Preiswürdige Forschung: "Känguruh-Pflege" lindert Schmerzen bei Früh- und Neugeborenen

Känguruh-Pflege lindert das Schmerzempfinden (z.B. bei notwendigen Blutentnahmen) von früh- oder neugeborenen Kindern. Bei der so genannten Känguruh-Pflege wird das kranke Frühgeborene auf den Bauch der Mutter oder des Vaters gelegt.

Für seine systematische Übersichtsarbeit mit diesem Ergebnis ist der leitende Neonatologe der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke, Herr Dr. med. Michael T. Thiel, vergangene Woche auf dem internationalen Kongress für komplementärmedizinische Forschung in Tromsö/Norwegen ausgezeichnet worden.

Thiel erhielt den Posterpreis zusammen mit seinem Koautor, Priv.-Doz. Dr. Thomas Ostermann vom Gerhard-Kienle-Lehrstuhl für Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin im Zentrum für integrative Medizin an der Universität Witten/Herdecke. Thiel: „Diese Methode, die wir hier in Herdecke schon sehr lange anwenden, hat einen deutlichen positiven Einfluss auf die Frühgeborenen: Sie empfinden weniger Schmerzen, aber auch andere positive Effekte sind wissenschaftlich belegt, wie z.B. eine verbesserte Atmung oder ein stabilerer Kreislauf.“

Auf diesem weltgrößten wissenschaftlichen Kongress für Komplementär- und Alternativmedizin, an dem mehr als 500 Wissenschaftler aus aller Welt teilgenommen haben, wurden noch weitere Ergebnisse der Forschungsarbeit aus der Kinder- und Jugendmedizin im Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke vorgestellt. Der leitende Arzt der Abteilung, Dr. med. Alfred Längler, hat über seine Forschungsergebnisse zum Einsatz von Homöopathie in der Kinderonkologie berichtet. Es ist dies die in Deutschland am häufigsten angewandte ergänzende Behandlungsmethode bei krebskranken Kindern. Darüber hinaus stellte Längler auch noch Ergebnisse einer von der Gerhard-Kienle-Stiftung geförderten Studie zu den Einstellungen und Meinungen von deutschen Kinderonkologen zu ergänzenden Therapieverfahren vor. Längler: „Wir sind überrascht, wie grundsätzlich positiv deutsche Kinderonkologen diesem Thema gegenüber eingestellt sind. Besonders beeindruckt hat uns die Tatsache, dass sich Kinderonkologen viel mehr Fortbildungen zu solchen Themen wünschen.“ Die in Tromsö vorgestellten Ergebnisse sind bislang die einzigen wissenschaftlichen Daten, die diesen Themenbereich in Europa beschreiben.

Weitere Informationen bei M. Riepe, Leiter Kommunikation, 0171 69 78 78 3 oder 02330 62-0, mobil.riepe@gls.de

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Kay Gropp idw

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