Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

InnoTrans 2012 – Klebtechnik, FVK-Technologie, Weiterbildung und Anerkannte Stelle nach DIN 6701-2

17.09.2012
Fraunhofer IFAM auf der InnoTrans 2012 in Berlin – Klebtechnik, FVK-Technologie, Personalqualifizierung und Anerkannte Stelle nach DIN 6701-2 für den Schienenfahrzeugbau –
Auf der InnoTrans 2012 in Berlin, Halle 6.2, Stand 251, stellt das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM, Bremen und Stade, vom 18. bis 21. September sein Portfolio für den Schienenfahrzeugbau in den Fokus: Klebtechnisches Know-how, Faserverbundtechnologie, Weiterbildungsangebote im Kontext Kleb- und FVK-Technologie sowie Aktivitäten im Rahmen der DIN 6701-2.

- Anerkannte Stelle nach DIN 6701-2
Das Fraunhofer IFAM ist Anerkannte Stelle des Eisenbahnbundesamtes (EBA) für die Zulassung von Betrieben im Schienenfahrzeugbau nach DIN 6701-2. Die DIN 6701 »Kleben von Schienenfahrzeugen und -fahrzeugteilen« ist ein umfassendes Regelwerk zur Qualitätssicherung in der Klebtechnik und wurde vom EBA zum Stand der Technik erklärt. Unternehmen, die klebtechnische Produkte oder Dienstleistungen gemäß der Norm anbieten wollen, müssen ihre Betriebsstandorte zertifizieren lassen.
Das Leistungsspektrum der Anerkannten Stelle am Fraunhofer IFAM umfasst die Kundenberatung, die Durchführung von Betriebsprüfungen sowie das Ausstellen und Ändern von Bescheinigungen. Zudem fungiert sie als Bindeglied zum »Arbeitskreis Zertifizierung nach DIN 6701«, in dem offene Fragen zur Norm und zur Zertifizierung diskutiert und entschieden werden.

- Klebtechnik für den Fahrzeugbau
»Klebtechnik und Oberflächen« des Fraunhofer IFAM ist die europaweit größte unabhängige Forschungseinrichtung auf dem Gebiet der industriellen Klebtechnik mit circa 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Im Mittelpunkt stehen industrienahe Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der Klebtechnik, der Oberflächentechnik (Lacktechnik; Plasmatechnik; Adhäsions- und Grenzflächenforschung) sowie der Faserverbundtechnologie mit dem Ziel, der Industrie anwendungsorientierte Systemlösungen zu liefern.

Das Fraunhofer IFAM verfügt über umfassendes Know-how von der Berechnung und Optimierung der Klebverbindungen über die Fertigung bis zum praktischen Einsatz der klebtechnischen Verfahren. Besondere Stärken beweist das Institut seit Jahrzehnten im Kontext Kleben im Fahrzeugbau. Die im Fraunhofer IFAM entwickelten innovativen klebtechnischen Lösungen für das Transportwesen entstehen in direkter Zusammenarbeit mit den Anwendern. Im Mittelpunkt der Arbeiten stehen dabei stets Sicherheit und Langzeitbeständigkeit der Klebverbindungen.

- Weiterbildung Klebtechnik und Faserverbundtechnologie
Das Weiterbildungsangebot des Klebtechnischen Zentrums des Fraunhofer IFAM umfasst international anerkannte zertifizierende Kurse zum »Klebpraktiker (EAB)«, zur »Klebfachkraft (EAS)« und zum »Klebfachingenieur (EAE)«. Darüber hinaus bietet das Kunststoff-Kompetenzzentrum Weiterbildungen im Kontext Faserverbundtechnologie an: zusätzlich zu den Lehrgängen »Faserverbundkunststoff-Praktiker« und »Faserverbundkunststoff-Instandsetzer« erweitert jetzt der »Faserverbundkunststoff-Starter« das Kursprogramm.

- Fügen und Montieren von Leichtbau-Großstrukturen im 1:1-Maßstab
Im Kontext der Forschung und Entwicklung des Fraunhofer IFAM auf dem Gebiet der faserverstärkten Kunststoffe (FVK) – von der Matrixharzentwicklung bis zur Großstrukturmontage – ist die Fraunhofer-Projektgruppe Fügen und Montieren FFM im Großforschungszentrum CFK Nord in Stade tätig.

Sie entwickelt und automatisiert Montageabläufe für FVK-Großstrukturen maßgeschneidert auf Anforderungen des Kunden. Kernkompetenzen dabei sind Klebprozesse sowie Präzisionsbearbeitung (Bohren, Fräsen oder Schleifen), die ihre für adaptive Bahnführung erforderliche Präzision durch softwaretechnische Kalibration von Industrierobotern erreichen. Integrierte Systemlösungen und optimal abgestimmte Fertigungs- sowie Anlagenkonzepte lassen sich in einer 80 x 50 m2 großen Halle bis zum 1:1-Maßstab realisieren und optimieren. So können Lösungen aus einer Hand ohne weiteren Zeit- und Kostenaufwand in Großanwendungen umgesetzt werden.

- Trennfolie FlexPLAS® – Trennmittelfreie Entformung von FVK-Bauteilen
Um Großstrukturen aus Faserverbundkunststoffen (FVK) trennmittelfrei fertigen zu können, entwickelten Experten von Plasmatechnik und Oberflächen PLATO zusammen mit Wissenschaftlern der Fraunhofer-Projektgruppe Fügen und Montieren FFM des Fraunhofer IFAM die tiefziehfähige Trennfolie FlexPLAS®. Es handelt sich um eine elastische Polymerfolie, die mit einer flexiblen plasmapolymeren Trennschicht ausgestattet ist und selbst bei Dehnungen von 300 Prozent ein problemloses Entformen ermöglicht. Die Folie kann mithilfe einer speziellen Tiefziehtechnik ohne eine bauliche Änderung in das Werkzeug eingebracht werden.

Mit der FlexPLAS®-Trennfolie wurden bereits große carbonfaserverstärkte (CFK-) Strukturen im 1:1-Maßstab ohne den Einsatz von Trennmitteln mit einem Prepreg-Verfahren bei 180 °C im Autoklaven hergestellt. Damit lassen sich die Großbauteile im Anschluss ohne weitere Vorbehandlung lackieren, da durch die Trennfolie eine übertragsfreie Entformung möglich ist. Die innovative Fertigung mit der FlexPLAS® -Trennfolie lässt sich neben der Prepreg-Technologie auch für weitere Herstellungsverfahren wie das (Vakuum-) Infusionsverfahren oder das Handlege-Verfahren einsetzen. Dabei sind die Trenneigenschaften der flexiblen Trennfolie nicht nur auf Carbonfaser- oder Glasfaser-Matrixharze beschränkt.

Zudem ermöglicht die neue Technik ein Inmould-Coating von Faserverbundbauteilen, wobei das Bauteil durch das Einbringen eines Gelcoats auf die Folie integriert lackiert wird. Die Produktivität wird zusätzlich gesteigert, da die Grundreinigung der Formen entfällt und die Folie als Schutzfolie dient.

Kontakt
Fraunhofer IFAM
InnoTrans 2012 I Berlin I Halle 6.2 I Stand 251

Anne-Grete Becker | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.ifam.fraunhofer.de/
http://www.kleben-in-bremen.de/
http://www.kunststoff-in-bremen.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht ZUKUNFT PERSONAL EUROPE: WORK:OLUTION - SUCCEED IN PERMANT BETA
16.07.2018 | GFOS mbH

nachricht Roboter zeichnet Skizzen von Messebesuchern
22.06.2018 | Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics