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COMPAMED 2015 zeigte smarte und kompakte Lösungen für Hightech-Medizingeräte

01.12.2015

Im Bereich der Konsumgüter sind smarte, miniaturisierte Geräte längst zum Standard geworden. Die Medizintechnikindustrie zieht nun nach. Auf der diesjährigen COMPAMED und MEDICA war das Thema “Wearables“ allgegenwärtig.

Die COMPAMED fand Mitte November erstmals mit einer Laufzeit von vier Messetagen parallel zur Medizintechnikmesse MEDICA in Düsseldorf statt und war Anziehungspunkt für 18.800 internationale Fachbesucher.

Der Gemeinschaftsstand des IVAM Fachverband für Mikrotechnik, der Produktmarkt „Hightech for Medical Devices“ in der Halle 8a, zeigte auf mehr als 700 m² Lösungen entlang der Hightech-Wertschöpfungskette. Mit einer Rekordausstellerzahl von 55 Firmen präsentierte sich der IVAM-Stand größer als je zuvor.

Schlüsseltechnologien wie die Mikro- und Nanotechnik sind mittlerweile fest im Markt der Medizintechnik etabliert. Die Technologien sind unabdingbar für die Herstellung smarter miniaturisierter Medizingeräte, wie z.B. Wearables, also unterschiedlichste mobile Diagnostik-, Monitoring- und Therapiesysteme, die direkt am Körper getragen werden können.

Auch mikroelektronische Implantate spielen eine immer größere Rolle. Intelligente Implantate kombinieren dabei Therapie und Diagnose zu sogenannter „Theranostik“ in einem einzigen System. Sie verbinden Sensoren, Aktoren und Signalverarbeitung. Moderne Methoden der Mikro- und Nanotechnologie helfen dabei, die winzigen Komponenten der Implantate hermetisch abzusichern, um langfristige Stabilität und Sicherheit zu erreichen.

Bio-Stabilität und Biokompatibilität sind ebenfalls große Herausforderungen, die es mit Hilfe der Hightech-Industrien zu lösen gilt, um das geeignete Material und die perfekte Oberfläche für Schutzschichten herzustellen.

Die Aussteller vor Ort waren hochzufrieden mit dem Messeverlauf. „Die ersten Aussteller des IVAM-Gemeinschaftsstands konnten direkt nach dem ersten Messetag am Montag ein so positives Zwischenfazit ziehen, dass sie sich direkt für eine erneute Beteiligung in 2016 entschieden haben“, berichtet Dr. Thomas R. Dietrich, Geschäftsführer des IVAM Fachverband für Mikrotechnik

Auch die Laufzeitverlängerung von bisher drei auf vier Messetage wurde auf dem Produktmarkt positiv bewertet. „Die zusätzliche Zeit, die der neue Messetag geboten hat, wurde sowohl von Besuchern als auch von Ausstellern dankbar angenommen. So gab es mehr Zeit für intensive Gespräche am Messestand, um einen Fachvortrag oder die weiteren Ausstellungshallen zu besuchen. Insbesondere die Synergieeffekte zwischen MEDICA und COMPAMED wurden gestärkt“, erläutert Dr. Dietrich weiter.

Auf dem COMPAMED HIGH-TECH Forum, welches ebenfalls von IVAM organisiert wurde, hatte die Laufzeitverlängerung ebenfalls positive Auswirkungen. Die Besucherzahlen des Forums sind signifikant gestiegen. Besonders die ganztägige Session zum Thema „Smart Sensor Solutions“ am zweiten Messetag sorgte mit rund 500 Besuchern dafür, dass kaum ein Platz des COMPAMED HIGH-TECH Forums frei blieb. Auch die Session zum innovativen Thema "Neurotechnik", die IVAM in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IZM aus Berlin organisiert hat, wurde von den Besuchern sehr gut angenommen.

Auch das Thema Ambient Assisted Living (AAL) ist vor dem Hintergrund des demografischen Wandels für viele Industrienationen von großer Bedeutung. Innovative miniaturisierte Medizinprodukte tragen dazu bei, die medizinische Versorgung und die Lebensqualität in der alternden Gesellschaft langfristig zu sichern.

Da sich Japan und Deutschland mit ähnlichen Problemen konfrontiert sehen, gab es im Rahmen der MEDICA und der COMPAMED zahlreiche deutsch-japanische Aktivitäten, u.a. unterstützt durch den IVAM Fachverband für Mikrotechnik, die die Zusammenarbeit beider Nationen im Bereich der Medizintechnik intensivieren. Die deutsch-japanischen Business-Meetings, die während der gesamten Messelaufzeit in den Hallen 8a und 8b stattgefunden haben, sind sehr erfolgreich verlaufen. Insbesondere die japanischen Austeller und Delegationen haben sich sehr zufrieden mit den Gesprächen und Kontakten gezeigt.

Weitere Informationen:

http://www.ivam.de

Mona Okroy-Hellweg | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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