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Siemens-Lösungen unterstützen Diagnose und Therapie kardiovaskulärer Erkrankungen

31.08.2015

ESC 2015: ExCel London Exhibition and Convention Centre, Stand #G700

  • Neues Kardiologie-Informationssystem für bessere Behandlungsergebnisse
  • 3D-Echokardiographie in Echtzeit zeigt Vorteile in der klinischen Praxis
  • Präzise Platzierung von Stents auch bei komplexen Interventionen
  • Bilder des Herzens in vier Minuten mit neuem SPECT-System

Seit Jahren zählen Herz-Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Koronare Herzkrankheit (KHK) zu den häufigsten Todesursachen weltweit. Fortschritte in der medizinischen Bildgebung spielen im Kampf gegen diese Krankheiten eine entscheidende Rolle:


Neues SPECT-System akquiriert Bilder des Herzens in nur vier Minuten


Neues Siemens-Ultraschallsystem visualisiert Gesamtblutfluss bei Herzklappeneingriffen

Sie helfen, fundierte Diagnosen bereits in frühen Krankheitsstadien zu stellen und ermöglichen effiziente interventionelle Therapien. Auf dem diesjährigen Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in London, Großbritannien, präsentiert Siemens Healthcare unter dem Motto "More cardiology, less heartache" innovative IT-Lösungen und medizinische Bildgebungssysteme aus den Bereichen Angiographie, Ultraschall, Magnetresonanz- und Computertomographie. Sie sollen Ärzte dabei unterstützen, kardiovaskuläre Krankheiten frühzeitig zu diagnostizieren, Therapien bestmöglich auf den jeweiligen Patienten auszurichten und Eingriffe sicher durchzuführen.

Neues Kardiologie-Informationssystem für bessere Behandlungsergebnisse

Mit steigendem Kostendruck in Krankenhäusern müssen auch Kardiologen ihre Arbeitsprozesse zunehmend effizienter gestalten. Daher hat Siemens das bewährte Informationssystem Syngo Dynamics weiterentwickelt, um nicht mehr nur bei der Befundung kardiovaskulärer Erkrankungen zu helfen, sondern den Verwaltungs-aufwand für das medizinische Personal zu senken und ergebnisorientierte Managemententscheidungen bestmöglich zu unterstützen. Verbessert wurden vor allem Befundungs- und Berichtsmöglichkeiten sowie die Interoperabilität und Integration in andere Systeme, darunter zum Beispiel in die elektronische Patientenakte. Der Datenaustausch zwischen einzelnen Systemen ermöglicht es, die Effizienz der Arbeitsprozesse sowie die Behandlungsergebnisse zu verbessern. Dank der Interoperabilität verschiedener Systeme haben die jeweiligen Fach-abteilungen eines Krankenhauses sowie einzelne Kliniken eines Konzerns über eine zentrale Plattform Zugriff auf relevante kardiologische Informationen. So können einzelne Daten wie etwa die Ejektionsfraktion, die über eine Echokardiographie erfasst wird und Rückschlüsse auf eine Herzinsuffizienz zulässt, einfacher und vor allem frühzeitig für geplante Eingriffe oder Medikationen berücksichtigt werden.

Ferner können bereits während einer Untersuchung oder eines Eingriffs multimodale klinische Bilder oder Messdaten direkt in Syngo Dynamics übertragen werden, was die Fehleranfälligkeit verglichen zur manuellen Dateneingabe mindert. Auch werden auffällige Befunde jetzt automatisch hervorgehoben, um unmittelbar auf potentielle Pathologien aufmerksam zu machen. Das System prüft ebenfalls die Plausibilität der Daten beim Erstellen von Befunden oder Berichten automatisch1, um auf eventuell fehlende oder fehlerhafte Eingaben hinzuweisen. Dies beschleunigt eine genaue Dokumentation des Patientendurchlaufs innerhalb eines Krankenhauses, was wiederum Zeit spart und Kosten senkt.

3D-Echokardiographie in Echtzeit ermöglicht personalisierte Behandlungen

Um chirurgische und minimal-invasive Eingriffe am Herzen optimal planen und durchführen zu können, benötigen Ärzte möglichst realistische Informationen über das Patientenherz. Im Premium-Echokardiographiesystem Acuson SC2000 Prime Edition hat Siemens zwei innovative Technologien miteinander kombiniert: eine transösophageale Echokardiographie-Sonde (TEE), die über die Speiseröhre eingeführt wird, und erstmals detaillierte dreidimensionale Farbdoppleraufnahmen der Herzanatomie und des Blutfluss in Echtzeit liefert. Zudem die Analysesoftware eSie Valves, die innerhalb weniger Sekunden automatisch die individuellen Herzklappen ausmisst und damit deutlich schneller arbeitet als bislang verfügbare Software.

Die Darstellung des Herzens in Echtzeit erleichtert insbesondere die Untersuchung und Behandlung von Patienten mit Herzrhythmusstörungen. Gegenwärtige Verfahren der Bildgebung mit 3D-TEE fügen im Computer mehrere Herzschläge zusammen ("Stiching"), und errechnen die Herzfunktion aus aufeinanderfolgenden Herzzyklen – was bei Arrhythmien zu Bild-Artefakten führen kann.

Seit Juni ist die Siemens Technologie auf dem europäischen Markt verfügbar und hat sich bereits in der klinischen Praxis bewährt: "Mit der real-time 3D TEE-Sonde von Siemens sieht man die komplette Herzanatomie und den Blutfluss, das macht wirklich einen Unterschied. Sie ermöglicht es, Herzklappeneingriffe genauer und zuverlässiger durchzuführen – was zur Sicherheit des Patienten beitragen und das Operations-Ergebnis verbessern kann. Das ist ein großer technologischer Fortschritt", sagt Kardiologieprofessor Stephane Lafitte, Hôpital Cardiologique CHU in Bordeaux, Frankreich.

Einfachere Stent-Platzierung durch Stabilisierung von Herzbewegungen

Viele Patienten können aufgrund ihres Alters oder Gesundheitszustandes nicht am offenen Herzen operiert werden. Daher haben sich minimal-invasive Behandlungen zu einer wertvollen therapeutischen Alternative entwickelt und gehören mittlerweile zur klinischen Routine. Ein Beispiel ist die Erweiterung verengter Herzkranzgefäße (Koronoarstenosen) mittels perkutaner Intervention (PCI). Hier werden Stenosen über Ballonkatheter geweitet, um den Blutfluss wieder herzustellen. Damit die Gefäße dauerhaft offen bleiben, setzen Kardiologen im Rahmen einer PCI Stents oder Scaffolds, also bioresorbierbare Gefäßstützen, die trotz der Bewegungen des schlagenden Herzens millimetergenau platziert werden müssen. Die Applikation Clearstent Live, die jetzt für alle neuen Angiographiesysteme von Siemens verfügbar ist, reduziert virtuell Herzbewegungen während eines Eingriffs und stabilisiert damit das Bild um den Ballonkatheter. So hat der Kardiologe eine gute Sicht, was die passgenaue Platzierung von Stents deutlich erleichtert – auch an besonders herausfordernden Stellen wie Gefäßabzweigungen.

Bei der Behandlung von längeren Läsionen müssen Kardiologen teilweise mehrere Stents auf den Millimeter genau direkt aneinander legen, denn Zwischenräume können zu einer erneuten Verengung und im Extremfall sogar zu einem Herzinfarkt führen. Immer filigranere Stents oder Scaffolds, die röntgendurchlässig sind, erschweren die Visualisierung während eines solchen Eingriffs zusätzlich. So sind zum Beispiel die feinen Platinmarker von Scaffolds mit Angiographiesystemen kaum erkennbar, mit Clearstent Live können sie durch die Bewegungsreduktion deutlich leichter direkt aneinander platziert werden. "Dank Clearstent Live sehe ich den Stent nun jederzeit in hervorragender Detailgenauigkeit. Das vereinfacht Eingriffe erheblich" sagt Professor Christoph Kaiser, Leiter der Interventionellen Kardiologie im Universitätsspital Basel, Schweiz.

Neues SPECT-System akquiriert Bilder des Herzens in nur vier Minuten

Siemens neues SPECT-System, das Symbia Evo, ist auf sehr hohe Produktivität ausgerichtet und erlaubt es, den Patientendurchsatz im Vergleich zu gegenwärtigen SPECT Systemen zu verdoppeln – beispielsweise indem Routinehandgriffe automatisiert wurden. In Kombination mit der Kardiologie-Bildgebungstechnologie IQ-SPECT können Nuklearkardiologen die Scangeschwindigkeit bei einem kardialen Datensatz um das Vierfache reduzieren. Üblicherweise dauern SPECT-Scans des Herzens etwa 16 Minuten, die Kombination aus Symbia Evo und der Software IQ-SPECT reduziert diese Zeit auf vier Minuten. Dies ist insbesondere hilfreich, da Bewegungen des Patienten während einer Akquisition die Bildqualität mindern. Behält man die Standard-Aufnahmegeschwindigkeit von etwa 16 Minuten bei, kann die sonst übliche eingespritzte Dosis des Radiopharmakons um bis zu 75 Prozent gesenkt werden.

Einfachere Gewebedifferenzierung mit MRT noch mehr Kunden zugänglich

Die Magnetresonanztomographie des Herzens, kurz Herz-MRT, liefert detaillierte Informationen über die Myokardperfusion, Morphologie und Funktion des Herzens. Über die visuelle Befundung hinaus erhalten Kardiologen mit der MRT-Applikation MyoMaps die physikalische Mengenbestimmung der Gewebeeigenschaften des Herzmuskels. Bereits kleinste Veränderungen des Herzmuskelgewebes werden mit der Anwendung quantifiziert und in einem Bild farblich dargestellt. Dies ist besonders hilfreich bei Herzerkrankungen mit minimalen Gewebeveränderungen, die diffus über das ganze Herz verteilt sind – beispielsweise bei Narbengewebe und Ödemen. Ärzte können valide Diagnose- und Therapieentscheidungen dadurch noch früher treffen als bisher, und die Behandlungsmethode bei Bedarf schneller anpassen.

Auf die Gewebequantifizierung mit MyoMaps können nun weit mehr Kardiologen als bisher zurückgreifen. Während die Applikation bislang standardmäßig den beiden Premium-MRTs von Siemens vorbehalten war, dem 3-Tesla-Scanner Magnetom Skyra und dem 1,5-Tesla-Scanner Magnetom Aera, ist sie jetzt auch auf dem zum RSNA 2014 vorgestellten 1,5-Tesla-Scanner Magnetom Amira verfügbar. Zudem ist MyoMaps über Scanner-Upgrades zur aktuellen Software-Plattform syngo MR E11 erhältlich.

CT-Scan des Herzens in 0,25 Sekunden

Die Computertomographie des Herzens hat im letzten Jahrzehnt immense Fortschritte gemacht und eignet sich insbesondere für eine schnelle Diagnostik der Koronargefäße. Mit dem aktuellen High-End-System Somatom Force kann dank der Dual-Source-Technologie ein kardialer Datensatz in nur 0,25 Sekunden erfasst werden – schneller als mit jedem anderen CT. Herzpatienten benötigen dadurch seltener Betablocker, die ihren Pulsschlag verlangsamen, um Bewegungsartefakte zu vermeiden. Auch das Atemanhalten wird aufgrund der hohen Scangeschwindigkeit von 737 Millimetern in der Sekunde und der zeitlichen Auflösung von 66 Millisekunden unnötig.

Zudem kann die notwendige Röntgendosis gegenüber bisherigen Premium-Systemen deutlich gesenkt werden. So profitiert die CT-Angiographie davon, dass sich die Röhrenspannung mit der optimierten Care-kV-Technologie des Somatom Force zwischen 70 und 150 Kilovolt (kV) flexibel einstellen lässt und damit jetzt mehr Patienten bei niedrigen Spannungswerten gescannt werden können. Bei Untersuchungen übergewichtiger Patienten mit 70 oder 80 kV kann das zu einer Dosisreduktion um 68 Prozent gegenüber traditionellen 120-kV-Protokollen führen. Die hohe Aufnahmegeschwindigkeit kombiniert mit der geringeren Strahlungsbelastung macht den Einsatz des Somatom Force damit sogar für Früherkennungsuntersuchungen denkbar, etwa bei Verdacht auf die koronare Herzkrankheit (KHK).

Diese Presseinformation sowie Pressebilder und weitere Informationen zum ESC 2015 finden Sie unter www.siemens.com/presse/esc2015

1Diese Funktion ist derzeit lediglich in den USA verfügbar.


Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein führender internationaler Technologiekonzern, der seit mehr als 165 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität steht. Das Unternehmen ist in mehr als 200 Ländern aktiv, und zwar schwerpunktmäßig auf den Gebieten Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung. Siemens ist weltweit einer der größten Hersteller energieeffizienter ressourcenschonender Technologien. Das Unternehmen ist Nummer eins im Offshore-Windanlagenbau, einer der führenden Anbieter von Gas- und Dampfturbinen für die Energieerzeugung sowie von Energieübertragungslösungen, Pionier bei Infrastrukturlösungen sowie bei Automatisierungs-, Antriebs- und Softwarelösungen für die Industrie. Darüber hinaus ist das Unternehmen ein führender Anbieter bildgebender medizinischer Geräte wie Computertomographen und Magnetresonanztomographen sowie in der Labordiagnostik und klinischer IT. Im Geschäftsjahr 2014, das am 30. September 2014 endete, erzielte Siemens einen Umsatz aus fortgeführten Aktivitäten von 71,9 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 5,5 Milliarden Euro. Ende September 2014 hatte das Unternehmen auf fortgeführter Basis weltweit rund 343.000 Beschäftigte.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com


Die hier genannten Produkte/Funktionen sind in einigen Ländern noch nicht käuflich zu erwerben. Aufgrund von medizinproduktrechtlichen Vorgaben kann die zukünftige Verfügbarkeit nicht zugesagt werden. Detaillierte Informationen sind bei der jeweiligen Siemens-Organisation vor Ort erhältlich.


Reference Number: PR2015080314HCDE


Ansprechpartner
Frau Sarah Bruder
Healthcare
Siemens AG

Henkestr. 127

91052 Erlangen

Tel: +49 (9131) 84-7803

sarah.bruder​@siemens.com

Sarah Bruder | Siemens Healthcare

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