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Biotechnologie in Deutschland darf nicht auf halber Strecke stehen bleiben

07.06.2002

Vom 9. bis 12. Juni dieses Jahres findet in Toronto (Kanada) die weltweit größte Messe im Bereich Biotechnologie, die "BIO 2002", statt. Bereits zum sechsten Mal beteiligen sich auch deutsche Biotech-Unternehmen an der vom US-amerikanischen Biotechnologieverband ausgerichteten Veranstaltung. Mit rund 120 Ausstellern ist Deutschland wie im Vorjahr das am stärksten vertretene Teilnehmerland außerhalb Nordamerikas.

"Die hohe Beteiligung Deutschlands an der BIO 2002 sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass in der Biotechnologie die Musik noch immer in den USA spielt", gibt Dr. Jens Katzek, Geschäftsführer der Deutschen Industrievereinigung Biotechnologie (DIB), zu bedenken. "Zwar hat sich der Abstand zwischen Deutschland und den weltweit führenden Staaten wie den USA, Kanada oder Großbritannien im Hinblick auf die Zahl der Unternehmen verringert, doch um künftig auch beim Umsatz und der Anzahl der Produkte aufholen zu können, sind die deutschen Biotech-Unternehmen auf ein günstiges wirtschaftspolitisches Umfeld angewiesen".

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Eine positive Entwicklung der Biotechnologie in Deutschland schließt erfolgreiche Partnerschaften mit US-Firmen ein. Die amerikanischen Firmen wenden sich jedoch an Partner, die in der Lage sind, in ihren Ländern gute Ideen schnell und kostengünstig umzusetzen. Auch dies erfordert klare rechtliche und politische Rahmenbedingungen. Die DIB setzt sich daher dafür ein, dass die novellierten europäischen Gentechnik-Richtlinien sowie die europäische Biopatent-Gesetzgebung konsequent in deutsches Recht umgesetzt und international wettbewerbsfähige steuerrechtliche Rahmenbedingungen für kleine Biotech-Firmen geschaffen werden. Auch die Beendigung des in Europa bestehenden Anbauverbots für gentechnisch veränderte Pflanzen sollte nach Auffassung der DIB dringend aufgehoben werden.

Für die BIO 2002 werden rund 16.000 Besucher aus der ganzen Welt erwartet.

Dr. Elke Ditterich | ots

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