Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Intelligente Werkstoffe im Messegepäck

19.02.2013
Nachwuchsforschergruppe "TranS-Ver" der TU Chemnitz stellt vom 26. Februar bis 1. März 2013 auf der INTEC in Leipzig Beschichtungskonzepte für Leichtbauelemente vor

Selbstheilende Leichtbauelemente und wartungsfreie Flugzeugtragflächen sind derzeit noch Visionen. Sie zu realisieren, hat sich die Nachwuchsforschergruppe "TranS-Ver" zur Aufgabe gemacht.

Die an der TU Chemnitz ansässige Gruppe mit dem Titel "Transfer neuartiger Smart Fiber-Verbunde in sächsische KMU" hat das Ziel, in eine neue Dimension von intelligenten und multifunktionalen Werkstoffen, so genannten Smart Materials, vorzustoßen.

Vom 26. Februar bis 1. März 2013 werden die Forscher auf der Fachmesse INTEC in Leipzig am VEMAS-Gemeinschaftsstand (Messehalle 3, Stand C30/D29) ihre bisherigen Erkenntnisse vorstellen und sich mit Vertretern aus der Wirtschaft austauschen über Bedürfnisse des Marktes sowie potenzielle Einsatzgebiete.

"Durch die Beschichtung von Kohlenstofffasern und deren Weiterverarbeitung zu kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen entstehen Verbunde, die das Einsatzspektrum dieser Werkstoffgruppe deutlich erweitern", sagt Dr. Marcus Böhme, der die Gruppe TranS-Ver leitet. Die Nachwuchsforscher kennen viele von der Industrie benannte Nachteile gegenwärtiger Bauteile aus kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen (CFK): vor allem die hohen Kosten, den geringen Verschleißwiderstand, die bedingte Fügbarkeit zu anderen Werkstoffen und damit verbunden das unzureichende Wissen über Korrosionseigenschaften sowie eine niedrige Schadenstoleranz.

"Defekte, die durch eine Überbeanspruchung hervorgerufen werden, sind den Bauteilen äußerlich nur schwer anzusehen", so Böhme. Als Lösung bieten die Forscher die Beschichtung von Kohlenstofffasern im Gasphasenprozess und durch elektrochemische Abscheidung an. Dabei haben sie bisher Zink, Zinn, Kupfer, Titan und eine Nickel-Titan-Legierung auf die Kohlensto fffasern aufgebracht.

Die Erkenntnisse aus diesen Arbeiten werden nun von acht weiteren Nachwuchsforschern genutzt, die Ende des vergangenen Jahres zu der nun zehnköpfigen Gruppe gestoßen sind. Durch die aktuelle Forschung wird die kontinuierliche Faserbeschichtung gewährleistet und CFK mit intelligenten Eigenschaften hergestellt. Dabei stehen vor allem verschleißfeste Bauteile, aktorische und sensorische Funktionen, sowie die Lötbarkeit von CFK im Fokus.

"Wir wollen uns durch die Herstellung neuer Werkstoffe international positionieren. Darüber werden von einzelnen Bearbeitern der Gruppe die einzelnen Prozessschritte sowohl aus technologischer als auch aus ökonomischer Perspektive analysiert", sagt Böhme. Dadurch sollen kleine und mittelständische Unternehmen die Möglichkeit erhalten, ein ideales Kosten-Nutzen-Verhältnis beim Einsatz der Werkstoffe zu erreichen und die zugehörigen Herstellungsverfahren schnell in bestehende Produktionsabläufe zu integrieren.

TranS-Ver startete am 1. August 2011 und wird vom Europäischen Sozialfonds sowie durch den Freistaat Sachsen mit insgesamt fast 1,4 Millionen Euro für drei Jahre gefördert. Sprecher der Gruppe ist Prof. Dr. Bernhard Wielage.

Die Nachwuchsforschergruppe im Internet: http://www.tu-chemnitz.de/TranS-Ver

Weitere Informationen erteilt Dr. Marcus Böhme, Telefon 0371 531-39373, E-Mail marcus.boehme@mb.tu-chemnitz.de.

Hinweis für die Medien: In der Pressestelle können Sie honorarfrei ein themenbezogenes Foto anfordern. Motiv: Prof. Dr. Thomas Lampke (l.), Inhaber der Professur für Oberflächentechnik und Funktionswerkstoffe, erläutert den Mitgliedern der Nachwuchsforschergruppe Dr. Falko Böttger-Hiller und Mina Pouya (r.) die Möglichkeiten der Beschichtung von Kohlenstofffasern mittels elektrochemischer Abscheidung. Foto: TU Chemnitz/Claudia Döhler. Dieses Foto finden Sie auch im Ordner "Forschung" des Online-Bildarchivs der Pressestelle: http://www.tu-chemnitz.de/tu/presse/bilder

Katharina Thehos | Technische Universität Chemnitz
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht Fraunhofer ESK macht verteilte Anwendungen in der Produktion verlässlich
15.11.2018 | Fraunhofer-Gesellschaft

nachricht 5G sichert Zukunft von Industrie 4.0 – DFKI mit der SmartFactoryKL auf der SPS IPC Drives
13.11.2018 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rasende Elektronen unter Kontrolle

Die Elektronik zukünftig über Lichtwellen kontrollieren statt Spannungssignalen: Das ist das Ziel von Physikern weltweit. Der Vorteil: Elektromagnetische Wellen des Licht schwingen mit Petahertz-Frequenz. Damit könnten zukünftige Computer eine Million Mal schneller sein als die heutige Generation. Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) sind diesem Ziel nun einen Schritt nähergekommen: Ihnen ist es gelungen, Elektronen in Graphen mit ultrakurzen Laserpulsen präzise zu steuern.

Eine Stromregelung in der Elektronik, die millionenfach schneller ist als heutzutage: Davon träumen viele. Schließlich ist die Stromregelung eine der...

Im Focus: UNH scientists help provide first-ever views of elusive energy explosion

Researchers at the University of New Hampshire have captured a difficult-to-view singular event involving "magnetic reconnection"--the process by which sparse particles and energy around Earth collide producing a quick but mighty explosion--in the Earth's magnetotail, the magnetic environment that trails behind the planet.

Magnetic reconnection has remained a bit of a mystery to scientists. They know it exists and have documented the effects that the energy explosions can...

Im Focus: Eine kalte Supererde in unserer Nachbarschaft

Der sechs Lichtjahre entfernte Barnards Stern beherbergt einen Exoplaneten

Einer internationalen Gruppe von Astronomen unter Beteiligung des Max-Planck-Instituts für Astronomie in Heidelberg ist es gelungen, beim nur sechs Lichtjahre...

Im Focus: Mit Gold Krankheiten aufspüren

Röntgenfluoreszenz könnte neue Diagnosemöglichkeiten in der Medizin eröffnen

Ein Präzisions-Röntgenverfahren soll Krebs früher erkennen sowie die Entwicklung und Kontrolle von Medikamenten verbessern können. Wie ein Forschungsteam unter...

Im Focus: Ein Chip mit echten Blutgefäßen

An der TU Wien wurden Bio-Chips entwickelt, in denen man Gewebe herstellen und untersuchen kann. Die Stoffzufuhr lässt sich dabei sehr präzise dosieren.

Menschliche Zellen in der Petrischale zu vermehren, ist heute keine große Herausforderung mehr. Künstliches Gewebe herzustellen, durchzogen von feinen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Kalikokrebse: Erste Fachtagung zu hochinvasiver Tierart

16.11.2018 | Veranstaltungen

Können Roboter im Alter Spaß machen?

14.11.2018 | Veranstaltungen

Tagung informiert über künstliche Intelligenz

13.11.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Mikroplastik in Kosmetik

16.11.2018 | Studien Analysen

Neue Materialien – Wie Polymerpelze selbstorganisiert wachsen

16.11.2018 | Materialwissenschaften

Anomale Kristalle: ein Schlüssel zu atomaren Strukturen von Schmelzen im Erdinneren

16.11.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics