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AUTOMATICA 2014 zeigt Professionelle Servicerobotik

23.01.2014
Tuchfühlung mit Menschen: Serviceroboter in Medizin und Pflege

Die Servicerobotik in der Medizin und Pflege ist von zukunftsweisender Bedeutung. Ob in der Chirurgie, in der Pflege und Rehabilitation oder in der Logistik und Organisation von Krankenhäusern – Serviceroboter werden in immer mehr Bereichen erfolgreich eingesetzt.

Mit einem Umsatz von USD 1,5 Milliarden in 2012 haben Medizinroboter einen Anteil von 44 Prozent des Gesamtvolumens in der Professionellen Servicerobotik. Die AUTOMATICA, vom 3. bis 6. Juni 2014, gibt der Professionellen Servicerobotik eine eigene Plattform und zeigt die neuesten Entwicklungen und konkreten Anwendungen.

Dank Bewegungserfassung, Navigation, Lernfähigkeit und künstlicher Intelligenz bilden Mensch und Maschine immer öfter ein perfektes Team. Ein Paradebeispiel dafür ist der Chirurgieroboter „da Vinci“ mit seinem Siegeszug rund um den Globus. Im Gegensatz zur herkömmlichen minimal-invasiven Chirurgie, die schon lange bei Gallenblasen- und Blinddarm-Operationen angewandt wird, können mit dem da Vinci Roboter viel komplexere Eingriffe sicher durchgeführt werden. „In der Urologie können wir komplexe Nierentumore organerhaltend nun mit weniger Schmerzen entfernen und die Patienten früher entlassen“, so Dr. Ahmed Magheli, leitender Oberarzt Urologie der Charité Berlin. „Dies trifft vor allem auch für die radikale Prostata-Operation zu, die eine besonders feine Technik erfordert, da Kontinenz und Potenz in Gefahr sind.“ Mussten früher Chirurgen bis zu 200 laparoskopische Eingriffe absolvieren, um konstant gute Resultate zu erzielen, können sie heute dank da Vinci die Operation sehr viel rascher mit exzellenten Ergebnissen beherrschen. „Da Vinci revolutionierte die minimal-invasiven Prostata-Eingriffe und machte sie einem breiten Publikum zugänglich.“

In der Chirurgie bleibt der Roboter stets unter Kontrolle des Arztes, bestätigt Prof. Gerd Hirzinger, ehemaliger Leiter des Instituts für Robotik und Mechatronik der DLR in Oberpfaffenhofen. „Aber eine Biopsie-Nadel zielsicher in einen bloß wenige Millimeter großen Gehirntumor zu stechen, erledigt ein kleiner Roboterarm zitterfrei und gegebenenfalls präziser als die Chirurgenhand.“

Ganz nah am Menschen sind KUKA-Roboter aktiv: sie helfen, Diagnosen zu stellen, planen und führen Behandlungen durch. Roboter positionieren Patienten, realisieren Konzeptstudien zur Knochenchirurgie und tragen mit robotergestützter Rehabilitation nach Schlaganfall dazu bei, Autonomie und Lebensqualität von hilfsbedürftigen Menschen zu verbessern. „Mit Schlüsseltechnologien im Bereich Sicherheit, einfachen Bedienkonzepten und autonomer Navigation mausern sich Roboter zum cleveren Assistenten des Menschen“, bringt es Michael Otto, Leiter Medizinrobotik bei KUKA Laboratories GmbH auf den Punkt.

Servicerobotik in der Logistik moderner Krankenhäuser
Wertvolle Dienste leistet Servicerobotik in der Logistik moderner Krankenhäuser wie das Niguarda Ca‘ Granda Hospital in Mailand. Auf rund 340.000 Quadratmetern zirkulieren 32 fahrerlose Transportfahrzeuge, bringen – völlig autonom - Essen zu den Stationen, entsorgen Wäsche und Abfall, holen Medikamente aus der Pharma-Lagerverwaltung, besorgen medizinischen Zubehör und nehmen Sterilisierungen vor. Die über 4.100 Fachleute können ihre Zeit damit für Aktivitäten höherer Wertschöpfung nutzen und sich besser um die Patienten kümmern.
„Wesentlich für diesen hohen Automatisierungsgrad ist flexible, konfigurierbare und autonome Servicerobotik“, erklärt Nicola Tomatis, CEO der BlueBotics SA und Erfinder der ANT (Autonomous Navigation Technology). „Das selbständige Funktionieren in einem menschlichen Umfeld fordert intelligentes Navigieren, das ohne zusätzliche Infrastruktur auskommt und damit auf breiter Ebene wirtschaftlich einsetzbar ist.“

Große Fortschritte in der Rehabilitation
Wirtschaftlichen Erfolg verbuchen Serviceroboter in der Rehabilitation. „Erkenntnisse über die Neuroplastizität des zentralen Nervensystems und des funktionsorientierten Lernens zeigen, dass Patienten mit neurologischen Bewegungsstörungen ihre Gehfähigkeit durch intensives Training wiedererlernen können“, kommentiert Dr. Gery Colombo, Mitgründer und CEO der Hocoma, weltweit führend in automatisierten Therapiegeräten. Die Nase vorn hat er mit dem neuen Modul FreeD. Es ergänzt den Lokomaten durch weitere Freiheitsgrade und trainiert zusätzliche motorische Aspekte für die spätere Reha-Phase. „Der neue Cochrane Review, eine evidenzbasierte Metaanalyse, weist nach, dass Schlaganfallpatienten, die robotergestütztes Gangtraining kombiniert mit Physiotherapie erhalten, viel eher wieder selbstständig gehen lernen als solche, die konventionell trainieren.“

Die Mensch-Roboter-Interaktion ist entscheidend
„Die zukünftige Herausforderung für Serviceroboter sind ihre Kommunikationsfähigkeit und ihre enge Interaktion mit dem Menschen“, stellt Dr. Roko Tschakarow fest, Geschäftsbereichsleitung Mobile Greifsysteme bei SCHUNK. Besonders interessant sind Serviceroboter dort, wo sie präziser als der Mensch arbeiten. So realisierte SCHUNK mit der italienischen Technologiebrutstätte Loccioni in einer Krankenhaus-Apotheke einen Roboter, dessen Greifer toxische Substanzen für die Tumortherapie mischen und dank dieser Automatisierung die Qualität nachweislich verbesserten.

Servicerobotik als Highlight auf der AUTOMATICA 2014
Die AUTOMATICA 2014 zeigt konkrete Anwendungen in der Servicerobotik in einem eigenständigen Ausstellungsbereich in der Halle A4. Das Produktangebot wird durch wissenschaftliche Vorträge und Podiumsdiskussionen auf dem AUTOMATICA Forum in der Halle B5 ergänzt.


Mehr Informationen zum Ausstellungsbereich Professionelle Servicerobotik:
www.automatica-servicerobotics.com

Sehen Sie hier den AUTOMATICA Servicerobotik-Film:
http://www.youtube.com/watch?v=4JOcxwTf5Fs

Mehr Informationen zu dem AUTOMATICA-Forum und den Servicerobotik-Vorträgen: http://www.automaticaforum.de/servicerobotik

Diese und weitere Presseinformationen zur AUTOMATICA 2014: http://automatica-munich.com/de/Home/cn/Journalisten/prcn/presseinfo

Weitere Informationen zur AUTOMATICA: http://automatica-munich.com/de/



AUTOMATICA - Internationale Fachmesse für Automation und Mechatronik
Die AUTOMATICA ist die internationale Fachmesse, die alle Segmente des Bereiches Robotik + Automation unter einem Dach vereint: sie ist der zentrale Treffpunkt für Hersteller und Anwender von Montage- und Handhabungstechnik, Robotik sowie Industrieller Bildverarbeitung. Die AUTOMATICA findet seit 2004 im zweijährigen Rhythmus auf dem Gelände der Messe München statt. Fokus der Messe ist, die komplette Wertschöpfungskette darzustellen. Hinter dem industriegetriebenen Konzept der AUTOMATICA stehen die Messe München GmbH und VDMA Robotik + Automation, ideell-fachlicher Träger der Messe. Die Aussteller- und Besucherzahlen der AUTOMATICA sind von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer im Auftrag der Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen (FKM) geprüft und international durch UFI (Global Association of the Exhibition Industry) zertifiziert.
www.automatica-muenchen.de
Neuer Ausstellungsbereich Professionelle Servicerobotik
Die AUTOMATICA 2014 wird erstmalig einen eigenen Ausstellungsbereich zum Thema Professionelle Servicerobotik präsentieren. Somit positioniert sich AUTOMATICA als eine Business-to-Business Plattform für professionelle Servicerobotik und als führende Fachmesse für Industrierobotik und professionelle Servicerobotik unter einem Dach. Der Schwerpunkt liegt auf verkaufbaren Endprodukten und Komponenten, die als Investitionsgüter unmittelbar zum Einsatz kommen. Details und Neuigkeiten sind abrufbar unter: http://www.automatica-servicerobotics.com

Parallelveranstaltung
In 2014 finden die Fachmessen AUTOMATICA und MAINTAIN sowie die Gastveranstaltung Intersolar Europe erstmals räumlich und mit zeitlicher Überschneidung auf dem Gelände der Messe München statt. Besucher haben die Möglichkeit, alle drei Fachmessen mit Ihrer jeweiligen Eintrittskarte zu besuchen.
Unter dem Motto „One Stop – Three Shows“ präsentieren Aussteller Neuheiten und Trends der Automation und Mechatronik, der industriellen Instandhaltung sowie der Solarindustrie. Mehr Informationen finden Sie unter: http://www.automatica-munich.com/link/de/27148328

Messe München International
Die Messe München International ist mit rund 40 Fachmessen für Investitionsgüter, Konsumgüter und Neue Technologien allein am Standort München einer der weltweit führenden Messeveranstalter. Über 30.000 Aussteller und rund zwei Millionen Besucher nehmen jährlich an den Veranstaltungen auf dem Messegelände, im ICM – Internationales Congress Center München und im MOC Veranstaltungscenter München teil. Die internationalen Leitmessen der Messe München International sind FKM-zertifiziert, d.h. dass die Aussteller- und Besucherzahlen sowie Flächenangaben nach einheitlichen Standards ermittelt und durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer testiert werden. Darüber hinaus veranstaltet die Messe München International Fachmessen in Asien, in Russland, im Mittleren Osten und in Südafrika. Mit neun Beteiligungsgesellschaften in Europa und Asien und Afrika sowie über 60 Auslandsvertretungen, die mehr als 90 Länder betreuen, verfügt die Messe München International über ein weltweites Netzwerk. Auch beim Thema Nachhaltigkeit übernimmt sie eine Vorreiterrolle: Als erste Messeeinrichtung wurde sie mit dem Zertifikat „Energieeffizientes Unternehmen“ vom TÜV SÜD ausgezeichnet.
www.messe-muenchen.de

Ansprechpartner für die Presse:
AUTOMATICA
Ivanka Stefanova-Achter – Pressekontakt, Messe München International
Tel. (+49 89) 949 - 21488
Email: ivanka.stefanova-achter@messe-muenchen.de

VDMA Robotik + Automation
Thilo Brodtmann, Geschäftsführer VDMA Robotik + Automation
Tel. (+49 69) 6603 - 1590
Fax (+49 69) 6603 - 2590
Email: thilo.brodtmann@vdma.org

Ivanka Stefanova-Achter | Messe München International
Weitere Informationen:
http://www.vdma.org/r+a
http://www.messe-muenchen.de

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Silizium-basierte Anoden können in Lithium-Ionen-Akkus prinzipiell neunmal so viel Ladung speichern wie der üblicherweise verwendete Graphit, bei gleichem...

Im Focus: Ein neuer Weg zur superschnellen Bewegung von Flussschläuchen in Supraleitern entdeckt

Ein internationales Team von Wissenschaftern aus Österreich, Deutschland und der Ukraine hat ein neues supraleitendes System gefunden, in dem sich magnetische Flussquanten mit Geschwindigkeiten von 10-15 km/s bewegen können. Dies erschließt Untersuchungen der reichen Physik nichtlinearer kollektiver Systeme und macht einen Nb-C-Supraleiter zu einem idealen Materialkandidaten für Einzelphotonen-Detektoren. Die Ergebnisse sind in Nature Communications veröffentlicht.

Supraleitung ist ein physikalisches Phänomen, das bei niedrigen Temperaturen in vielen Materialien auftritt und das sich durch einen verschwindenden...

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