Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IFA Trend 2006: Portable Navigationssysteme

17.08.2006
Portable Navigationssysteme stehen im Fokus der IFA 2006 – VDO Dayton präsentiert MS 2110

Einer der großen Trends für den Bereich Infotainment im Fahrzeug, der auf der IFA gezeigt wird, ist der, der portablen Navigation. Entsprechend stellt VDO Dayton auf der Internationalen Funkausstellung das MS 2110 aus. Das Unternehmen geht aber in Zukunft noch einen Schritt weiter: Immer mehr mobile Geräte für Navigation, Kommunikation und Unterhaltung die fest eingebaute Fahrzeugausrüstung erweitern.


Deshalb hat Siemens VDO den „Media Hub“ entwickelt. Damit können externe Infotainment-Systeme über eine Bluetooth-Verbindung, USB oder andere gängige drahtgebundene Schnittstellen mit dem Anzeige- und Bediensystem des Fahrzeugs vernetzt werden. Was für Telefonate und Musik bereits heute funktioniert, präsentiert Siemens VDO nun erstmals auch für die elektronische Routenführung. Dabei wird die Anzeige vom kleinen Display des Mobiltelefons auf den Monitor im Cockpit des Wagens übertragen. Die Bedienung durch den Fahrer erfolgt sicher und komfortabel mit den Multifunktionstasten am Lenkrad. Auch die Übertragung von TV-Empfang, Video-Download oder Computerspielen auf das Entertainment-System im Fond des Wagens ist mit der universellen Lösung von Siemens VDO denkbar.

Der technische Fortschritt bei tragbaren Infotainment-Geräten nimmt stetig an Geschwindigkeit zu. Insbesondere Mobiltelefone haben sich deshalb in wenigen Jahren vom reinen Kommunikationsgerät zum tragbaren Organizer und Unterhaltungsgerät entwickelt. Sie spielen die Lieblingsmusik ihres Besitzers oder weisen ihm als kompaktes Navigationssystem den rechten Weg zum Ziel. Weitere Funktionen wie TV-Empfang, Video-Download oder Gaming sind bereits absehbar. Und auch bei anderen portablen Geräten vom MP3-Player bis zum Handheld-Computer erwarten Experten eine Vielzahl derartiger Infotainment-Optionen.

Damit Autofahrer die Möglichkeiten dieser mobilen Geräte in Zukunft sicher, ergonomisch und komfortabel auch im Fahrzeug nutzen können, arbeitet Siemens VDO intensiv an einer Integration der externen Funktionen in das Human Machine Interface (HMI) des Autos. Ziel ist es, die mobilen Infotainment-Anwendungen so in das Anzeige- und Bedienkonzept zu integrieren, dass sich zum Beispiel Handy-Navigation oder Internet-Downloads vollständig vom Lenkrad aus bedienen und auf den Displays im Kombiinstrument darstellen lassen.

Siemens VDO hat dafür das Konzept eines „Media Hub“ entwickelt, der als universelle Schnittstelle die Verbindung zwischen externer Funktion und Fahrzeug herstellt. Ähnlich wie bei der Bluetooth-Verknüpfung vom Mobiltelefon an die Freisprechanlage wird er dann auch andere Geräte und Anwendungen auf das HMI des Autos übertragen. Dafür hat das Unternehmen neben der Bluetooth-Schnittstelle eine spezielle Software-Architektur entwickelt, mit der so genannte Proxys übertragen und im Fahrzeug implementiert werden. Diese Dienstprogramme übersetzen die „Sprache“ der externen Geräte in die „Sprache“ des Fahrzeugs und sorgen für den reibungslosen Austausch von Informationen und Befehlen. Sobald Media Hub und Mobiltelefon oder Navigationssystem einmal angemeldet und synchronisiert sind, erkennt das System die Geräte jederzeit wieder und stellt sofort beim Einsteigen und Anschalten die entsprechende Verbindung her. Neben der Anbindung über Bluetooth sind auch USB oder andere gängige drahtgebundene Schnittstellen mit dem Anzeige- und Bediensystem des Fahrzeugs vernetzbar.

Nachdem sich dieser Entwicklungsansatz bei der Telefonie bereits bewährt hat und erste Lösungen für das Musik-Streaming kurz vor der Markteinführung stehen, holt Siemens VDO nun auch die Navigation vom Handy ins Cockpit. Mit Hilfe des „Media Hub“ erfolgt zum Beispiel die Zieleingabe jetzt auch bei der mobilen Routenplanung direkt vom Lenkrad aus. Die Routenhinweise werden im Blickfeld des Fahrers angezeigt, und die Kommandos der Zielführung ertönen aus den Fahrzeug-lautsprechern, während das Radioprogramm automatisch stumm geschaltet wird.

Ähnliche Integrationen sind auch für künftige Anwendungen denkbar. Sobald Mobiltelefone tatsächlich TV-Programme empfangen können oder sich MP3-Player mit Videowiedergabe durchsetzen, können auf demselben Weg auch diese Daten ins Cockpit oder das Entertainment-System im Fond des Fahrzeugs übertragen werden.

Der Media Hub ist ein flexibler Entwicklungsansatz, für den Siemens VDO zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten sieht. Je nach Fahrzeughersteller, Markt und Modell könnte dieser individuell konfigurierbare Baustein für die Infotainment-Zukunft sowohl in die Cockpit-Anzeige- und -Bediensysteme als auch in einem Radio oder einem CD-Tuner integriert werden. Außerdem ist die direkte Anbindung eines einzelnen Bausteins an den CAN-Bus des Fahrzeugs denkbar. Die Entwicklungen am Media Hub sind bereits weit fortgeschritten und alle Prototypen voll funktionsfähig. Eine Serieneinführung wäre deshalb bereits in den kommenden Jahren möglich.

Weitere Informationen für Leser und Endkunden unter:
http://www.siemensvdo.de/contactus
Siemens VDO Automotive ist einer der weltweit führenden Automobilzulieferer für Elektronik und Mechatronik. Der zur Siemens AG gehörende Bereich erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2005 (30.9.2005) einen Umsatz von 9,6 Milliarden Euro.

Eva Appold | Siemens AG
Weitere Informationen:
http://www.siemensvdo.com

Weitere Berichte zu: Hub IFA Mobiltelefon Navigation Navigationssystem

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht ZUKUNFT PERSONAL EUROPE: WORK:OLUTION - SUCCEED IN PERMANT BETA
16.07.2018 | GFOS mbH

nachricht Roboter zeichnet Skizzen von Messebesuchern
22.06.2018 | Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Mit dem Nano-U-Boot gezielt gegen Kopfschmerzen und Tumore

19.07.2018 | Medizin Gesundheit

VDI sieht urbane Produktion und Logistik als integrale Teile der Stadt der Zukunft

19.07.2018 | Architektur Bauwesen

Infrarotsensor als neue Methode für die Wirkstoffentwicklung

19.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics