Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Biosensor auch für den mobilen Einsatz

27.04.2004

Schnell und einfach bestimmte Stoffe in biologischen Proben nachzuweisen, etwa Hormone in Blut oder Giftstoffe in Lebensmitteln, ist die Aufgabe eines Biosensors. Bei einem solchen Sensor werden elektronische Bauteile mit biologischen Rezeptoren kombiniert. Binden Moleküle aus einer Probenlösung an diese Rezeptoren, kann dies physikalisch gemessen werden. Auf der Messe Analytica in München präsentiert vom 11.-14.5.04 eine im Aufbau befindliche Firmenausgründung des Bonner Forschungszentrums caesar - S-sens(R) analytics - ein neu entwickeltes Biosensorsystem, das eine Reihe von Vorteilen gegenüber bisherigen Systemen aufweist.

Das neue Biosensorsystem ist modular gestaltet. Verschiedene Ausstattungen und unterschiedliche Sensortypen in Kombination mit einem einfach zu wechselnden Fluidikmodul werden den diversen Anforderungen der Anwender gerecht. So kann das kompakte Chiplesemodul separat für mobile Anwendungen eingesetzt werden. Dies ist insbesondere für Umweltanalysen wichtig, da sie häufig direkt vor Ort durchgeführt werden müssen. Verwendet man das Sensorsystem gemeinsam mit einem externen Autosampler, sind vollautomatische Analysen möglich.

... mehr zu:
»Biosensor »Rezeptoren

Der im System verwendete Sensor arbeitet nach dem Prinzip einer Mikrowaage. Gemessen wird die Massenzunahme, die durch die Bindung spezifischer Moleküle auf der Sensoroberfläche erfolgt. Der Sensor ist in der Lage, sehr geringe Mengen des jeweils gesuchten Stoffes nachzuweisen: Sogar Massenänderungen von nur 800 Femtogramm pro Quadratmillimeter kann er noch erfassen (1 Femtogramm = 0,000000000000001 Gramm). Dies entspricht etwa dem Gewicht eines einzelnen E.coli-Bakteriums.

Auf Basis der erforschten Technologie lassen sich auch kundenspezifische neue Produkte entwickeln, die für bestimmte Untersuchungen maßgeschneidert sind. Wichtige Anwendungsfelder für Biosensoren sind u.a. die biochemische Forschung, Prozessüberwachung sowie Umwelt- und Lebensmittelanalytik.

Seit 2000 entwickelt bei caesar ein interdisziplinäres Team Biosensoren zur molekularen Wechselwirkungsanalyse. S-sens(R) analytics wird zukünftig diese Sensorsysteme weiterentwickeln, herstellen und vertreiben. Dabei sollen enge Kooperationen mit Partnern aus der Wissenschaft und der Industrie den Erfolg bei der Produktentwicklung und der Bereitstellung kundenspezifischer Lösungen sicherstellen. Auf der Analytica sollen neue Kooperationspartner gewonnen werden, die einen Biosensor für verschiedene Anwendungsfelder benötigen.

Das internationale Forschungszentrum caesar (center of advanced european studies and research) hat 1999 die Arbeit aufgenommen. Mit inzwischen über 200 Mitarbeitern forschen interdisziplinäre Teams in den Bereichen Biotechnologie, Materialwissenschaften/Nanotechnologie und Kommunikationsergonomie/Medizintechnik. Forschung und industrielle Anwendung gehen Hand in Hand: caesar entwickelt innovative Produkte und Verfahren und unterstützt die Wissenschaftler bei Firmenausgründungen.

Francis Hugenroth | Forschungszentrum caesar
Weitere Informationen:
http://www.caesar.de/presse

Weitere Berichte zu: Biosensor Rezeptoren

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Messenachrichten:

nachricht ZUKUNFT PERSONAL EUROPE: WORK:OLUTION - SUCCEED IN PERMANT BETA
16.07.2018 | GFOS mbH

nachricht Roboter zeichnet Skizzen von Messebesuchern
22.06.2018 | Fraunhofer-Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen SCAI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Messenachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics