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Bessere Herzdiagnostik durch Computertomographie

03.08.2005

Völlig neue Einblicke in das menschliche Herz erlaubt der weltweit schnellste Computertomograph, der Siemens Somatom Sensation 64. Das Beratungsunternehmen Frost & Sullivan hat das System jetzt mit dem Preis „Enabling Technology“ des Jahres 2005 ausgezeichnet. Das Gerät mit der Rotationsgeschwindigkeit von nur 0,33 Sekunden ermöglicht Aufnahmen mit höchster Qualität und einer räumlichen Auflösung von unter 0,4 Millimetern – auch von bewegten Organen.

Daraus ergeben sich Vorteile bei der Untersuchung von Herzkranzgefäßerkrankungen: Bisher musste zum Erkennen von Ablagerungen im Innern der Gefäße, die diese verengen und schließlich zum Infarkt führen können, in einem relativ komplizierten und langwierigen Eingriff ein Herzkatheter eingeführt werden. Mit Hilfe der CT-Koronar-Angiographie verkürzt sich die Untersuchung inklusive Diagnose von 45 auf nur noch etwa zehn Minuten, mit acht Sekunden Scanzeit. Dem Patienten bleibt ein belastender Eingriff erspart.

Die Vereinfachung der Untersuchung – bei gesteigerter Diagnosesicherheit – reduziert zugleich Kosten. Beispiel Notfallmedizin: Mit den herkömmlichen Methoden durchlief ein Patient mit akuten Brustschmerzen eine zeitaufwändige und teure Kaskade: Zunächst wurde eine Computertomographie der Lunge gemacht, um eine Embolie auszuschließen. Danach wurde, ebenfalls per CT, die Aorta auf Verletzungen überprüft, um, wenn dies nicht der Fall war, schließlich die Koronargefäße mit Katheter zu untersuchen. Mit dem Somatom Sensation 64 kann nun der gesamte Brustkorb mit nur einer Computertomographie innerhalb von 15 Sekunden gescannt und damit alle potentiell betroffenen Organe auf einmal sichtbar gemacht werden.

Mit 70 Prozent Marktanteil und mehr als 330 installierten Geräten profitieren weltweit führende Experten und Institute von der Technik, darunter das William Beaumont Krankenhaus in Royal Oak, Michigan, USA, das Toyohashi Herzzentrum in Japan, das Deutsche Herzzentrum in München und das Centre Chirurgical Marie Lannelongue in Paris.

Die hohe Bildauflösung verbessert auch in anderen klinischen Anwendungsbereichen die Diagnostik. So kann die Wachstumsgeschwindigkeit eines Tumors sehr viel genauer überwacht werden, bei Schlaganfällen lassen sich Hirnstrukturen genauer darstellen und sogar die Darmspiegelung, ein bei Patienten unbeliebter Routineeingriff, ist per CT möglich – als virtueller Flug durch den Dickdarm.

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com

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