Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

100 Megabit pro Sekunde für 100 Millionen Nutzer

13.05.2008
Gemeinsame Pressemitteilung der TU Berlin und der TSB Technologiestiftung Berlin

Der Zukunftsfonds des Landes Berlin fördert ein neues Verbundprojekt zwischen Berliner Forschungseinrichtungen und mittelständischen Unternehmen / TU Berlin erhält 800 000 Euro

Seit dem Jahr 2005 werden die Forderungen nach höheren Datenraten

Glasfaserbasierter Nachrichtenübertragungssysteme von 10 Gigabit über 40 Gigabit bis zu 100 Gigabit pro Sekunde und pro Kanal in den einschlägigen Foren der optischen Industrie wie der Optoelectronic Industry Development Association (OIDA), dem Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) und dem Optical Internet Working Forum (OIF) diskutiert.

... mehr zu:
»TSB

Im Augenblick läuft ein Standardisierungsverfahren für die Glasfaserbasierte Nachrichtenübertragung von 100 Gigabit pro Sekunde der "High Speed Study Group" des IEEE. Ende 2008 soll es abgeschlossen werden.

Vor diesem Hintergrund wurde das neue Forschungsprojekt "100 x 100 Optics" ins Leben gerufen. In diesem Projekt, dessen Förderung aus dem Zukunftsfonds Berlin jetzt bewilligt wurde, werden Konzepte, Technologien und Prototypen, sowohl für optische Breitbandnetze, Module und Komponenten im Endbenutzerbereich (Telefon, Internet, Fernseher) als auch Optik zwischen Computerkomponenten entwickelt. Der Zukunftsfonds ist das strategische technologiepolitische Förderinstrument des Landes Berlin. Die Landesmittel werden kofinanziert durch die Europäische Union aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Bewilligungen aus dem Zukunftsfonds erfolgen durch die TSB Technologiestiftung Berlin.

In diesem Projekt trägt das TU-Institut für Festkörperphysik mit seinem Nanophotonikzentrum unter der Leitung von Professor Dr. Dieter Bimberg dazu bei, neuartige, extrem schnelle, extern modulierte Halbleiterlaser im Wellenlängenbereich bei 1300 Nanometern für Wellenlängen-Multiplexing bei 100 Gigabit pro Sekunde für den zukünftigen entsprechenden Ethernet-Standard für die digitale Datenübetragung zu erforschen und zu realisieren. Die TU Berlin wird dabei erstmals Quantenpunktbasierte Distributed-Feedback-Laserquellen (DFB) mit hoher Temperaturstabilität entwickeln. DFB-Laser zeichnen sich durch eine stabile Wellenlänge und schmale Linienbreite aus und machen es möglich, Laserquellen kostengünstig und in großer Stückzahl herzustellen.

Das zweite große Teilprojekt der TU Berlin innerhalb dieses Konsortiums konzentriert sich auf Optik zwischen Computerkomponenten. Hier sollen oberflächenemittierende Laser zur Überwindung des Nadelöhrs zwischen Prozessor und externem Arbeitsspeicher eines Rechners und der Verbindung einzelner Komponenten auf einem Board eingesetzt werden. Die langjährige Erfahrung der TU Berlin bei der Entwicklung entsprechender Bauelemente, welche ursprünglich mit Mitteln des Landes Berlin entwickelt wurden, wird hier von großem Nutzen sein.

1,8 Millionen Euro fließen in dieses Projekt, davon 800 000 Euro an die TU Berlin. In dem Vorhaben werden zwei regionale mittelständische Unternehmen "U2T Photonics" und "Merge Optics" mit zwei Berliner Forschungsstätten vernetzt. Damit ist ein effizienter Transfer des Know-hows, das innerhalb des Projektes erworben wird, in innovative Produkte gewährleis-tet. Die beiden Forschungseinrichtungen - TU Berlin und das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut Berlin werden so nachhaltig als Entwicklungsstätten für optoelektronische Bauteile genutzt. Damit werden die Unternehmen gestärkt und zusätzliche Arbeitsplätze in Hightech-Bereichen geschaffen.

Die TU Berlin wird mit diesem Projekt ihre führende Stellung auf dem Ge-biet ultra-schneller Bauelemente für die Photonik-Industrie weiter ausbauen können.

Seit 2001 hat die TU Berlin aus dem Zukunftsfonds Berlin Fördermittel in Höhe von insgesamt 4,54 Millionen Euro erhalten. Diese Mittel wurden bewilligt, um Teilprojekte in insgesamt zehn großen Verbundprojekten in den Bereichen Verkehrstechnik, Medizintechnik, Informations- und Kommunikationstechnik sowie Optische Technologien zusammen mit Unternehmen und weiteren Forschungseinrichtungen durchzuführen.

Damit gehört die TU Berlin zu den Einrichtungen, die mit die meisten Mittel aus dem Zukunftsfonds empfängt und liegt auf Platz 2 nach der Berliner Charité. Dies belegt zum einen, dass die TU Berlin ein wichtiger Partner der Berliner Industrie ist. Die Universität spielt damit in vielen anspruchsvollen Forschungs- und Entwicklungs-Verbundprojekten eine wesentliche Rolle. Zum anderen zeigt dies die Kompetenz der TU Berlin, anspruchsvolle Verbundprojekte mit komplexen Arbeits- und Zeitplänen zu managen und in diesen Projekten mit Unternehmen und anderen Forschungseinrichtungen zu kooperieren.

4604 Zeichen

Weitere Informationen erteilen Ihnen gern:
Prof. Dr. Dieter Bimberg, Institut für Festkörperphysik, Hardenbergstraße 36, 10623 Berlin, Tel.: 030/314-2 27 83, E-Mail: bimberg@physik.tu-berlin.de,
Dr. Christian Hammel, TSB Technologiestiftung Berlin, Fasanenstraße 85, 10623 Berlin, Tel.: 030/46 30 25 59, Fax: -30 24 44

E-Mail: hammel@technologiestiftung-berlin.de

www.ifkp.tu-berlin.de/?id=3612
www.zukunftsfonds-berlin.de
www.technologiestiftung-berlin.de
Die Medieninformation zum Download:
www.pressestelle.tu-berlin.de/medieninformationen/
"EIN-Blick für Journalisten" - Serviceangebot der TU Berlin für Medienvertreter:
Forschungsgeschichten, Expertendienst, Ideenpool, Fotogalerien unter:
www.pressestelle.tu-berlin.de/?id=4608
Weitere Informationen:
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/?id=4608
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/medieninformationen/
http://www.ifkp.tu-berlin.de/?id=3612
http://www.zukunftsfonds-berlin.de
http://www.technologiestiftung-berlin.de

Dr. Kristina R. Zerges | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-berlin.de/

Weitere Berichte zu: TSB

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Mit Gravitationswellen die Dunkle Materie ausleuchten
22.10.2018 | Universität Zürich

nachricht Magnetische Sensoren ermöglichen richtungsabhängige Temperaturmessung
19.10.2018 | Universität Greifswald

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit Gravitationswellen die Dunkle Materie ausleuchten

Schwarze Löcher stossen zusammen, Gravitationswellen breiten sich durch die Raumzeit aus - und ein riesiges Messgerät ermöglicht es, die Struktur des Universums zu erkunden. Dies könnte bald Realität werden, wenn die Raumantenne LISA ihren Betrieb aufnimmt. UZH-Forschende zeigen nun, dass LISA auch Aufschluss über die schwer fassbaren Partikel der Dunklen Materie geben könnte.

Dank der Laserinterferometer-Raumantenne (LISA) können Astrophysiker Gravitationswellen beobachten, die von Schwarzen Löchern ausgesendet werden. Diese...

Im Focus: Auf dem Weg zu maßgeschneiderten Naturstoffen

Biotechnologen entschlüsseln Struktur und Funktion von Docking Domänen bei der Biosynthese von Peptid-Wirkstoffen

Mikroorganismen bauen Naturstoffe oft wie am Fließband zusammen. Dabei spielen bestimmte Enzyme, die nicht-ribosomalen Peptid Synthetasen (NRPS), eine...

Im Focus: Größter Galaxien-Proto-Superhaufen entdeckt

Astronomen enttarnen mit dem ESO Very Large Telescope einen kosmischen Titanen, der im frühen Universum lauert

Ein Team von Astronomen unter der Leitung von Olga Cucciati vom Istituto Nazionale di Astrofisica (INAF) Bologna hat mit dem VIMOS-Instrument am Very Large...

Im Focus: Auf Wiedersehen, Silizium? Auf dem Weg zu neuen Materalien für die Elektronik

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz haben zusammen mit Wissenschaftlern aus Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgarien) und Madrid (Spanien) ein neues, metall-organisches Material entwickelt, welches ähnliche Eigenschaften wie kristallines Silizium aufweist. Das mit einfachen Mitteln bei Raumtemperatur herstellbare Material könnte in Zukunft als Ersatz für konventionelle nicht-organische Materialien dienen, die in der Optoelektronik genutzt werden.

Bei der Herstellung von elektronischen Komponenten wie Solarzellen, LEDs oder Computerchips wird heutzutage vorrangig Silizium eingesetzt. Für diese...

Im Focus: Goodbye, silicon? On the way to new electronic materials with metal-organic networks

Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) in Mainz (Germany) together with scientists from Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgaria) and Madrid (Spain) have now developed and characterized a novel, metal-organic material which displays electrical properties mimicking those of highly crystalline silicon. The material which can easily be fabricated at room temperature could serve as a replacement for expensive conventional inorganic materials used in optoelectronics.

Silicon, a so called semiconductor, is currently widely employed for the development of components such as solar cells, LEDs or computer chips. High purity...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Lehren und Lernen mit digitalen Medien im Fokus

22.10.2018 | Veranstaltungen

Natürlich intelligent

19.10.2018 | Veranstaltungen

Rettungsdienst und Feuerwehr - Beschaffung von Rettungsdienstfahrzeugen, -Geräten und -Material

18.10.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Chemie aus der Luft: atmosphärischem Stickstoff als Alternative

22.10.2018 | Biowissenschaften Chemie

Gebirge bereiten Boden für Artenreichtum

22.10.2018 | Geowissenschaften

Neuer Wirkstoff gegen Anthrax

22.10.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics