Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Unfallforschung setzt erstmals 3-D-Lasersystem ein

05.05.2003


Neues Gerät ermöglicht präzisere und schnellere Messung



Die Unfallforschung der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) hat zum ersten Mal ein neues 3-D-Laser-Scanning-System getestet, das die Erfassung von Unfallspuren revolutionieren könnte. Das für die Bauvermessung entwickelte Gerät kann so viele Punkte so schnell und exakt erfassen und in einem dreidimensionalen Bild darstellen, dass Professor Dipl.-Ing. Dietmar Otte, Leiter der Unfallforschung der MHH, den Einsatz dieses Gerätes für die Unfallforschung vorantreiben will. Bislang gibt es in Deutschland insgesamt nur 15 dieser messgenauen Systeme. Die Vorteile sind enorm: Für Entfernungen bis zu 50 Metern misst es mit einer Genauigkeit von sechs Millimetern und kann sogar in einer Entfernung von bis zu 150 Metern präzise Aufnahmen machen. Zudem muss der Verkehr für die Messung nicht gestoppt werden, da das System die Autos als bewegliche Objekte registriert und für die Messung ignoriert. Damit vereinfacht es das bislang sehr aufwendige Verfahren. Der Nachteil: Das 3-D-Lasersystem kostet weit mehr als 100.000 Euro und ist somit für öffentliche Einrichtungen derzeit unerschwinglich.



Die Unfallforschung der MHH fährt seit mehr als 30 Jahren in der Region Hannover zu Verkehrsunfällen und dokumentiert nach einem statistischen Stichprobenverfahren jährlich etwa 1.000 Unfälle in diesem Gebiet. Dies entspricht etwa einem Sechstel aller Verkehrsunfälle mit Personenschaden in der Region. Jeder Unfall wird rekonstruiert; dazu ist eine umfangreiche Vermessung an der Unfallstelle notwendig. Die Daten werden gespeichert und vom Auftraggeber, der Bundesanstalt für Straßenwesen, genutzt - die Ergebnisse fließen in die Gesetzgebung mit ein und dienen Fahrzeugherstellern dazu, die Sicherheit der Autos zu optimieren.

Weitere Informationen:

Professor Dipl.-Ing. Dietmar Otte
Telefon: 0511 - 532-6411
E-Mail: Otte.Dietmar@mh-hannover.de

Dr. Arnd Schweitzer | idw
Weitere Informationen:
http://www.mh-hannover.de

Weitere Berichte zu: 3-D-Lasersystem MHH Unfallforschung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Die Gene sind nicht schuld
20.07.2018 | Technische Universität München

nachricht Staus im Gehirn: FAU-Forscher identifizieren eine Ursache für Parkinson
20.07.2018 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics