Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Teures "Krebswundermittel"

30.09.2004


Teures "Krebswundermittel" - Universitätsklinikum Freiburg und Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V. warnen vor Bestellung

... mehr zu:
»Krebserkrankung

Das Universitätsklinikum Freiburg und die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V. raten dringend von der Bestellung des vermeintlichen Krebswundermittels NIAT 35 C ab.
Bundesweit hatten Verbraucherinnen und Verbraucher in den letzten Tagen Post mit unbekanntem Absender bekommen. In dem Anschreiben wird behauptet, aus dem medizinischen Umfeld der Verbraucher von einer Krebserkrankung in der Familie erfahren zu haben. Angepriesen wird ein neu entwickeltes Arzneimittel mit der Bezeichnung NIAT 35 C, das angeblich Krebstumore wirksam schrumpfen lässt und Nebenwirkungen verringere. Das vermeintliche Wundermittel muss per Anrufbeantworter in Bangkok bestellt werden und kostet für eine Mindestbehandlungsdauer von 21 Tagen 13.545,00 Euro.

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V. und das Universitätsklinikum Freiburg sind entsetzt darüber, dass hier mit der Not kranker Menschen, aber auch der Angst Gesunder vor einer Krebserkrankung Geschäfte gemacht wird. Auch der Hinweis im Anschreiben, im Universitätsklinikum Freiburg befinde sich ein fast identisches Medikament in der Erprobung, entspricht nicht der Realität: "Wir erforschen kein Medikament dieser Art und diese Substanz ist uns auch nicht bekannt. Eine Recherche in der Weltliteratur hat keinerlei Hinweise auf diese Substanz ergeben. Ein Wunderheilmittel gegen Krebs gibt es nicht", so Prof. Dr. Roland Mertelsmann, Ärztlicher Direktor der Abteilung Innere Medizin I des Universitätsklinikums Freiburg.

Karin Stock, Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V. führt aus: "Dieses Geschäftsgebaren verstößt gegen diverse arzneimittelrechtliche und andere rechtliche Vorschriften. Der Versand-handel aus dem EU-Ausland ist verboten, zumal es sich um ein in Deutschland nicht zugelassenes Arzneimittel handelt."

Kontakt:

Claudia Wasmer
Kommunikation und Presse
Universitätsklinikum Freiburg
Breisacher Straße 60
79106 Freiburg
Tel.: 0761/270-2006
E-Mail: claudia.wasmer@uniklinik-freiburg.de

Sabine Strüder
Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V.,
Ludwigstraße 6
55116 Mainz
Tel.: 06131/284843
E-Mail: strueder@verbraucherzentrale.rlp.de

Rudolf-Werner Dreier | idw
Weitere Informationen:
http://www.uniklinik-freiburg.de
http://www.verbraucherzentrale.de

Weitere Berichte zu: Krebserkrankung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Mit dem Nano-U-Boot gezielt gegen Kopfschmerzen und Tumore
19.07.2018 | Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

nachricht Verminderte Hirnleistung bei schwachem Herz
18.07.2018 | Universitätsklinikum Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Europaweit erste Patientin mit neuem Hybridgerät zur Strahlentherapie behandelt

19.07.2018 | Medizintechnik

Waldrand oder mittendrin: Das Erbgut von Mausmakis unterscheidet sich je nach Lebensraum

19.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Automatisiertes Befüllen von Regalen im Einzelhandel

19.07.2018 | Verkehr Logistik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics