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Terahertz-Detektoren für die Astrophysik und Atmosphärenforschung

15.04.2004


Das I. Physikalische Institut der Universität zu Köln / "Kölner Observatorium für SubMillimeter Astronomie" (KOSMA) ist Projektpartner der Mikroproduktionslinie des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) auf der Hannovermesse Industrie 2004. Auf der Messe werden live Mikrobauteile von der Größe eines menschlichen Haars in einer Mikroproduktionslinie montiert und als Werbegeschenk an die Besucher abgegeben. Der Stand ist vom 19. bis 24. April 2004 auf der Hannovermesse, in Halle 15 Standnummer D 36/ 1 zu finden.



Am I. Physikalischen Institut/KOSMA werden gekühlte Terahertz-Detektoren für die Astrophysik und Atmosphärenforschung entwickelt. Diese werden zum Teil unter extremen Umweltbedingungen, wie zum Beispiel auf dem Gornergrat (Höhe 3.100 m) in der Schweiz oder an der Amundsen-Scott Südpolarstation, eingesetzt. Diese Detektoren werden auch in das ESA Herschel Space Telescope und das NASA/DLR SOFIA Flugzeug Observatorium eingebaut.



Um 800 GHz Mixer mit einer Dicke und Breite von unter 100 µm in Hohlleitrstrukturen einzubauen wurde eine Mikromontage-Station auf der Basis eines Nanorobotik-Systems (Dr. Volker Klocke Nanotechnik, Aachen) entwickelt. Diese Mikromontage-Station und ihr Einsatz bei KOSMA ist einzigartig im Bereich der Mikromechanik. Es gibt nur wenige Firmen, die in der Lage sind, Mikroteile mit Mikrometerpräzision für reale Produkte zu montieren.

Zahlreiche Referenzen auf internationalen Technologiemessen und Industrieveröffentlichungen führten dazu, daß KOSMA bereits im vergangenen Jahr durch die Hannovermesse GmbH und den Verband Deutscher Anlagen- und Maschinenbau eingeladen wurde, an der Hannovermesse Industrie 2003 teilzunehmen. Das Projekt bestand darin, eine Mikroproduktionslinie aufzubauen, mit der auf der Messe live Mikrobauteile montiert werden können, die wiederum als Werbegeschenke an die Besucher verteilt werden. Ein Werbegeschenk auf der Basis der KOSMA Terahertz-Detektoren wurde entwickelt und auf der Messe in Serie gefertigt. So konnte gezeigt werden, dass selbst unter den schwierigen Bedingungen einer Messe eine preiswerte und automatisierte Fertigung mikromechanischer Produkte, einschließlich der nötigen Qualitätssicherung, möglich ist.

Auf der Hannovermesse 2004 wird es eine Neuauflage dieses Projektes unter Beteiligung weiterer Partner geben.

Weitere Informationen zu KOSMA und dem I. Physikalischen Institut der Universität zu Köln sind im Internet abrufbar.

Für Rückfragen steht Ihnen Michael Brandt unter der Telefonnummer 0221/ 470-3489 oder 0177 / 768.41.38, der Fax-Nummer 0221/470-5162 und unter der Email-Adresse brandt@ph1.uni-koeln.de zur Verfügung.

Eva Faresin | idw
Weitere Informationen:
http://www.ph1.uni-koeln.de/micro/deutsch/sdm_d.html
http://www.uni-koeln.de/pi/

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