Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Scharfe MR-Bilder trotz schneller Bewegungen

02.04.2007
Mit einer speziellen Software können MR-Tomographen von Siemens jetzt auch scharfe Bilder liefern, obwohl sich die Patienten während der Untersuchung bewegen.

Die syngo Blade genannte Technik kommt besonders Kindern zugute, die bisher bei Untersuchungen im Magnetresonanztomographen (MRT) Beruhigungsmittel verabreicht bekamen. Während der mehrere Minuten dauernden Aufnahme durften Patienten sich nicht bewegen oder mussten bei Lungenuntersuchungen sogar kurzzeitig die Luft anhalten. Der Vorteil des neuen Verfahrens liegt für Kliniken und Praxen darin, dass sie Patienten jetzt einfacher und schneller untersuchen können.


Laut Statistik wird jedes dritte Kind unter zehn Jahren im MR-Tomographen unter Beruhigungsmittel gesetzt. Bei Kindern bis zwei Jahre werden drei Viertel der kleinen Patienten sogar unter Vollnarkose untersucht. Da es relativ wenige, auf Kinder spezialisierte Narkoseärzte gibt, ist es häufig nicht einfach, rasch einen Termin für eine Untersuchung zu bekommen. Kinder in dem Alter sind zudem oft erkältet; dann muss die Untersuchung verschoben werden. Ebenso, wenn das Kind trotz ärztlicher Anweisung zur Narkose nicht völlig nüchtern ist. Überhaupt erst möglich wird die MR-Tomographie nun für Patienten, die wegen einer Erkrankung zittern oder geistig verwirrt sind.

Die neue Technik funktioniert mit MR-Tomographen von Siemens Medical Solutions, die das Aufnahmeprinzip Tim verwenden. Tim steht für Total Imaging Matrix. Diese Aufnahmespulen können sehr flexibel gehandhabt werden und erlauben Messungen mit höchster Genauigkeit und gleichzeitig hoher Geschwindigkeit. So sind unter anderem Ganzkörperaufnahmen in einem Schritt bis zu einer Körpergröße von mehr als zwei Metern möglich, ohne dass der Patient umgelagert werden muss.

... mehr zu:
»MR-Tomograph

Bei syngo Blade ermittelt das Aufnahmesystem in schneller Wiederholung die Kontur des untersuchten Körperteils in geringerer Auflösung und verwendet diese Umrissbilder zur kontinuierlichen Justierung, wenn sich der Patient bewegt. Die Software errechnet dann die Bilder so, als wäre die Person ruhig gelegen. Das funktioniert bei raschen links-rechts Kopfdrehungen und bei Bewegungen aller anderen Körperteile wie Gelenke oder Bauch. (IN 2007.04.2)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

Weitere Berichte zu: MR-Tomograph

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizintechnik:

nachricht Grünen Star effektiv therapieren: Wächter über den Augeninnendruck
02.07.2018 | Fraunhofer Institute for Microelectronic Circuits and Systems IMS

nachricht Künstliche Bauchspeicheldrüse bewährt sich im Spital
26.06.2018 | Universitätsspital Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizintechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Optische Kontrolle von Herzfrequenz oder Insulinsekretion durch lichtschaltbaren Wirkstoff

17.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Umweltressourcen nachhaltig nutzen

17.07.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Textilien 4.0: Smarte Kleidung und Wearables als Innovation

17.07.2018 | Innovative Produkte

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics