhnlichen Material handelt es sich um ein Eisenoxid mit der Zusammensetzung Fe₅O₆. In einem Hochdrucklabor des Bayerischen Geoinstituts (BGI),...

Im Focus: Von China an den Südpol: Mit vereinten Kräften dem Rätsel der Neutrinomassen auf der Spur

Studie von Mainzer Physikern zeigt: Experimente der nächsten Generation versprechen Antworten auf eine der aktuellsten Fragen der Neutrinophysik

Eine der spannendsten Herausforderungen der modernen Physik ist die Ordnung oder Hierarchie der Neutrinomassen. Eine aktuelle Studie, an der Physiker des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Hate Speech bis KI: Online-Forscher_innen aus aller Welt treffen sich zur General Online Research an der HTW Berlin

28.02.2020 | Veranstaltungen

CLIMATE2020 – Weltweite Online-Klimakonferenz vom 23. bis 30. März 2020

26.02.2020 | Veranstaltungen

Automatisierung im Dienst des Menschen

25.02.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Asteroid in eiserner Rüstung

28.02.2020 | Geowissenschaften

Hate Speech bis KI: Online-Forscher_innen aus aller Welt treffen sich zur General Online Research an der HTW Berlin

28.02.2020 | Veranstaltungsnachrichten

UV-Licht gegen störenden Unterwasserbewuchs – Innovatives Antifouling-System des IOW jetzt reif für Serienproduktion

28.02.2020 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics