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Straßenverkehr führt zu kardiovaskulären Erkrankungen

08.12.2004


Schadstoffe wirken auf Blutgerinnung und Herzrhythmus



Die im Straßenverkehr auftretende Belastung mit feinen Partikeln und Schadstoffen erhöht die Wahrscheinlichkeit der Fahrer für eine Thrombose oder eine Entzündung und verändert die Regelmäßigkeit des Herzrhythmus. Eine Studie vom Institute of Occupational Health Sciences in Lausanne beobachtete in Zusammenarbeit mit Kollegen von einer Reihe von Instituten in den USA die Herz-Kreislauf-Risiken für Autofahrer.



Forschungsleiter Michael Riediker wollte die direkten Auswirkungen verschiedener Quellen fahrzeugbedingter Verschmutzung auf Streifenpolizisten untersuchen. Die Streifenpolizisten wurden ausgewählt, weil sie den ganzen Tag im Auto verbringen und damit besonders stark belastet sind. Die Forscher analysierten die Quellen der Schadstoffe, die in den Streifenwagen von neun gesunden jungen Streifenpolizisten in North Carolina auftraten.

Auf Basis früherer Erkenntnisse konzentrierten sich die Forscher auf Partikel, die kleiner als 2,5 Mikrometer sind und die sich tief in der Lunge ablagern. Sie fanden heraus, dass diese Partikel von verschiedenen Quellen stammten, die aufgrund bestimmter Elemente identifiziert werden konnten. Silizium und Aluminium stammten von einer abgenutzten Straßenoberfläche, eine weitere Quelle war der Verschleiß mechanischer Fahrzeugteile, der eisen-, chrom- und titanhältige Partikel produzierte.

Benzinverbrennung führte zum Auftreten von Benzol und Kohlenmonoxid, weiters war das Niveau von Kupfer-, Schwefel- und Aldehydteilchen erhöht. Der Herzrhythmus der Fahrer wurde während und nach ihrer Fahrten gemessen. Zusätzlich wurden Blutproben entnommen, um Entzündung und Gerinnung zu beobachten.

Das Ergebnis der Studie war, dass Verkehr, bei dem sich die Geschwindigkeit immer wieder veränderte, den signifikantesten Einfluss auf die kardiovaskuläre Gesundheit der Versuchsobjekte hatte, in Form von entzündeten Zellen und Proteinen, einer Aktivierung der Blutgerinnung und einem variablen Herzrhythmus. Es war den Forschern jedoch nicht möglich, genau festzustellen, wie eine einzelne Quelle auf ein Symptom wirkte. Experten gehen von 800.000 jährlichen Todesfällen weltweit aus, die auf die Verschmutzung durch den Straßenverkehr zurückzuführen sind.

Marietta Gross | pressetext.schweiz
Weitere Informationen:
http://www.unil.ch/fbm

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