Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Preiswürdige Forschung: "Känguruh-Pflege" lindert Schmerzen bei Früh- und Neugeborenen

31.05.2010
Auch Ergebnisse zur Kinderonkologie genossen viel Aufmerksamkeit auf dem Kongress für Komplementärmedizinische Forschung in Tromsö/Norwegen

Känguruh-Pflege lindert das Schmerzempfinden (z.B. bei notwendigen Blutentnahmen) von früh- oder neugeborenen Kindern. Bei der so genannten Känguruh-Pflege wird das kranke Frühgeborene auf den Bauch der Mutter oder des Vaters gelegt.

Für seine systematische Übersichtsarbeit mit diesem Ergebnis ist der leitende Neonatologe der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke, Herr Dr. med. Michael T. Thiel, vergangene Woche auf dem internationalen Kongress für komplementärmedizinische Forschung in Tromsö/Norwegen ausgezeichnet worden.

Thiel erhielt den Posterpreis zusammen mit seinem Koautor, Priv.-Doz. Dr. Thomas Ostermann vom Gerhard-Kienle-Lehrstuhl für Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin im Zentrum für integrative Medizin an der Universität Witten/Herdecke. Thiel: "Diese Methode, die wir hier in Herdecke schon sehr lange anwenden, hat einen deutlichen positiven Einfluss auf die Frühgeborenen: Sie empfinden weniger Schmerzen, aber auch andere positive Effekte sind wissenschaftlich belegt, wie z.B. eine verbesserte Atmung oder ein stabilerer Kreislauf."

Auf diesem weltgrößten wissenschaftlichen Kongress für Komplementär- und Alternativmedizin, an dem mehr als 500 Wissenschaftler aus aller Welt teilgenommen haben, wurden noch weitere Ergebnisse der Forschungsarbeit aus der Kinder- und Jugendmedizin im Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke vorgestellt. Der leitende Arzt der Abteilung, Dr. med. Alfred Längler, hat über seine Forschungsergebnisse zum Einsatz von Homöopathie in der Kinderonkologie berichtet. Es ist dies die in Deutschland am häufigsten angewandte ergänzende Behandlungsmethode bei krebskranken Kindern. Darüber hinaus stellte Längler auch noch Ergebnisse einer von der Gerhard-Kienle-Stiftung geförderten Studie zu den Einstellungen und Meinungen von deutschen Kinderonkologen zu ergänzenden Therapieverfahren vor. Längler: "Wir sind überrascht, wie grundsätzlich positiv deutsche Kinderonkologen diesem Thema gegenüber eingestellt sind. Besonders beeindruckt hat uns die Tatsache, dass sich Kinderonkologen viel mehr Fortbildungen zu solchen Themen wünschen." Die in Tromsö vorgestellten Ergebnisse sind bislang die einzigen wissenschaftlichen Daten, die diesen Themenbereich in Europa beschreiben.

Weitere Informationen bei M. Riepe, Leiter Kommunikation, 0171 69 78 78 3 oder 02330 62-0, mobil.riepe@gls.de

Kay Gropp | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-wh.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Spezialfarbstoff erlaubt völlig neue Einblicke ins Gehirn
16.08.2018 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Keime fliegen mit
16.08.2018 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Im Focus: Magnetische Antiteilchen eröffnen neue Horizonte für die Informationstechnologie

Computersimulationen zeigen neues Verhalten von Antiskyrmionen bei zunehmenden elektrischen Strömen

Skyrmionen sind magnetische Nanopartikel, die als vielversprechende Kandidaten für neue Technologien zur Datenspeicherung und Informationsverarbeitung gelten....

Im Focus: Unraveling the nature of 'whistlers' from space in the lab

A new study sheds light on how ultralow frequency radio waves and plasmas interact

Scientists at the University of California, Los Angeles present new research on a curious cosmic phenomenon known as "whistlers" -- very low frequency packets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2018

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bionik im Leichtbau

17.08.2018 | Verfahrenstechnologie

Klimafolgenforschung in Hannover: Kleine Pflanzen gegen große Wellen

17.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

HAWK-Ingenieurinnen und -Ingenieure entwickeln die leichteste 9to-LKW-Achse ihrer Art

17.08.2018 | Messenachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics