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Brustkrebs ist eine chronische Krankheit

01.07.2002


Deutsche Krebshilfe begrüßt "Disease Management Programm"

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»Brustkrebs »DMP

 Zum 1. Juli 2002 wird ein Programm zur verbesserten Versorgung chronisch kranker Menschen aufgelegt - das "Disease Management Programm" (DMP). Neben Diabetes, koronarer Herzkrankheit und Asthma gehört auch Brustkrebs in dieses Betreuungs-Programm. Das Ziel: bessere Lebensqualität, weniger Folgeschäden und geringere Krankheitskosten. Die Deutsche Krebshilfe begrüßt das DMP für Brustkrebs und fordert Ärzte und Patientinnen auf, sich aktiv zu beteiligen. "Brustkrebs ist eine chronische Krankheit. Es war lange überfällig, die Qualität der Versorgung bei diesem Krankheitsbild zu verbessern", so Professor Dr. Walter Jonat, Leiter der Universitäts-Frauenklinik Kiel und Mitglied des Medizinischen Beirats der Deutschen Krebshilfe.

Grund für die Einführung des DMP ist die Zunahme chronischer Erkrankungen in Deutschland und die dadurch verursachte Kostensteigerung. Rund 20 bis 30 Prozent der Deutschen sind chronisch krank. Auch Krebs ist eine chronische Krankheit: die Behandlung und Nachsorge zieht sich oft über viele Jahre hin. Durch das DMP Brustkrebs soll die Versorgung der betroffenen Frauen nun deutlich verbessert werden. Ihre Behandlung soll integriert, systematisch organisiert und auf Leitlinien gestützt werden. Die Betroffenen sollen sich stärker beteiligen können: Schulungsmaßnahmen, regelmäßige Kontrolluntersuchungen und eine gesunde Lebensweise gehören zum DMP dazu. Eine verbesserte Dokumentation soll dabei helfen, die Behandlung transparenter zu machen. Bislang steckt das vom Gesundheitsministerium und den Krankenkassen entwickelte DMP jedoch in den Kinderschuhen. Es wird zum 1. Juli 2002 eingeführt, und viele Fragen sind noch offen. Die Teilnahme am DMP ist freiwillig; Patientinnen können sich über ihren Hausarzt anmelden lassen. "Der Vorteil für eine an Brustkrebs erkrankte Patientin ist die höhere Transparenz", erläutert Professor Jonat. "Jedoch müssen Fragen nach Datenschutz, freier Arztwahl und Qualitätssicherung jetzt zügig beantwortet werden. Das Programm darf nicht mit der heißen Nadel gestrickt werden."

Dr. med. Eva M. Kalbheim | idw
Weitere Informationen:
http://www.krebshilfe.de/

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