Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

DGE zertifiziert Praxen und Kliniken - mehr Qualität für Patienten mit hormonellen Erkankungen

21.12.2005


Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) vergibt zukünftig Qualitätszertifikate an Praxen und Kliniken, die Patienten mit endokrinologischen Erkrankungen versorgen. Die DGE will so die Versorgung dieser Patienten verbessern. Sie fördert dadurch aber auch einheitlichere Qualitätsstandards und ermöglicht den Vergleich der Institutionen miteinander. Das Zertifikat zeichnet ambulante und stationäre Einrichtungen aus, die ein bestimmtes endokrinologisches Niveau nachweisen können.



Die Standards für Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität der jeweiligen Behandlung entwickelt die "Kommission Fortbildung, Weiterbildung und Akkreditierung der DGE". Sie arbeitet dabei eng mit den neun Sektionen der DGE zusammen. Dies ermöglicht, für alle endokrinologischen Bereiche Vorgaben auf hohem fachlichen Niveau zu erarbeiten. Der Vorsitzende der Kommission, Professor Dr. med. Johannes Hensen, Hannover, erläutert den aktuellen Stand des Projektes: "Bislang ist eine Anerkennung nur für Fachärzte der Inneren Medizin mit der Schwerpunktsbezeichnung Endokrinologie erarbeitet". In einem weiteren Schritt würden Qualitätsvorgaben für pädiatrische und gynäkologische Endokrinologie geschaffen, so der Chefarzt der Medizinischen Klinik am Klinikum Hannover Nordstadt.



Die Kommission führt auch die Anerkennungsverfahren in Zusammenarbeit mit der EndoScience GmbH, München, durch. Kliniken, Polikliniken und Arztpraxen können die Basisanerkennung für die Versorgung von Patienten mit endokrinologischen Erkrankungen erwerben. Vernetzte Einrichtungen, die Patienten den geforderten Standards entsprechend umfassend interdisziplinär betreuen und zudem ein Qualitätsmanagement betreiben, können zu einem späteren Zeitpunkt die erweiterte Anerkennung: "Endokrinologisches Zentrum mit Qualitätsmanagement - DGE-akkreditiert" erhalten. Über die Anerkennung entscheidet die Kommission anhand der vom Bewerber eingereichten Unterlagen. Das Zertifikat gilt drei Jahre. Um die Anerkennung zu verlängern, ist ein neuer Antrag notwendig.

Vorwiegend diagnostisch und operativ tätige Ärzte können die Anerkennung nur erwerben, wenn sie in einem endokrinologischen Zentrum eingebunden sind. Die DGE zertifiziert keine Einrichtungen, die in erster Linie so genannte Wellness- oder Anti-Agingbehandlungen anbieten. Antragssteller müssen seit mindestens drei Jahren Mitglied der Fachgesellschaft sein. Die DGE veröffentlicht von ihr zertifizierte Einrichtungen in ihrem Mitteilungsblatt - den Endokrinologie-Informationen - und elektronisch auf ihrer Homepage.

| idw
Weitere Informationen:
http://awmf.org
http://www.endokrinologie.net
http://www.endoscience.com

Weitere Berichte zu: DGE Endokrinologie Qualitätsmanagement

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Neues Verfahren verhindert Abstoßung transplantierter Stammzellen
19.02.2019 | Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

nachricht Identitätsverlust von Immunzellen verstanden
18.02.2019 | Technische Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Materialdesign in 3D: vom Molekül bis zur Makrostruktur

Mit additiven Verfahren wie dem 3D-Druck lässt sich nahezu jede beliebige Struktur umsetzen – sogar im Nanobereich. Diese können, je nach verwendeter „Tinte“, die unterschiedlichsten Funktionen erfüllen: von hybriden optischen Chips bis zu Biogerüsten für Zellgewebe. Im gemeinsamen Exzellenzcluster „3D Matter Made to Order” wollen Forscherinnen und Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der Universität Heidelberg die dreidimensionale additive Fertigung auf die nächste Stufe heben: Ziel ist die Entwicklung neuer Technologien, die einen flexiblen, digitalen Druck ermöglichen, der mit Tischgeräten Strukturen von der molekularen bis zur makroskopischen Ebene umsetzen kann.

„Der 3D-Druck bietet gerade im Mikro- und Nanobereich enorme Möglichkeiten. Die Herausforderungen, um diese zu erschließen, sind jedoch ebenso gewaltig“, sagt...

Im Focus: Diamanten, die besten Freunde der Quantenwissenschaft - Quantenzustand in Diamanten gemessen

Mithilfe von Kunstdiamanten gelang einem internationalen Forscherteam ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Hightech-Anwendung von Quantentechnologie: Erstmals konnten die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen den Quantenzustand eines einzelnen Qubits in Diamanten elektrisch zu messen. Ein Qubit gilt als die Grundeinheit der Quanteninformation. Die Ergebnisse der Studie, die von der Universität Ulm koordiniert wurde, erschienen jüngst in der renommierten Fachzeitschrift Science.

Die Quantentechnologie gilt als die Technologie der Zukunft. Die wesentlichen Bausteine für Quantengeräte sind Qubits, die viel mehr Informationen verarbeiten...

Im Focus: Wasser ist homogener als gedacht

Um die bekannten Anomalien in Wasser zu erklären, gehen manche Forscher davon aus, dass Wasser auch bei Umgebungsbedingungen aus einer Mischung von zwei Phasen besteht. Neue röntgenspektroskopische Analysen an BESSY II, der ESRF und der Swiss Light Source zeigen jedoch, dass dies nicht der Fall ist. Bei Raumtemperatur und normalem Druck bilden die Wassermoleküle ein fluktuierendes Netz mit durchschnittlich je 1,74 ± 2.1% Donator- und Akzeptor-Wasserstoffbrückenbindungen pro Molekül, die eine tetrahedrische Koordination zwischen nächsten Nachbarn ermöglichen.

Wasser ist das „Element“ des Lebens, die meisten biologischen Prozesse sind auf Wasser angewiesen. Dennoch gibt Wasser noch immer Rätsel auf. So dehnt es sich...

Im Focus: Licht von der Rolle – hybride OLED ermöglicht innovative funktionale Lichtoberflächen

Bislang wurden OLEDS ausschließlich als neue Beleuchtungstechnologie für den Einsatz in Leuchten und Lampen verwendet. Dabei bietet die organische Technologie viel mehr: Als Lichtoberfläche, die sich mit den unterschiedlichsten Materialien kombinieren lässt, kann sie Funktionalität und Design unzähliger Produkte verändern und revolutionieren. Beispielhaft für die vielen Anwendungsmöglichkeiten präsentiert das Fraunhofer FEP gemeinsam mit der EMDE development of light GmbH im Rahmen des EU-Projektes PI-SCALE auf der Münchner LOPEC (19. bis 21. März 2019), erstmals in Textildesign integrierte hybride OLEDs.

Als Anbieter von Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen auf dem Gebiet der organischen Elektronik setzt sich das Fraunhofer FEP schon lange mit der...

Im Focus: Light from a roll – hybrid OLED creates innovative and functional luminous surfaces

Up to now, OLEDs have been used exclusively as a novel lighting technology for use in luminaires and lamps. However, flexible organic technology can offer much more: as an active lighting surface, it can be combined with a wide variety of materials, not just to modify but to revolutionize the functionality and design of countless existing products. To exemplify this, the Fraunhofer FEP together with the company EMDE development of light GmbH will be presenting hybrid flexible OLEDs integrated into textile designs within the EU-funded project PI-SCALE for the first time at LOPEC (March 19-21, 2019 in Munich, Germany) as examples of some of the many possible applications.

The Fraunhofer FEP, a provider of research and development services in the field of organic electronics, has long been involved in the development of...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Unendliche Weiten: Geophysiker nehmen den Weltraum ins Visier

21.02.2019 | Veranstaltungen

Tagung rund um zuverlässige Verbindungen

20.02.2019 | Veranstaltungen

LastMileLogistics Conference in Frankfurt befasst sich mit Lieferkonzepten für Ballungsräume

19.02.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Materialdesign in 3D: vom Molekül bis zur Makrostruktur

21.02.2019 | Verfahrenstechnologie

Neue Mechanismen der Regulation von Nervenstammzellen

21.02.2019 | Biowissenschaften Chemie

Fledermäusen auf der Spur: Miniatur-Sensoren entschlüsseln Mutter-Kind-Beziehung

21.02.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics