Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Integrierte Versorgung von Schmerzpatienten: DGSS-Kommission hilft beim Aufbau von Netzwerken

08.02.2005


Kommission gegründet: Beratungsangebot der DGSS



Statt Jahre lang auf der Suche nach der richtigen Therapie nun gezielte systematische Betreuung und Therapie von Anfang an - davon können viele Patienten mit chronischem Schmerz heute nur träumen. Ein viel versprechender Ansatz, der in Zukunft die Situation verbessern soll, ist die "Integrierte Versorgung": Netzwerke aus Haus- und Fachärzten, Kliniken, ambulanter und stationärer Rehabilitation, die für die Versorgung von Patienten mit bestimmten Krankheitsbildern in einer Region gemeinsam zuständig sind. Um entstehende Netzwerke zu unterstützen und zu initiieren, hat die Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS) zusammen mit der Deutschen Schmerzgesellschaft (DSG) eine Ad-hoc-Kommission gegründet. Sie stellt ihr Know-how zur interdisziplinären Versorgung Schmerzkranker zur Verfügung, sammelt Informationen, vermittelt Ansprechpartner und stellt Kontakte zu Kostenträgern her.



Begrüßenswerte Initiative

"Es gibt derzeit bundesweit Ansätze zur Integrierten Versorgung (IV) für Schmerzpatienten, die sich in unterschiedlichen Antragsstadien befinden", fasst Dr. Gabriele Lindena (Kleinmachnow) den Stand der Dinge zusammen. "Wir begrüßen diese Initiativen, weil darin die gerade für Schmerzpatienten notwendigen interdisziplinären Diagnostik- und Therapieansätze umgesetzt werden können." Die Kommission fungiert als Ansprechpartner für Mitglieder der Schmerzgesellschaften und die Kostenträger. Sie gibt Empfehlungen insbesondere zur Struktur der interdisziplinären Zusammenarbeit in der Schmerztherapie, zu Dokumentationsunterlagen wie Kerndokumentation Schmerz, Verlaufsbeobachtung, Diagnostik- und Therapiecharakterisierung, zur Qualitätssicherung und zur wissenschaftlichen Begleitung der IV-Projekte.

Integrierte Versorgung

Ein zentraler Bestandteil der Umstrukturierung im Gesundheitswesen ist die Integrierte Versorgung, soll sie doch die Kommunikation der Fachrichtungen und Berufsgruppen in der Arbeit am Patienten erleichtern. Dies kommt besonders solchen Patienten zu Gute, deren Erkrankung unterschiedliche Lebensbereiche beeinträchtigt wie beim Schmerz: Die körperliche durch Bewegungseinschränkung, seelische durch Einschränkung in Verhalten und Lebensweise, sowie die soziale Ebene durch Einschränkung in Freizeit und Familie. Diese Einschränkungen sind individuell sehr unterschiedlich, müssen rechtzeitig diagnostiziert werden und können und sollten systematisch angegangen werden. Durch die Integrierte Versorgung für Schmerzpatienten können Maßnahmen gezielt eingesetzt, unnötige Diagnostik und Therapie und langwierige Umwege vermieden werden.

Ansprechpartner

Dr. Gabriele Lindena, Ad-hoc-Kommission Integrierte Versorgung der DGSS, Clara-Zetkin-Straße 34, 14532 Kleinmachnow, Tel. 033203/80-858, Fax: 033203/80-938, E-Mail: gabriele.lindena@t-online.de

Meike Drießen | idw
Weitere Informationen:
http://www.dgss.org

Weitere Berichte zu: Ad-hoc-Kommission Integriert Schmerz Schmerzpatienten

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Gangmessdaten visualisieren und analysieren
16.07.2018 | Fachhochschule St. Pölten

nachricht „Small meets smaller“ – Nanopartikel beeinflussen Schimmelpilzinfektion der Atemwege
05.07.2018 | Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Im Focus: Magnetische Wirbel: Erstmals zwei magnetische Skyrmionenphasen in einem Material entdeckt

Erstmals entdeckte ein Forscherteam in einem Material zwei unabhängige Phasen mit magnetischen Wirbeln, sogenannten Skyrmionen. Die Physiker der Technischen Universitäten München und Dresden sowie von der Universität zu Köln können damit die Eigenschaften dieser für Grundlagenforschung und Anwendungen gleichermaßen interessanten Magnetstrukturen noch eingehender erforschen.

Strudel kennt jeder aus der Badewanne: Wenn das Wasser abgelassen wird, bilden sie sich kreisförmig um den Abfluss. Solche Wirbel sind im Allgemeinen sehr...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

Materialien für eine Nachhaltige Wasserwirtschaft – MachWas-Konferenz in Frankfurt am Main

11.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vertikales Begrünungssystem Biolit Vertical Green<sup>®</sup> auf Landesgartenschau Würzburg

16.07.2018 | Architektur Bauwesen

Feinstaub macht Bäume anfälliger gegen Trockenheit

16.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Krebszellen Winterschlaf halten

16.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics