Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

MDA - Windenergieanlagen: Antriebe bringen Höchstleistungen

27.11.2012
MDA präsentiert aktuellen Stand der Technik bei On- und Offshore-Anlagen / Antriebsstrang macht die Hälfte der Wertschöpfung aus

Mit Wälzlagern, Getrieben, Kupplungen, Hydraulikzylindern und -aggregaten, Filtern, Ventilen, Dichtungstechnik, Ölversorgungssystemen oder Leistungselektronik liefern die Aussteller der MDA (Motion, Drive & Automation) auch Produkte und Systemlösungen für die Herstellung von Windenergieanlagen.

Die Antriebs- und Hydraulikkomponenten werden unter härtesten und hochdynamischen Bedingungen häufig zwanzig Jahre lang eingesetzt und stellen damit höchste Ansprüche an die Entwicklung und Qualität der Werkstoffe. Auf der MDA erhalten Besucher einen Überblick über allgemeine Techniktrends in der industriellen Antriebstechnik, wobei Antriebskomponenten für die Windtechnik zu den Spitzentechnologien der Branche zählen.

In Nachbarschaft zur Leitmesse Wind zeigen die Unternehmen der
Antriebs- und Fluidtechnik ihre Kompetenz im Windenergiebereich. "Mit der Leitmesse Wind bieten wir den MDA-Ausstellern eine Anwendermesse in unmittelbarer Nähe. Dort präsentieren sich die marktführenden Unternehmen aus dem gesamten Windenergiebereich. Das enge Zusammenspiel von MDA und Wind ist beispielhaft für die Synergien, die sich für das internationale Fachpublikum mit einem Besuch der HANNOVER MESSE ergeben", sagt Oliver Frese, Geschäftsbereichsleiter bei der Deutschen Messe AG.

Rund die Hälfte der ausstellenden Unternehmen auf der MDA kommt aus Deutschland. Mit einem Umsatz von 16,6 Milliarden Euro in 2011 und fast 81 000 Beschäftigten bilden die Hersteller von Komponenten und Systemen der Antriebstechnik den größten Zweig innerhalb des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus. Der Exportumsatz von 12,5 Milliarden Euro untermauert die weltweite Bedeutung dieser innovativen Branche. Dabei ist die Windenergietechnik für sie ein bedeutendes Anwendungsfeld. "Die Antriebstechnik ist das Herz der Windindustrie. Der Antriebsstrang mit Getrieben und Lagern, Generatoren und Transformatoren, Kupplungen und Bremsen, Steuerungstechnik und Sensoren macht zusammen fast die Hälfte der Wertschöpfung der Anlage aus", sagt Hartmut Rauen, Geschäftsführer der VDMA-Fachverbände Antriebstechnik und Fluidtechnik

Die langfristig positive Marktentwicklung darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass gewaltige Entwicklungsanstrengungen nötig sind, um zum Beispiel einen Fünf-MW-Antriebsstrang in der geforderten Qualität und Ausfallsicherheit herzustellen. Hier sind die Getriebe- und Wälzlagerhersteller stark gefordert.

Zu den Weltmarktführern auf diesem anspruchsvollen Anwendungsgebiet der Antriebstechnik gehört der Getriebehersteller Renk. Das Unternehmen wird auf der MDA nicht nur neue Komponenten, sondern auch ein ganz neues Antriebskonzept vorstellen. Florian Hofbauer, Vorstandssprecher der RENK AG: "Die Windkrafttechnik ist für uns ein wichtiger Markt. Wir haben uns auf Getriebe für Offshore-Anlagen der Multi-Megawatt-Klasse von fünf bis zehn Megawatt spezialisiert und sind mit unseren Getrieben erfolgreich am ersten deutschen Offshore-Windpark Alpha Ventus beteiligt. Neben unserer Getriebe-Technologie stellen wir mit dem AeroDrive auf der MDA auch ein neues Antriebskonzept für Windkraftanlagen vor. Dieses Konzept haben wir in Kooperation mit Voith speziell für Windkraftanlagen entwickelt, die ohne Frequenzumformer betrieben werden."

Die in Rheine ansässige KTR Kupplungstechnik GmbH entwickelt Kupplungen für den Antriebsstrang, deren Drehmomentspektrum in den vergangenen Jahren kontinuierlich mit der Leistung der Anlagen gewachsen ist. Inzwischen fertigt man dort Kupplungen für die neuen Sechs-MW-Anlagen und hat das Produktspektrum um hydraulische Bremsen erweitert, die ebenfalls auf der MDA vorgestellt werden.

Nicht nur bei den Bremssystemen trägt die Hydraulik ihren Teil dazu bei, dass die Windkraftanlagen heute auf kompaktem Raum hohe Leistungen erreichen. Dort werden an die Komponenten ebenfalls sehr hohe Anforderungen in Bezug auf die Lebensdauer gestellt. Dasselbe gilt für den elektrischen Teil der Antriebstechnik, und darauf muss auch die Peripherie abgestimmt sein. Das Unternehmen Parker Hannifin präsentiert auf der MDA unter anderem ein Präzisions-Kühlsystem für Generator, Transformator und Leistungselektronik, das die Leistungsfähigkeit von Windkraftanlagen mit 1,5 bis Acht MW steigern wird. Udo Heidrich, Market Sales Manager Marine & Power Generation der Parker Hannifin GmbH: "Mit Kühlleistungen bis 200 kW erzeugt das System, das wir in Hannover zeigen, ideale Temperaturverhältnisse für die elektrischen und elektronischen Komponenten."

Über die HANNOVER MESSE

Das weltweit bedeutendste Technologieereignis wird vom 8. bis 12.
April 2013 in Hannover ausgerichtet. Die HANNOVER MESSE 2013 vereint elf Leitmessen an einem Ort: Motion, Drive & Automation, Industrial Automation, Energy, Wind, MobiliTec, Digital Factory, ComVac, Industrial Supply, SurfaceTechnology, IndustrialGreenTec und Research & Technology. Die zentralen Themen der HANNOVER MESSE 2013 sind Industrieautomation und IT, Energie- und Umwelttechnologien, Antriebs- und Fluidtechnik, Industrielle Zulieferung, Produktionstechnologien und Dienstleistungen sowie Forschung und Entwicklung. Russland ist das Partnerland der HANNOVER MESSE 2013.
Pressekontakt:
Ansprechpartnerin für die Redaktion:
Brigitte Mahnken
Tel.: +49 511 89-31024
E-Mail: brigitte.mahnken@messe.de

Brigitte Mahnken | Deutsche Messe Hannover
Weitere Informationen:
http://www.messe.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Cobot-Assistenz in der Montage: Flexible Lösungen für den Mittelstand auf der Hannover Messe 2020
19.02.2020 | Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik Mechatronik IEM

nachricht HMI Preview 2020: Neue Herzen für Brennstoffzellen: Fraunhofer IWU forscht an zukunftsfähiger Serienproduktion
12.02.2020 | Fraunhofer-Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultraschnelles Schalten eines optischen Bits: Gewinn für die Informationsverarbeitung

Wissenschaftler der Universität Paderborn und der TU Dortmund veröffentlichen Ergebnisse in Nature Communications

Computer speichern Informationen in Form eines Binärcodes, einer Reihe aus Einsen und Nullen – sogenannten Bits. In der Praxis werden dafür komplexe...

Im Focus: Fraunhofer IOSB-AST und DRK Wasserrettungsdienst entwickeln den weltweit ersten Wasserrettungsroboter

Künstliche Intelligenz und autonome Mobilität sollen dem Strukturwandel in Thüringen und Sachsen-Anhalt neue Impulse verleihen. Mit diesem Ziel fördert das Bundeswirtschaftsministerium ab sofort ein innovatives Projekt in Halle (Saale) und Ilmenau.

Der Wasserrettungsdienst Halle (Saale) und das Fraunhofer Institut für Optronik,
Systemtechnik und Bildauswertung, Institutsteil Angewandte Systemtechnik...

Im Focus: A step towards controlling spin-dependent petahertz electronics by material defects

The operational speed of semiconductors in various electronic and optoelectronic devices is limited to several gigahertz (a billion oscillations per second). This constrains the upper limit of the operational speed of computing. Now researchers from the Max Planck Institute for the Structure and Dynamics of Matter in Hamburg, Germany, and the Indian Institute of Technology in Bombay have explained how these processes can be sped up through the use of light waves and defected solid materials.

Light waves perform several hundred trillion oscillations per second. Hence, it is natural to envision employing light oscillations to drive the electronic...

Im Focus: Haben ein Auge für Farben: druckbare Lichtsensoren

Kameras, Lichtschranken und Bewegungsmelder verbindet eines: Sie arbeiten mit Lichtsensoren, die schon jetzt bei vielen Anwendungen nicht mehr wegzudenken sind. Zukünftig könnten diese Sensoren auch bei der Telekommunikation eine wichtige Rolle spielen, indem sie die Datenübertragung mittels Licht ermöglichen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) am InnovationLab in Heidelberg ist hier ein entscheidender Entwicklungsschritt gelungen: druckbare Lichtsensoren, die Farben sehen können. Die Ergebnisse veröffentlichten sie jetzt in der Zeitschrift Advanced Materials (DOI: 10.1002/adma.201908258).

Neue Technologien werden die Nachfrage nach optischen Sensoren für eine Vielzahl von Anwendungen erhöhen, darunter auch die Kommunikation mithilfe von...

Im Focus: Einblicke in die Rolle von Materialdefekten bei der spin-abhängigen Petahertzelektronik

Die Betriebsgeschwindigkeit von Halbleitern in elektronischen und optoelektronischen Geräten ist auf mehrere Gigahertz (eine Milliarde Oszillationen pro Sekunde) beschränkt. Die Rechengeschwindigkeit von modernen Computern trifft dadurch auf eine Grenze. Forscher am MPSD und dem Indian Institute of Technology in Bombay (IIT) haben nun untersucht, wie diese Grenze mithilfe von Lichtwellen und Festkörperstrukturen mit Defekten erhöht werden könnte, um noch größere Rechenleistungen zu erreichen.

Lichtwellen schwingen mehrere hundert Trillionen Mal pro Sekunde und haben das Potential, die Bewegung von Elektronen zu steuern. Im Gegensatz zu...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leopoldina-Symposium: „Mission – Innovation“ 2020

21.02.2020 | Veranstaltungen

Gemeinsam auf kleinem Raum - Mikrowohnen

19.02.2020 | Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage am 14. und 15. März 2020: „Mach es einfach!“

12.02.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Globale Datenbank für Karstquellenabflüsse

21.02.2020 | Geowissenschaften

Leopoldina-Symposium: „Mission – Innovation“ 2020

21.02.2020 | Veranstaltungsnachrichten

Langlebige Fachwerkbrücken aus Stahl einfacher bemessen

21.02.2020 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics