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Krankheit und psychosoziale Faktoren

13.02.2002


"Die Seele dem Körper - Somatische Erkrankung, Persönlichkeit und Neurowissenschaft" heißt das Rahmenthema der Jahrestagung 2002 des Deutschen Kollegiums für Psychosomatische Medizin (DKPM), die vom 6. Bis 9. März im Edwin-Scharff-Haus Neu-Ulm stattfindet. Die Tagungsleitung hat PD Dr. Jörn von Wietersheim, Leiter der Sektion Psychosomatische Medizin in der Abteilung Psychotherapie und Psychosomatische Medizin (Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Horst Kächele) der Universität Ulm.

Im Tagungsthema bildet sich das große klinische und wissenschaftliche Spektrum der psychosomatischen Medizin ab. So wird es in den Plenarvorträgen zum einen um zwei Krankheitsbilder (Herzerkrankungen und Hauterkrankungen) und deren Bezüge zu psychosozialen Faktoren gehen. Hierbei können psychosoziale Faktoren einerseits als Krankheitsauslöser eine Rolle spielen; andererseits sind sie auch bei der Krankheitsverarbeitung zu berücksichtigen. Einen weiteren Schwerpunkt der Tagung markieren die bildgebenden diagnostischen Verfahren und deren Bezüge zur Psychotherapie und Psychosomatik. Mit diesen Verfahren (z. B. PET-Scan, fMRT) kann man erkennen, welche Gehirnareale, die für bestimmte geistige und emotionale Prozesse stehen, besonders aktiv sind. So lassen sich zum Beispiel die Aversion, die magersüchtige Patienten gegenüber Speisen haben, oder durch Psychotherapie bewirkte Veränderungen der Gehirnaktivität auch experimentell erfassen. Anhand ausgewählter Störungsbilder (Reizdarmsyndrom, Zwangserkrankung, Persönlichkeitsstörung) wird die Relevanz dieser Untersuchungsverfahren für die psychosomatische Forschung und Therapie dargestellt. Auch in dem Vortrag "Gehirn und Bewusstsein" von Prof. Dr. Gerhard Roth, Universität Bremen, (am Samstag, 9.3.2002, 9.00 Uhr) wird diese Thematik aufgegriffen.


In einer Pressekonferenz am

Donnerstag, dem 7.3.2002, 13.15 Uhr
im Edwin-Scharff-Haus, Silcherstr. 40, 89231 Neu-Ulm, Studio Stuttgart,

informieren die Veranstalter der Tagung, die Vorstandsmitglieder des Deutschen Kollegiums für Psychosomatische Medizin sowie einige der Hauptreferenten die Vertreter der Medien über die Tagungsinhalte. Dazu sind alle Interessenten herzlich eingeladen.

Peter Pietschmann | idw

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