Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Von Arthritis bis Zahnvorsorgeuntersuchung: Neue Daten & Trends zu Gesundheit und Lebenssituation

06.09.2012
Gemeinsame Pressemitteilung von Robert Koch-Institut und Statistisches Bundesamt

Knapp 75 % der Männer und 69 % der Frauen schätzen ihre Gesundheit als „sehr gut“ oder „gut“ ein. Asthma nimmt bei Frauen und Männern zu. Ein Drittel der Männer und ein Fünftel der Frauen trinkt zu viel Alkohol.

Die Inanspruchnahme von Zahnvorsorgeuntersuchungen ist im mittleren Lebensalter zwischen 30 und 64 Jahren am höchsten. 6 % der Erwachsenen waren in einem Jahr an mehr als 50 Tagen krank. Frauen aus Baden-Württemberg leiden seltener an Diabetes.

Dies sind einige Ergebnisse der neuen Telefonbefragung des Robert Koch-Instituts (RKI) mit insgesamt 22.050 Teilnehmern aus allen Regionen. Die Daten geben ein um-fassendes Bild des Gesundheitszustands, der Einflussfaktoren auf die Gesundheit sowie der Inanspruchnahme von Leistungen des Gesundheitssystems. Durch den Vergleich mit den Ergebnissen früherer Gesundheitsbefragungen 2003 und 2009 lassen sich Trends einschätzen. Die Daten ermöglichen auch den Vergleich zwischen Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Regionen, in denen jeweils einige kleinere Länder zusammengefasst sind.

Die Befragung GEDA („Gesundheit in Deutschland aktuell“) wird regelmäßig durchgeführt. Sie besteht aus einem konstanten Kernbereich und flexiblen Themen zu aktuellen Fragestellungen. Bei der aktuellen Befragung beantworteten Männer und Frauen im Alter ab 18 Jahren zwischen September 2009 und Juli 2010 insgesamt etwa 200 Fragen.
Die Ergebnisse der 33 Themen (Indikatoren) werden übersichtlich in Faktenblättern dargestellt. Jedes Faktenblatt, von Arthritis bis Zahnvorsorgeuntersuchung, ist identisch gegliedert in Einleitung, Indikator, Kernaussagen, Ergebnisbewertung, Häufigkeitsverteilung (nach Alter, Bildungsgruppe und Geschlecht) sowie regionale Verteilung. Themen, die besonders interessieren, sind dadurch schnell zugänglich. Der GEDA-2010-Bericht kann kostenlos beim RKI bestellt werden und ist auf den RKI-Internetseiten als Pdf-Datei abrufbar. Zusätzlich können die Originaldaten für wissenschaftliche Auswertungen als so genannter Public Use File angefordert werden.

Im Internet, im Informationssystem der Gesundheitsberichterstattung des Bundes, sind auch die wichtigsten Kennziffern von GEDA 2009 und 2010 in gestaltbaren Tabellen zu finden. Diese Tabellen können hinsichtlich der Gliederungstiefe (Altersgruppen, Geschlecht, Bildungsstatus, Region) verändert und heruntergeladen werden. Das Informationssystem umfasst über GEDA hinaus mehr als 100 Datenquellen der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder, des RKI und zahlreicher weiterer Institutionen aus dem Gesundheitsbereich und ist die zentrale Informationsquelle für gesundheitsbezogene Fragestellungen. Die Gesundheitsberichterstattung des Bundes ist eine gemeinsame Aufgabe des RKI und des Statistischen Bundesamtes (Destatis).
Die Daten des Telefonsurveys GEDA ergänzen die Ergebnisse aus DEGS, der „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“, deren erste Ergebnisse am 14. Juni 2012 vorgestellt wurden. Bei GEDA liegt der Schwerpunkt in der Bereitstellung aktueller Gesundheitsdaten, der Möglichkeit der Regionalisierung von Daten und der Analyse zeitlicher Trends. DEGS ist dagegen ein Untersuchungssurvey: neben Befragungen gibt es auch körperliche Untersuchungen und Tests sowie Laboruntersuchungen von Blut- und Urinproben. Bei DEGS werden die Teilnehmer auch in den Folge-Untersuchungen befragt, das ermöglicht über die Jahre „Längsschnitt-Analysen“, die für die Ursachenanalyse von Erkrankungen wichtig sind. Zusammen mit der Kindergesundheitsstudie KiGGS bilden GEDA und DEGS das Gesundheitsmonitoring, mit dem das RKI im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums die Gesundheit der Bevölkerung kontinuierlich untersucht.

Bestelladresse: gbe@rki.de und 030 – 187543400

Internet-Informationen:
- http://www.rki.de/geda
- http://www.gbe-bund.de

Weitere Auskünfte geben:
- Susanne Glasmacher, RKI-Pressestelle, Telefon: 030 – 187542286
- Dr. Winfried Eberhardt, Telefon: 0611 – 758119, http://www.destatis.de/kontakt

Herausgeber

Robert Koch-Institut
Nordufer 20
D-13353 Berlin
http://www.rki.de

Das Robert Koch-Institut ist
ein Bundesinstitut im
Geschäftsbereich des
Bundesministeriums für Gesundheit

Pressestelle
Susanne Glasmacher
(Pressesprecherin)
Günther Dettweiler
(stellv. Pressesprecher)
Claudia Paape
Heidi Golisch

Kontakt
Tel.: 030.18754-2239, -2562 und -2286
Fax: 030.18754 2265
E-Mail: presse@rki.de

Susanne Glasmacher | idw
Weitere Informationen:
http://www.rki.de/geda
http://www.gbe-bund.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Medizin Gesundheit:

nachricht Die Gene sind nicht schuld
20.07.2018 | Technische Universität München

nachricht Staus im Gehirn: FAU-Forscher identifizieren eine Ursache für Parkinson
20.07.2018 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics