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Spezialmaschinen zum Schruppen und Schlichten für die Aluminiumindustrie

11.09.2007
Halbzeuge aus Aluminium bilden bei Kontakt mit Luftsauerstoff eine charakteristische Oxidationsschicht beziehungsweise Walzhaut an ihrer Oberfläche, die sich bei der weiteren Bearbeitung, zum Beispiel in Strangpressanlagen oder beim Schweißen, nachteilig auswirkt. Deshalb ist ein Entfernen dieser Schicht vor der Weiterverarbeitung in den meisten Fällen unabdingbar.

Die Rottler Maschinenbau GmbH entwickelt und fertigt seit mehr als 35 Jahren Maschinen für diese spezielle Bearbeitungsaufgabe. Ziel bei der Entwicklung dieser Maschinen war es, so das Unternehmen, die Zerspanung der Oxidationsschicht möglichst wirtschaftlich zu gestalten.

Schruppen und Schlichten auf einer Maschine erhöht die Wirtschaftlichkeit

Eine stetige Steigerung der Wirtschaftlichkeit wird laut Unternehmen einerseits durch eine ständige Minimierung der Taktzeiten und andererseits durch die Kombination von Schrupp- und Feinbearbeitung auf einer Maschine erreicht. Bei einer wirtschaftlichen Schruppbearbeitung soll möglichst viel Material in kurzer Zeit zerspant werden. Es wirken zum Teil sehr große Kräfte auf die Führungselemente der Maschine. Im Gegensatz dazu steht die Feinbearbeitung mit geringen Materialmengen und hoher Genauigkeit.

Um diesen besonderen Anforderungen gerecht zu werden, verfügen die Maschinen über einen stabilen und schwingungsgedämpften Aufbau. Die großzügige Dimensionierung aller Lager und Vorschubelemente ermöglicht sehr hohe Zerspanleistungen bei der Schruppbearbeitung und eine dauerhaft hohe Genauigkeit bei der Feinbearbeitung.

Die Maschinen werden traditionell für eine lange Lebensdauer entwickelt, so der Hersteller. Großzügig dimensionierte Komponenten garantieren auch nach langer Nutzungszeit mit großer Beanspruchung eine hohe Langzeitgenauigkeit.

Portalfräsmaschine für die Bearbeitung großer Flächen

So wurde die Portalfräsmaschine PFA 130 für die Bearbeitung großer Flächen, beispielsweise an Blöcken oder Blechen, konzipiert. Sie verfügt über einen modularen Aufbau und setzt sich aus folgenden Hauptbaugruppen zusammen: feststehender Ständer mit vertikal verfahrbarem oder feststehendem Querbalken, Verschiebetisch mit zwei getrennten Aufspannfeldern, Spindelkasten mit integriertem Vertikalschieber sowie Hauptantrieb und Arbeitsspindel.

Die Ständerbaugruppe wird standardmäßig als Stahl-Schweißkonstruktion ausgeführt, wobei über die konstruktive Auslegung und die spezielle Verrippung eine sehr gute Dämpfung erreicht wird. Der Verschiebetisch setzt sich aus einem Gussbett und einer Guss-Aufspannplatte zusammen und hat einen leistungsstarken Vorschubantrieb. Der Spindelkasten ist speziell für große Werkzeuge und hohe Bearbeitungsleistungen ausgelegt.

Spezial-Werkzeugaufnahme der Fräsmaschien verkürzt Bearbeitungszeit drastisch

Eine Spezial-Werkzeugaufnahme ermöglicht den Einsatz von Fräsköpfen mit einem Durchmesser bis zu 2100 mm. Das führt zu einer drastischen Verkürzung der Bearbeitungszeit, weil auch große Werkstücke mit einer Breite von bis zu 2000 mm in einem einzigen Fräszyklus fertig bearbeitet werden können. Der AC-Hauptspindelantrieb stellt eine Leistung von 130 kW im Dauerbetrieb bereit und bietet somit laut Hersteller die optimale Voraussetzung für eine wirtschaftliche Schruppbearbeitung.

Ein hochgenaues, absolutes Messsystem in Verbindung mit den spielfrei vorgespannten Vorschubelementen bildet die Basis für eine Positioniergenauigkeit der Z-Achse von weniger als 10 µm. Diese hohe Genauigkeit ermöglicht eine Fertigbearbeitung der Halbzeuge im Rahmen enger Toleranzvorgaben. Während der Bearbeitung wird der Vertikalschlitten hydraulisch geklemmt, um zusätzliche Stabilität bei der Schruppbearbeitung und exakt gleiche Höhenverhältnisse bei der Feinbearbeitung zu erreichen.

Fräsmaschine dank modularem Aufbau leicht anpassbar

Der modulare Aufbau der PFA 130 ermöglicht eine unkomplizierte und preisgünstige Anpassung an die individuellen Erfordernisse des Kunden. Sollte beispielsweise nach längerer Nutzungszeit ein Umbau aufgrund geänderter oder erweiterter Bearbeitungsaufgaben erforderlich werden, so der Hersteller, ist dies durch einen Austausch der betreffenden Baugruppen ohne große Ausfallzeiten und ohne hohe Umbaukosten realisierbar. Dieses Konzept bietet eine maximale Flexibilität bei hoher Spezialisierung.

Sollte eine geeignete, gebrauchte Hobel- oder Portalfräsmaschine zur Verfügung stehen, können auch deren Ständer und Verschiebetisch überarbeitet und in die neue Maschine integriert werden. Dazu ist vorab eine Prüfung der betreffenden Teile erforderlich, um deren Eignung zu klären.

Bernhard Kuttkat | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/spanendefertigung/maschinen/articles/92480/

Weitere Berichte zu: Genauigkeit Schruppbearbeitung Verschiebetisch

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