Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Prima Klima dank sicherer Verbindungslösung

10.06.2008
Selten wird die Qualität einer kraftschlüssigen Verbindung derart auf die Probe gestellt, wie in einem Ventilator. Die Geräte zur Regelung von Luftströmen unterliegen bei genauer Betrachtung jedoch über einen langen Lebenszyklus hinaus höchsten Beanspruchungen. Bei der Ziehl-Abegg AG sind seit über 12 Jahren Pias-Einstanzmuttern sowohl unter Qualitäts- als auch unter Kostenaspekten als Verbindungselemente fest etabliert.

Der Ventilatorhersteller aus Künzelsau gehört zu den Trendsettern Branche und gilt auch als einer der führenden Systemanbieter in der Antriebstechnik. Das Leistungsspektrum des Ventilatoren-Portfolios umfasst Anwendungen im Bereich der Wärme- und Kältetechnik genauso, wie Reinraum-, Agrar- oder Bahntechnik. Speziell in den Rotordimensionen von 200 mm bis 1250 mm zählt das Traditionsunternehmen mit einer Wochenproduktion von mehr als 30.000 Einheiten zu den Weltmarktführern.

Seit 1995 vertraut Ziehl-Abegg auf die Zusammenarbeit mit Arnold & Shinjo. Die Verbindungsspezialisten gehören zum weltweit agierenden Würth-Konzern und verfolgen die Philosophie, Verbindungselemente direkt in das Blech zu pressen oder stanzen. Mit Erfolg, denn wo immer lösbare Verbindungen in der blechverarbeitenden Industrie höchsten Anforderungen entsprechen müssen, kommt das Unternehmen mit seinen Lösungen ins Spiel.

Spätestens dann, wenn die Verbindung später zur Wartung oder Reparatur lösbar sein muss. Das Einstanzmutter-/Schraube-Konzept sorgt dafür, dass die Verbindung später etwa bei Wartungsarbeiten problemlos geöffnet und anschließend positionsgenau wieder verschraubt werden kann.

... mehr zu:
»Verbindungselement »Werkzeug

Extremen Witterungsbelastungen gewachsen

Pias-Einstanzmuttern werden bei Axialventilatoren unterschiedlicher Ausprägungen eingesetzt, die vor allem unter Sicherheitsaspekten höchste Qualitätsansprüche erfüllen müssen. Sie zeichnen sich durch ein vergleichsweise hohes Eigengewicht von bis zu 50 kg aus und produzieren unter Umständen entsprechend hohe Ausreißkräfte.

Zusätzlich belasten widrige externe Faktoren die Funktionalität des Außenläufermotor-Konzepts. Installiert als Wärmetauscher auf den höchsten Dächern der Welt, sind sie beispielsweise am bekannten, 312 m hohen Hotel Burj al Arab in Dubai extremen und kurzfristigen Temperaturstürzen von etwa 50ºC in der arabischen Mittagszeit, bis zu unangenehmen Minusgraden in der Nacht ausgesetzt.

Konstruktionsbedingt belasten die Schwingungen des Rotors besonders die Verbindungselemente der Motoraufhängung zwischen Ventilator und Gehäuse. Korrosionseffekte in Meeresnähe oder chemische Einflussfaktoren wie Ammoniak in der Landwirtschaft stellen diese Kontaktpunkte vor weitere qualitative Herausforderungen. Vielfach in unmittelbarer Nähe von Arbeitsplätzen oder zur Belüftung von besucherintensiven Veranstaltungsplätzen wie Messen oder Stadien angebracht, müssen sie zwangsläufig höchsten Sicherheitsanforderungen genügen.

Verbindung hält ein Leben lang

Pias-Einstanzmuttern haben sich unter diesen Voraussetzungen als Verbindungselemente erwiesen, die auch unter extreme Bedingungen weit über den Produkt-Lebenszyklus hinaus sämtliche sicherheitsrelevanten Prüfungen erfolgreich absolvieren.

Im Rahmen zerstörender Dauerversuche im Ziehl-Abegg-eigenen Entwicklungs- und Versuchslabor stellten die Verbindungen ihre Leistungsfähigkeit über die gesamte Zeitschiene unter Beweis: „Eine Versuchsanordnung sah beispielsweise anstatt der betriebsüblichen Druckbelastung eine Belastung der Einstanzmutter unter Zug in Verbindung mit starker Unwucht vor. Während die gestanzte Verbindung stabil überdauerte, riss die Blechperipherie ein“, weiß Patrick Neumaier, Maschinenbautechniker Konstruktion, der bei Ziehl-Abegg dieses Projekt verantwortete.

Dabei ist das Prinzip der Einstanzmutter simpel. Das Verbindungselement wird durch ein standardisiertes Werkzeug lagerichtig an die Verarbeitungsstelle herangeführt und die Mutter positionsgenau eingestanzt. Der Stanzbund stanzt ein Loch in das Blech, anschließend wird das Blech in das Verbindungselement gepresst. Der Stanzabfall wird durch die Matrize abgeführt.

Als entscheidender Wettbewerbsvorteil hat sich die Tatsache erwiesen, dass Arnold & Shinjo gleich die zum Produkt passende Verarbeitungstechnik mitliefert. Die maßgeschneiderte Systemlösung besteht aus Stanzkopf und Matrize. Zusätzlich liefern die Verbindungsspezialisten die notwenige Förder- und Steuertechnik. Lediglich das Werkzeug entwickelten die Ventilatorenhersteller selbst.

Die Kombination ermöglicht einen Verarbeitungsprozess, der bis zu 8-mal schneller ist, als das vorher eingesetzte Verfahren. Wurde bei der konventionellen Lösung in der Vergangenheit die Mutter einzeln eingenietet, erlaubt das neue Konzept die zeitgleiche Einbringung von bis zu vier Stanzmuttern in einem Arbeitsgang.

„Die Verbindungselemente werden über Schläuche an das Werkzeug geführt und dort über einen Multiverteiler an die jeweiligen Stanzköpfe verteilt. Gleichzeitig reduziert der Multiverteiler im System die konventionell benötigten Schnittstellen zum Werkzeug“, erläutert Thomas Idler, Vertriebsleiter Export bei Arnold & Shinjo die Funktionsweise.

Zusätzlich setzt das System Akzente unter qualitativen Aspekten. Einstanzmuttern garantieren eine hohe Prozesssicherheit. „Durch die Verarbeitung im Werkzeug sind erheblich geringere Positionstoleranzen notwendig, als bei der Einzelelement-Variante. Die Mutter stanzt sich das Loch selbst und ist daher exakt im Bauteil positioniert. Der relative Lochabstand zueinander bleibt stets gleich, es existieren keine Toleranzen zwischen den Muttern untereinander“, so Idler weiter.

„Arnold & Shinjo ist für uns nicht nur ein seit Jahren verlässlicher Lieferant, sondern vor allem in technologischer Hinsicht ein strategischer Partner im zunehmenden Wettbewerb“, beschreibt Patrick Neumaier von Ziehl-Abegg die Charakteristika der Zusammenarbeit.

Annedore Munde | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/index.cfm?pid=1496&pk=123782

Weitere Berichte zu: Verbindungselement Werkzeug

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht HEIDENHAIN Test- und Prüfgeräte – Zwei Geräte, viele Analysemöglichkeiten für die Praxis
09.10.2018 | DR. JOHANNES HEIDENHAIN GmbH

nachricht Bio-Ethanol im Dieselmotor: ein Beitrag zur Nachhaltigkeit
09.10.2018 | Technische Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Auf Wiedersehen, Silizium? Auf dem Weg zu neuen Materalien für die Elektronik

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz haben zusammen mit Wissenschaftlern aus Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgarien) und Madrid (Spanien) ein neues, metall-organisches Material entwickelt, welches ähnliche Eigenschaften wie kristallines Silizium aufweist. Das mit einfachen Mitteln bei Raumtemperatur herstellbare Material könnte in Zukunft als Ersatz für konventionelle nicht-organische Materialien dienen, die in der Optoelektronik genutzt werden.

Bei der Herstellung von elektronischen Komponenten wie Solarzellen, LEDs oder Computerchips wird heutzutage vorrangig Silizium eingesetzt. Für diese...

Im Focus: Goodbye, silicon? On the way to new electronic materials with metal-organic networks

Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) in Mainz (Germany) together with scientists from Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgaria) and Madrid (Spain) have now developed and characterized a novel, metal-organic material which displays electrical properties mimicking those of highly crystalline silicon. The material which can easily be fabricated at room temperature could serve as a replacement for expensive conventional inorganic materials used in optoelectronics.

Silicon, a so called semiconductor, is currently widely employed for the development of components such as solar cells, LEDs or computer chips. High purity...

Im Focus: Blauer Phosphor – jetzt erstmals vermessen und kartiert

Die Existenz von „Blauem“ Phosphor war bis vor kurzem reine Theorie: Nun konnte ein HZB-Team erstmals Proben aus blauem Phosphor an BESSY II untersuchen und über ihre elektronische Bandstruktur bestätigen, dass es sich dabei tatsächlich um diese exotische Phosphor-Modifikation handelt. Blauer Phosphor ist ein interessanter Kandidat für neue optoelektronische Bauelemente.

Das Element Phosphor tritt in vielerlei Gestalt auf und wechselt mit jeder neuen Modifikation auch den Katalog seiner Eigenschaften. Bisher bekannt waren...

Im Focus: Chemiker der Universitäten Rostock und Yale zeigen erstmals Dreierkette aus gleichgeladenen Ionen

Die Forschungskooperation zwischen der Universität Yale und der Universität Rostock hat neue wissenschaftliche Ergebnisse hervorgebracht. In der renommierten Zeitschrift „Angewandte Chemie“ berichten die Wissenschaftler über eine Dreierkette aus Ionen gleicher Ladung, die durch sogenannte Wasserstoffbrücken zusammengehalten werden. Damit zeigen die Forscher zum ersten Mal eine Dreierkette aus gleichgeladenen Ionen, die sich im Grunde abstoßen.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Professoren Mark Johnson, einem weltbekannten Cluster-Forscher, und Ralf Ludwig aus der Physikalischen Chemie der...

Im Focus: Storage & Transport of highly volatile Gases made safer & cheaper by the use of “Kinetic Trapping"

Augsburg chemists present a new technology for compressing, storing and transporting highly volatile gases in porous frameworks/New prospects for gas-powered vehicles

Storage of highly volatile gases has always been a major technological challenge, not least for use in the automotive sector, for, for example, methane or...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

11. Jenaer Lasertagung

16.10.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2018

16.10.2018 | Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz in der Medizin

16.10.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Sinneswahrnehmung ist keine Einbahnstraße

17.10.2018 | Biowissenschaften Chemie

Space Farming dank Pflanzenhormon Strigolacton

17.10.2018 | Agrar- Forstwissenschaften

Oberflächen mit flexiblen und handlichen Plasmaquellen aktivieren

17.10.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics